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Aktuelles

Das Filmprogramm zum 12. Filmfest Wismar und Kinderfilmfest NAUTILUS

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 wird Wismar ein Wochenende lang Filmstadt. Freuen Sie sich auf ein Sommerfilmfestival für Jung und Alt. Wir präsentieren vom Land geförderte Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres, speziellen Handschriften der Filmemacherinnen und Filmemacher und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern – die FilmSCHAU der Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Eröffnung am Freitag, den 29. Juni, präsentieren wir in der Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere den durch die Kulturelle Filmförderung des Landes geförderten Dokumentarfilm DER LETZTE JOLLY BOY von Regisseur Hans-Erich Viet. Das Portrait des 97-jährigen Shoa-Überlebenden Leon Schwarzbaum, ein dokumentarisches Roadmovie durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart mit einem Mann, der als Jugendlicher mit seiner "Boygroup", den JOLLY BOYS, amerikanischen Swing interpretierte. Leon Schwarzbaum wird gemeinsam mit Regisseur Hans-Erich Viet zur Eröffnung anwesend sein.

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Über 1.000 (!) historische Filmprogrammhefte neu im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Gleich zu Beginn des Monats Mai 2018 gab es im Landesfilmarchiv im Filmbüro MV eine schöne Überraschung. Frau Angelika Meyer aus Wismar rief an und fragte, ob die Übernahme von historischen Filmprogrammheften möglich sei, denn sie sammele diese bereits seit ihrem 20. Lebensjahr und hätte ca. 500 Stück in ihrem Besitz.

Das Interesse von Karl-Heinz Steinbruch, dem Landesfilmarchivar, war sofort geweckt und er verabredete sich umgehend mit Frau Meyer. Zum Besuch hatte er gleich eine große leere Kiste dabei und freute sich riesig darüber, daß Frau Meyer bereits alles gut für den Transport vorbereitet hatte. Die Hefte lagen fein säuberlich gestapelt auf ihrer Treppe und Karl-Heinz Steinbruch mußte sie nur noch einpacken.

Die Neuzugänge bei der ersten Sichtung im Landesfilmarchiv

Zurück im Landesfilmarchiv wurden die Programme nach Größe sortiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Sammlung sogar aus mehr als 1.000 Stück aus den 50er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand. Sie waren unter den Titeln "Progress-Filmillustrierte" (1950-1957), "Progress-Filmprogramm" (1957-1966) und "Film für Sie" (1966-1977) herausgegeben worden. Die ältesten Programmhefte stammen noch aus der Zeit, in der die Firma Progress, der Filmverleih der DDR, noch ein deutsch-sowjetisches Unternehmen war, weshalb auf manchen Programmen neben dem Logo von Progress auch das von Sovexportfilm zu sehen ist.

Dieser kleine Schatz an Filmprogrammen wird in den nächsten Wochen in die Sammlung des Landesfilmarchivs eingearbeitet und ist eine wesentliche Bereicherung der Sammlung. Wir bedanken uns nochmals herzlich bei Frau Angelika Meyer für die Schenkung.

Gern stehen wir für Anfragen, Übernahmen von historischem Filmmaterial und auch Begleitheften zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

Internationaler Museumstag auf dem Denkmalhof Bechelsdorfer Schulzenhof

Sonntag, 13. Mai 2018, ab 14 Uhr, Freilichtanlage Bechelsdorfer Schulzenhof

Filmprogramm, Führung und Aktivitäten für Kinder bei freiem Eintritt!

Und: Bauernbrot (Natursauerteig) aus dem Lehmofen, Kaffee un Platenkauken (frischer Blechkuchen)

Eine Veranstaltung des Landesfilmarchivs im Filmbüro MV in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Schönberg

 

 

14 Uhr
Film ab! auf der Diele des Bauernhauses

Filme aus der Schatzkiste des Schönberger Museums – erstmals auf der Leinwand zu sehen

Modenschau

Der Film zeigt Bilder einer Modenschau im Schwimmbad mit anschließendem Badebetrieb.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:05 min, sw-stumm, 1965

"Ernteeinsatz – Lehrer in Groß Bunsdorf" – Teil 1

Ein Traktor zieht einen Mähbinder, Personen stellen die Garben zu Hocken auf, Männer und Frauen waschen sich nach getaner Arbeit mit dem Wasserschlauch.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:40 min, Farbe-stumm

"Ernteeinsatz – Lehrer in Groß Bunsdorf"  – Teil 2

Personen beladen einen Pferdewagen mit Getreidegarben und fahren auf einen Hof. Die Pferde werden ausgespannt, in den Stall geführt, die Lehrer machen eine Pause und schaufeln anschließend gedroschenes Getreide in einer Scheune.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 1:45 min, sw-stumm, 1966

MTS Schönberg

Bilder von der MTS Schönberg, der Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen und anschließend Aufnahmen von einem Entenmastbetrieb.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:40 min, sw-stumm

Ringreiten

Zunächst wird im Wald ein Gestell ähnlich eines Hochsitzes zusammengenagelt. Es folgt eine Aufnahme von einem Plakat, das zum Ringreiten mit anschließendem Reiterball einlädt. Eine Blaskapelle marschiert, gefolgt von Reitern, der Film endet mit Aufnahmen von Reitern und Zuschauern in einem Wald.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 4:30 min, sw-stumm                                          

Ein unverhoffter Besuch

Auf einem Bahnhof fährt ein Doppelstockzug ein. Ein Schild suggeriert, daß er nach Dresden fährt. Unterdessen bringt ein Postbote in Schönberg der Familie Bolten um 12 Uhr ein Telegramm, in dem Georg und Margot Meier für 13 Uhr ihr Kommen ankündigen. Der Mann bleibt unbeirrt am Tisch sitzen und arbeitet weiter, während die Frau beginnt, Staub zu saugen und aufzuräumen. Dann rasiert sich der Mann, während die Frau in dem fast leeren Kühlschrank nach Nahrungsmitteln sucht, schließlich eine Dose findet, diese öffnet und auf den Tisch stellt. Auch sie geht ins Bad, um sich zurechtzumachen, während der Hund die Dose leerfrißt. Als die Gäste klingeln, werden sie freudig eingelassen.

Produktion: Kreisarbeitsgemeinschaft Amateurfilm Grevesmühlen, 16 mm, 3:50 min, sw-stumm (Ton: Marschmusik auf separatem Magnettonband), 1975

Kiepenmacherei – Herstellung von Spankörben

Der Film zeigt die Herstellung von geflochtenen Körben in der Korbflechterei Paul Böttcher in Lüdersdorf, vom Sägen und Spalten dicker Stämme bis hin zum Gebrauch der Körbe auf einem Gemüsemarkt. Hinweise auf das Originalformat und dessen Verbleib existieren nicht.

Produktion: Kreisbildstelle Schönberg in Mecklenburg, 16:35 min, sw-stumm, um ca. 1935

Filme aus dem Landesfilmarchiv MV in Wismar

Die Hanse

Der Film gibt einen Einblick in den Wirtschafts- und Kulturraum der Hanse im Ost- und Nordseeraum und im Binnenland. Er verdeutlicht die Entwicklung der Hanse vom Zusammenschluß der Kaufleute zur Erringung und Sicherung von Privilegien bis zur Vereinigung von rund 160 Städten zur Durchsetzung ihrer internationalen handelspolitischen Interessen. Der Film thematisiert auch die Ursachen für den Niedergang der Hanse ab dem 16. Jahrhundert und zeigt, daß hansische Spuren und Traditionen in zahlreichen Städten heute noch sichtbar sind und gepflegt werden.

16 mm, 14:20 min, Farbe-Ton, 1990

Filmstill aus DIE HANSE

Spuren der Steine – Backsteingotik an der Ostseeküste

Ein Film über die Backsteingotik und deren europäischen Dimensionen. Dabei wird die Bedeutung der Hanse für die Verbreitung dieses Baustils besonders hervorgehoben. Zu sehen sind Bilder vom Doberaner Münster, von Wismar, Rostock, Stralsund, Lübeck, Danzig und Marienburg. Der Film thematisiert auch den Umgang der DDR mit diesem Erbe und zeigt verschiedene Restaurierungsarbeiten und Bilder von der 750-Jahrfeier Stralsunds.

16 mm, 30 min, Farbe-Ton

Filmstill aus SPUREN DER STEINE

 

15:30 Uhr

Im Anschluss an die Filmvorführung sind Sie herzlich zur Führung im ältesten Bauernhaus des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.

Ort:

Freilichtanlage Bechelsdorfer Schulzenhof

Johann-Boye-Strasse 7

23923 Schönberg

www.volkskundemuseum-schoenberg.de

Festspiele MV starten mit Festspielfrühling auf Rügen in die Saison

Filme aus dem Landesfilmarchiv MV in Wismar für musikalisch-filmische Hommage an die Insel Rügen
am 17. März 2018 in Baabe

Der künstlerische Leiter Matthias Schorn, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker und Festspielpreisträger, spannt den Bogen von Kammermusik und Orchesterwerken bis zu Jazz und Volksmusik. Auch eine musikalisch-filmische Hommage wird der Insel Rügen gewidmet.

Diese Zeitreise – musikalisch-filmische Hommage findet statt am Samstag, 17. März 2018, 15 Uhr in Baabe im Haus des Gastes.

1876 verbrachte Johannes Brahms den Sommer auf Rügen um mit 43 Jahren endlich die Inspiration zu finden, seine erste Sinfonie zu vollenden. Von Sassnitz aus erwanderte er sich die Insel, erkundete die Kreidefelsen, Glowe, Juliusruh, besuchte das Kap Arkona und er komponierte. Mit Brahms‘ drittem Streichquartett und historischen Fotos begeben sich das Doric String Quartet und das Publikum auf die Spuren des Komponisten Brahms. Im Anschluss vertont das Duo DoubleBeats alte Filmaufnahmen der Insel Rügen mit Musik von Steve Reich und anderen. Diese Filmaufnahmen stammen aus der Sammlung des Landesfilmarchivs Mecklenburg-Vorpommern im Filmbüro MV in Wismar.

Die Filme aus dem Landesfilmarchiv aus dem Jahr 1937

Kreideabbau auf der Insel Rügen

Der Film zeigt die verschiedenen Vorgänge des Kreideabbaus und der -verarbeitung. Im Mittelpunkt steht die Verschlämmung der Rohkreide in einer Kreideschlämmerei des kleinen Dorfes Gummanz inmitten der Halbinsel Jasmund.
1937, Produktion: Boehner-Film Dresden, 16 mm, 11 Minuten, s/w-stumm

Fährschiffverkehr Deutschland-Schweden

Herrliche Aufnahmen vom damals gerade fertiggestellten Rügendamm, über den ein Zug donnert, von der Fahrt über die Insel, vom Hafen Sassnitz, der Überfahrt nach Trelleborg.
1937, Produktion: Boehner-Film Dresden, 16 mm, 9:30 Minuten, s/w-stumm

Historische Fotos und Filme neu arrangiert und mit Musik verbunden für den Festspielfrühling Rügen. Eine Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stralsund, dem Filmbüro MV  ̶  Landesfilmarchiv MV, der Sammlung des Stadtmuseums Bergen und der Agentur Pommerland der Insel Rügen.

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9. Tag der Archive 2018 im Landesfilmarchiv

Samstag, 3. März 2018, ab 10 Uhr, Haus 3 und 4

Jahrestreffen des Netzwerks Mediatheken 2017

Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch im Rundfunkarchiv in Frankfurt für Mecklenburg-Vorpommern vertreten

Am 30. November 2017 fand das Jahrestreffen des Netzwerks Mediatheken in den Räumen des Deutschen Rundfunkarchivs in Frankfurt am Main statt. Etwa zwanzig Vertreter unterschiedlicher Einrichtungen und Institutionen trafen sich zur Beratung über die weitere Arbeit bei der Sicherung, Bewahrung, Erschließung und Bereitstellung audiovisueller Quellen und Materialien als bedeutendes Kulturgut.

Als Auftakt präsentierten verschiedene Teilnehmer ihre jüngsten Arbeitsergebnisse:

Frau Barthel, Herr Fries, OMNIMAGO GmbH (Ingelheim und Leipzig)

Vorstellung des Digitalisierungsprojektes von unterschiedlichsten Materialien der Stiftung für das Sorbische Volk im Auftrag des Filmverbandes Sachsen. Die Vertreter berichteten über ihre Erfahrungen bei der Digitalisierung von 8 mm-Film bis Digi-Beta.

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Andreas Dan, Deutsches Rundfunkarchiv

Vortrag zum dwerft-Projekt "Semiautomatischer Befundungstisch für die Filmdigitalisierung", Andreas Dan stellte die Entwicklung des Befundungstisches mit entsprechender Software für die Analyse von zur Digitalisierung vorgesehener Filme vor.

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Margret Plank, Technische Informationsbibliothek Hannover

Bericht vom BMBF-Projekt DELFT "Digitalisierung EthnoLogischer FilmbesTand", Frau Plank erläuterte das in ihrem Hause gestartete Projekt zur Digitalisierung der etwa 40.000 Filmrollen umfassenden Hinterlassenschaft des Instituts für den wissenschaftlichen Film Göttingen.

Dr. Sebastian Stoppe, Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Universitätsbibliothek Leipzig

Bericht über die Entwicklungen beim Fachinformationsdienst für Kommunikations-, Medien- und Filmwissenschaft adlr.link in der zweiten Förderphase der DFG, das 1,3 Millionen Datensätze umfassende Rechercheportal nach Sekundärliteratur.

Diskussionsrunde

Auf der Grundlage dieser impulsgebenden Kurzpräsentationen kam es zu einem themenoffenen und sehr intensiven Austausch zwischen den Mitgliedern des Netzwerkes. Besonders der Beitrag zum halbautomatischen Befundungstisch fand reges Interesse, denn dieses Thema betrifft ein Kernproblem der über historisches Filmmaterial verfügenden Archive. Das fehlende Wissen über den Zustand der Materialien und die daraus resultierende Unsicherheit hinsichtlich des Aufwands bei dessen Digitalisierung. Alle waren sich einig, die vorgestellte Lösung könnte – weiterentwickelt – helfen, dieses Problem im Vorfeld der Digitalisierung zu lösen.

In der Diskussion wurde auch erneut deutlich, wie unterschiedlich und mancherorts unbefriedigend die Arbeitsbedingungen der mit Filmarchivierung Beschäftigten sind. Karl-Heinz Steinbruch, der Archivar des Landesfilmarchivs Mecklenburg-Vorpommern im Filmbüro MV, regte daher an, die Vertreter der Filmarchive der Bundesländer zu speziellen Arbeitstreffen zusammenbringen, um über Lösungen von ähnlichen und vergleichbaren Problemen zu beraten. Eine erste Einladung erfolgt dann auch nach Mecklenburg-Vorpommern in das Landesfilmarchiv nach Wismar.

Einigkeit bei den Teilnehmern bestand darin, dass sich das Netzwerk als Sprachrohr der vertretenen Archive und Bibliotheken im Interesse der Erhaltung des filmischen Erbes ein noch stärkeres Gehör verschaffen muss. Die Jahrestreffen des Netzwerkes Mediatheken sind dazu als Gedankenaustausch und für das Netzwerken von unschätzbarem Wert. 

Bernd Hawlat vom Deutschen Rundfunkarchiv fasste abschließend kurz die organisatorischen Neuerungen und aktuellen Themenschwerpunkte in der Arbeit der Rundfunkarchive zusammen. Karl-Heinz Steinbruch nahm bei seinem Aufenthalt in Frankfurt das Angebot zu einer Besichtigung des Rundfunkarchivs sehr gern wahr. Mehrere Stunden verbrachte er mit Friedrich Dethlefs, der ihn mit den Aufgaben des DRA und dessen Geschichte vertraut machte und ihm während eines Rundganges einige der im Archiv auf den unterschiedlichsten Speichermedien verwahrten Schätze zeigte.

Herr Dethleffs im Schellack-Archiv           Grammophon mit Schellack-Platte

Vielen Dank aus Mecklenburg-Vorpommern an die Mitarbeiter des DRA für die herzliche Gastfreundschaft, besonders an den Vorstand Bernd Hawlat und die Mitarbeiterin Ute Bach und den Mitarbeiter Friedrich Dethlefs. Sie widmeten dem Filmbüro MV und Filmarchivar Karl-Heinz Steinbruch, am Vorabend des 65. Jahrestages der Gründung des Deutschen Rundfunkarchivs sehr viel Zeit.

Das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Stifter sind die in der ARD zusammengeschlossenen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands. Das DRA wurde 1952 als "Lautarchiv des Deutschen Rundfunks" mit Sitz beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main gegründet und ist damit die erste und älteste Gemeinschaftseinrichtung der ARD. Mit der Übernahme des Programmvermögens von Hörfunk und Fernsehen der ehemaligen DDR erhielt das DRA einen zweiten Standort, seit Dezember 2000 angesiedelt auf dem Gelände des RBB, in Potsdam-Babelsberg. An beiden Standorten des Archivs sind zusammen rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Seltener Wachsrohling                            Nachkriegs-LP aus den USA

Das Deutsche Rundfunkarchiv auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main

Das Netzwerk Mediatheken ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Einrichtungen in Deutschland, die audiovisuelles Material besitzen oder dafür Sorge tragen. Das Netzwerk veranstaltet ein Jahrestreffen, auf dem aktuelle Probleme besprochen werden. Über eine Mailingliste besteht die Möglichkeit für Mitglieder des Netzwerks, alle anderen Mitglieder zu kontaktieren.

Tagung über lokal- und regionalbezogene Wissensarbeit im interaktiven Web

"Heimatforschung und die Cloud" – ist das nicht ein Widerspruch? Landesfilmarchivar in Rostock zur Tagung über lokal- und regionalbezogene Wissensarbeit im interaktiven Web

Am 3. November 2017 wurde über die Chancen und Risiken bei der Sammlung, Bearbeitung und Verbreitung heimatgeschichtlicher Daten im interaktiven Netz diskutiert. Eingeladen zum Informations- und Meinungsaustausch in die Universität Rostock hatten der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, die Universität Rostock mit der Wossidlo-Forschungsstelle für Europäische Ethnologie/ Volkskunde, das Institut für Informatik, Lehrstuhl für Datenbank- und Informationssysteme und die Universitätsbibliothek Rostock.

Podiumsdiskussion

Bereits um 1900 setzte vermehrt Heimatforschung ein und zeigte, wie Bürgerinnen und Bürger Wissen über die Landschaft schufen, in der sie lebten: sie bildeten Netzwerke. Die Fortentwicklung des Internets hat zu interaktiven Nutzungsformen geführt. Welche Chancen und Risiken tun sich dadurch für die Heimatpflege und -forschung auf, welche Initiativen gibt es? Wie rüsten sich hierfür Mecklenburg-Vorpommerns Institutionen?

In sieben Beiträgen wurde verschiedene Projekte vorgestellt:

  • Dr. Christoph Schmitt, Wossidlo-Forschungsstelle, berichtete über die Erfahrungen bei der Digitalisierung des Wossidlo-Archivs,
  • Dr. Reno Stutz warf in seinem Beitrag über die Geschichte von Chroniken und deren Schreiber einen großen Blick zurück,
  • Wilfried Steinmüller stellte ein interaktives Ortschronikenportal vor, dessen Ziel es ist, alle im Land erarbeiteten Ortschroniken zu erfassen,
  • Dr. Holger Meyer (Rostock) und Dr. Matthias Vollmer (Greifswald) stellten Ergebnisse bei der Erfassung mecklenburgischer bzw. vorpommerscher Flurnamen vor,
  • Volker Janke, Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß, gab einen Praxisbericht über die Erfassung der 300.000 Fotos, die dieses Museum vom Archiv der Schweriner Volkszeitung übernommen hat,
  • Robert Zepf, Universitätsbibliothek Rostock, zeigte Perspektiven für die digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommerns auf.

Als Fazit der Veranstaltung kann festgestellt werden, dass sich Heimatforschung und Digitalisierung durchaus nicht ausschließen. Die inzwischen im Internet vorhandenen und abrufbaren Informationen zu den unterschiedlichsten heimatgeschichtlichen Fragestellungen könnten auf herkömmlichem Wege häufig nur mit einem unvertretbar hohen Arbeitsaufwand beschafft werden. Deshalb gilt es, dass diese neuen Forschungsmöglichkeiten  auch von den Ortschronisten genutzt werden, auch wenn dadurch der Gang in die Archive nicht ersetzt werden kann.

Landespublikation "Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern"

Dr. Reno Stutz, Dr. Cornelia Nenz und Thomas Gallien

Die Veranstaltung wurde zum Anlass genommen, das neue Heimatheft "Stier und Greif" des Heimatverbandes durch Frau Dr. Nenz, 1. Vorsitzende des Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern vorzustellen. Dr. Reno Stutz, der Redaktionsleiter, und Thomas Gallien, vom Hinstorff-Verlag, dem Herausgeber der Publikation, stellten Details vor und nahmen die vielen Anregungen für die weitere Gestaltung entgegen. Die Heimathefte werden künftig zweimal jährlich erscheinen und kosten 8€ pro Heft.

Wie wichtig und notwendig diese Veranstaltungen sind, belegten die lebhaften und intensiven Diskussionen, die aufgrund des weit überschrittenen Zeitplans für das Treffen beendet werden mussten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr zufrieden und hoffen auf eine baldige Fortsetzung. Karl-Heinz Steinbruch wird dann auch wieder dabei sein, das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern vertreten und sein umfassendes Know-how vermitteln.

9. Tag der Archive 2018 – Demokratie und Bürgerrechte

Samstag, 3. März 2018, Landesfilmarchiv

Auch in diesem Jahr nimmt das Landesfilmarchiv wieder am bundesweiten Tag der Archive teil. Näheres erfahren Sie hier in Kürze.

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Archivfilmnacht zur Kulturnacht Schwerin 2017

Samstag, 28. Oktober 2017, 18 Uhr, Schwerin

Erneute Übernahme ins Landesfilmarchiv

Umweltarchiv der Hochschule Neubrandenburg übergibt rund 180 Filme

Erneut konnte das filmische Erbe des Landes im Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern bereichert werden, am 17. Juli 2017 übergab Dr. Jens Hoffmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung der Hochschule Neubrandenburg, rund 180 Filme aus dem "Umweltarchiv". Eine besondere Entdeckung dürfte dabei der Nachlaß des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann sein.

Ein Auto voller historischer Filme

Ein NDR-Fernsehbeitrag aus Neubrandenburg mit historischen Filmausschnitten war der Auslöser für die weitere Recherche. Kurzerhand verabredete Karl-Heinz Steinbruch, Landesfilmarchivar im Filmbüro MV in Wismar, ein Treffen mit Dr. Hoffmann an der Hochschule Neubrandenburg. Das dortige Studienarchiv für Umweltgeschichte des Instituts für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung beherbergt neben konventionellem Archivgut auch eine größere Anzahl analoger Filme. Die konnten bisher aber mangels geeigneter Abspieltechnik nicht durch das Institut gesichtet werden. Die beiden Einrichtungen wurden sich nach der ersten Kontaktaufnahme sehr schnell einig darüber, daß diese Filme im Landesfilmarchiv dauerhaft und fachgerecht verwahrt werden sollen. Ebenfalls kann das analoge Material nun sukzessive digitalisiert werden, was im Filmbüro problemlos möglich ist.

In Wismar: Erste Neusortierung auf dem Gelände des Filmbüro MV

Der größte Teil dieses umfassenden Zuwachses sind 16-mm-Lehrfilme aus verschiedenen Reihen, darunter Unterrichtsfilme, Berufsschulfilme, Berufsschulfilme für die Landwirtschaft oder Filme für die Ausbildung von Pädagogen. Nahezu 20 Filme im 35-mm-Format sind Bestandteil eines an das Studienarchiv abgegebenen Nachlasses des bekannten DDR-Naturfilmers Siegfried Bergmann.

Robust verwahrt: Filmischer Nachlaß Sigfried Bergmann in Stahlbehältern

Von diesen Arbeiten sind bereits einige Filme im Landesfilmarchiv erfaßt und liegen im Bestand vor. Eine weitere Entdeckung bei der ersten Durchsicht war ein 35-mm-Zweiakter aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Film über die Arbeit der "Lehrstätte für Naturschutz Müritzhof".

Bereit zur Sichtung: Der Zuwachs aus Neubrandenburg im Magazin des Landesfilmarchivs

Noch im August werden die Erschließungsarbeiten aller Filme beginnen, eine spannende Arbeit, bei der wir noch auf einige Überraschungen hinsichtlich des filmischen Erbe des Landes hoffen können.

Weitere Informationen unter: iugr.net

Unser Filmerbe – Landesfilmarchivar unterwegs für MV

Das Medium Film suggeriert Unmittelbarkeit und Wirklichkeitsnähe wie kein anderes Medium. In den vergangenen Jahren ist verstärkt ins Bewußtsein der Gesellschaft gerückt, daß historische Filmdokumente ein Teil unseres kulturellen Erbes sind. Dies gilt in verstärktem Maße auch für lokales und regionales Filmmaterial, und auch der Amateurfilm erfährt zunehmend an Beachtung. Die Erfassung, Erhaltung, Nutzung, Weiterverarbeitung und Digitalisierung historischer Filmdokumente wirft viele und brennende Fragen auf. Seinen Ausdruck findet dies unter anderem in zahlreichen Symposien, Tagungen und anderen Veranstaltungen, die sich mit der wichtigen Thematik beschäftigen.

Ende April fand in Köln eine vom Filmforum Nordrhein-Westfalen organisierte Veranstaltung zu Archivierung, Digitalisierung und Veröffentlichung des NRW-Filmerbes statt. Diese Tagung richtete sich vorwiegend an Filmemacherinnen und Filmemacher, Produzentinnen und Produzenten und versuchte Antworten auf die Frage zu finden, ob und welche von ihren hergestellten Filmen dauerhaft unter welchen Strategien aufbewahrt werden sollen.

V. l. n. r.: Karl-Heinz Steinbruch (Landesfilmarchiv MV), Susanne Altenburger, Danny Kolbe (Stadtarchiv Lüneburg)

In der Diskussion wurde festgestellt, daß die deutsche Kleinstaaterei auch auf diesem Gebiet Fluch und Segen ist. Fluch, weil es schwierig ist, eine zentrale Instanz zur Sicherung des Filmerbes zu installieren und es neben dem Bundesarchiv – Filmarchiv zahlreiche weitere Einrichtungen, Museen und Archive gibt, die sich um die Bewahrung des Filmerbes kümmern. Segen, weil sich letztgenannte Institutionen vor allem um das in ihrem Territorium entstandene filmische Archivgut sorgen, das für ein zentrales Archiv unattraktiv wäre. Die jeweiligen Bemühungen setzen dabei immer auch unterschiedliche Schwerpunkte. Vielfach bleibt es dem Zufall in allen seinen Erscheinungsformen überlassen, welcher Film den Weg in ein Archiv findet und welcher nicht. So tauchen viel zu selten Werke von Filmemacherinnen in den Rastern der Filmretter auf.

In der bisweilen kontrovers geführten Diskussion spielten natürlich auch Fragen der Digitalisierung und Archivierung eine Rolle. Letztere aus archivarischer Sicht bisweilen utopisch, was im Vorwurf der Wertermittlung und Kassation als "Bevormundung" künftiger Zuschauer gipfelte. Einigkeit bestand darin, daß der erste Schritt zur Sicherung des Filmerbes dessen möglichst vollständige Erfassung sein muß, die von Zusammenschlüssen von FilmemacherInnen, Filmbüros und Verbänden vorgenommen werden müßte. 

Babette Heusterberg (Bundesarchiv − Filmarchiv)

Mitte Mai lud die Hochschule Hannover unter dem Titel Bewegte Spuren zu einem Symposium zu historischen Filmdokumenten in Wissenschaft und Medienpraxis ein. Der Filmproduzent Gunnar Dedio (LOOKS) berichtete über seine Arbeit und den sich häufig ergebenden (auch finanziellen) Schwierigkeiten bei der Verwendung filmischen Archivgutes. Weitere Referenten, Archivare und sich archivarisch mit Filmdokumenten Beschäftigende (Babette Heusterberg, Bundesarchiv – Filmarchiv; Ralf Springer, Medienzentrum Westfalen; Anna Leippe, Haus des Dokumentarfilms Stuttgart; Peter Stettner, Filminstitut der Hochschule Hannover) berichteten über ihre Bemühungen bei der Erfassung, Sicherung, Erschließung und Nutzbarmachung filmischer Dokumente in ihrem Zuständigkeits- bzw. Sammlungsgebiet.

Besondere Aufmerksamkeit erzielte der Vortrag "Bewegtbilder als Zeitdokument: Quellenwert und Manipulierbarkeit historischer Filmaufnahmen" über die Bewegtbilder als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung von Dirk Alt, Historiker und Dokumentarfilmgestalter. Er präsentierte zum Erstaunen der Anwesenden Beispiele über die mißbräuchliche Nutzung historischer Quellen durch Ausschlachtung und Entkontextualisierung. Fabian Schmieder von der Hochschule Hannover, stellte unter dem provokanten Titel "Das Urheberrecht als Geißel des historischen Films?" die Frage, ob das Urheberrecht bei der Bewahrung, Auswertung und Nutzung historischer Filmwerke gelegentlich auch ein Hemmnis ist.

Weitere Redner sprachen über die Möglichkeiten historisch-kritischer Filmanalysen im Geschichtsunterricht (Detlef Endeward, Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung), die Wechselbeziehung zwischen Filmen und Werktagebüchern bei Naturfilmer Heinz Sielmann (Michael Sutor, Hochschule Hannover) und die vielfältigen Möglichkeiten der Gestaltung, der Wirkung und der Grenzen bewegter Bilder und deren manipulativer Kraft (Ulrike Brenning, Hochschule Hannover).

Karl-Heinz Steinbruch, der Filmarchivar im Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern im Filmbüro MV, nahm an beiden Symposien teil. Er brachte aus Köln wie auch aus Hannover viele Anregungen mit und konnte neue Kontakte knüpfen und bestehende vertiefen.

Weitere Informationen unter:

www.filmforumnrw.de

www.historische-filmbestände-in-niedersachsen.de

Blätterkatalog zu 11. Filmfest Wismar und Nautilus – Kinderfilmfest MV verfügbar!

Blättern Sie los!

Ab sofort steht der Katalog zum 11. Filmfest Wismar vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 zum durchblättern online bereit!

Film, Kunst, Fest, Eröffnung, Termine – alles drin, auf 10 Seiten. Einfach anklicken und losblättern! Ebenfalls liegt die Broschüre in Kürze an vielen Stellen in gedruckter Form aus: in Wismar, Nordwestmecklenburg, Rostock, Schwerin und vielen weiteren Orten – und natürlich im Filmbüro selbst! Kommen Sie gerne vorbei!

Aktuelle Meldung aus filmfest wismar

Katalog zum 11. Filmfest Wismar als Online-Druckversion verfügbar!

Ab sofort steht der Katalog zum 11. Filmfest Wismar vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 zum ausdrucken online bereit!

Film, Kunst, Fest, Eröffnung, Termine – alles drin, auf 24 Seiten. Einfach anklicken und los geht's! Ebenfalls liegt der Katalog in Kürze an vielen Stellen in gedruckter Form aus: in Wismar, Nordwestmecklenburg, Rostock, Schwerin und vielen weiteren Orten – und natürlich im Filmbüro selbst! Kommen Sie gerne vorbei!

Aktuelle Meldung aus filmfest wismar

Lokalgeschichte auf 8 mm

Es hat sich wieder einmal bestätigt, welchen Quellenwert historische Filme für die Heimatgeschichtsschreibung haben können:

Schon vor geraumer Zeit übergab Olaf Both, Leiter des Volkskundemuseums Schönberg, einen 8-mm-Film zur Digitalisierung dem Landesfilmarchiv. Der Film zeigt den Staffellauf, den die olympische Flamme im Jahre 1936 von Berlin nach Kiel durch den Kreis Schönberg bis in die damals noch Freie und Hansestadt Lübeck absolvierte, wobei die Aufnahmen des eigentlichen Staffellaufes durch einheimische Sportler angesichts der Aufnahmen aus dem Städtchen Schönberg und Lübeck fast zur Nebensache geraten.

Inzwischen wurden weitere 36 Filme zur Sichtung dem Archiv übergeben. Darunter war ein 16-mm Streifen, der ein heute ausgestorbenes Handwerk vorstellt, nämlich ein Film über die Arbeit in der Kiepenmacherei Paul Böttcher in Lüdersdorf aus der Zeit kurz nach 1935. Wer weiß schon heute noch, wie vor 80 Jahren aus Kiefernblöcken Spankörbe hergestellt wurden? Hier zeigt sich ein Stück Heimatgeschichte!

Die anderen Filme wurden sämtlich im 8-mm-Format vom Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg oder vom Schmalfilmstudio der Jugend Schönberg gedreht. Sie stammen wohl aus dem Nachlaß eines Filmemachers und sind auf heute nicht mehr nachvollziehbaren Wegen in das Volkskundemuseum Schönberg gekommen. Sie wurden in den Jahren 1965-1969 gedreht, sind je 2-30 Minuten lang und thematisieren vor allem lokale Ereignisse: Demonstrationen, Eröffnung und Modenschauen im Oskar-Nolze-Schwimmbad, Ernteeinsätze der Lehrer in Groß Bunsdorf, Sportfeste an Kindertagen, Veranstaltungen im Veteranenclub, Besuch der Ausstellung "Marschall Vorwärts 1806-1813" des Heimatmuseums Schönberg, Vorstellung der Möbelwerke PGH und der MTS Schönberg bis hin zu Bildern von der 750-Jahrfeier der Stadt im Jahre 1969.

Die Filme wurden im Landesfilmarchiv inzwischen inhaltlich erschlossen, neu verpackt und werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Sie können dann für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums genutzt werden und stellen mit Sicherheit eine Bereicherung für die im Aufbau befindliche neue Ausstellung des Museums dar.

Volkstümliche Tänze in MV

Sicherung und Recherche zu historischem audiovisuellen Material

Eine Kooperation von Landesfilmarchiv MV und Heimatverband MV

Aktuell arbeitet das Landesfilmarchiv im Filmbüro MV in Kooperation mit dem Heimatverband MV an dem Projekt "Sicherung und Recherche zu historischem audiovisuellen Material von volkstümlichen Tänzen in MV". Die ersten Ergebnisse der Recherche- und Archivarbeiten ergaben, daß es nur vereinzelt Filmeaufnahmen zum Thema Volkstänzen in MV gibt, u. a. Privataufnahmen und Berichte von Dorfveranstaltungen.

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Filmbüro MV ab 5. Januar wieder geöffnet

Ab Donnerstag, den 5. Januar 2017 ist das Filmbüro wieder geöffnet, die Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV öffnet ihre Türen und Kurse wieder am Montag, den 9. Januar 2017, das Landesfilmarchiv ist wieder ab Freitag, den 6. Januar 2017 zu erreichen.

Tschüss und auf Wiedersehen im Neuen Jahr!

Ein erfolgreiches und arbeitsreiches Jahr geht zu Ende und wir hier in Wismar verabschieden uns in die Weihnachtsferien. Wir  möchten uns herzlich für die vertrauensvolle und schöne Zusammenarbeit, das gute Miteinander und die Treue bedanken. Das gesamte Team im Filmbüro und der Vorstand des Mecklenburg-Vorpommern Film e. V. wünschen Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest, Zeit zur Entspannung und Besinnung. Wir freuen uns auf ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr mit Ihnen und auf viele spannende Projekte im neuen Jahr!

Ab Donnerstag, 5. Januar 2017 ist das Filmbüro wieder geöffnet, die Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV öffnet ihre Türen und Kurse wieder am Montag, den 9. Januar 2017, das Landesfilmarchiv ist wieder ab Freitag, den 6. Januar 2017 zu erreichen.

Weitere Übernahme aus dem Amateurfilmstudio der Volksmarine Rostock

Die wohl letzte Übernahme im 20. Jahr des Bestehens des Landesfilmarchivs: Am 16. Dezember 2016 holte unser Archivar noch 48 (!) Filmdosen aus Rostock, die uns vom früheren Leiter des Amateurfilmstudios der Volksmarine angeboten worden waren. Dreizehn dieser Rollen beinhalten fertiggestellte und meist vertonte Schwarz-Weiß- oder auch Farbfilme zu unterschiedlichen die Volksmarine berührenden Themen. Bei den anderen Rollen handelt es sich um Vorarbeiten, Arbeitskopien, Zusammenschnitte und Beiträge zu filmischen Veröffentlichungen anderer Studios.

Nun sicher gelagert in Wismar: 48 Filmdosen mit noch zu erschließendem Inhalt

Der Neuzugang wird zu Beginn des kommenden Jahres gesichtet, erschlossen und in den bereits bei uns bestehenden Bestand  "Amateurfilmstudio der Volksmarine Rostock" mit den Signaturen ab Nr. 2366 eingearbeitet.

UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes 2016

Ausstellung des Landesfilmarchivs in der Stadtbibliothek Wismar

Weltweit wird der 27. Oktober als Tag des audiovisuellen Erbes gefeiert. Er erinnert an die "Empfehlung zum Schutz und zur Erhaltung bewegter Bilder", die die UNESCO am 27. Oktober 1980 verabschiedet hat. Mit diesem Tag soll das audiovisuelle Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewußtsein gebracht und auf die Notwendigkeit seines Schutzes hingewiesen werden.

Bereits seit 20 Jahren besteht das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern. Es wird seitdem im Auftrag des Landes durch das Filmbüro MV organisiert und verwaltet. Das Archiv sammelt, sichert und archiviert das filmische Erbe des Landes. Auch das Landesfilmarchiv feiert den UNESCO-Welttag und präsentiert in der Stadtbibliothek Wismar im historischen Zeughaus eine Ausstellung zu unterschied-lichen Trägermaterialien von bewegten Bildern. Das reicht von klassischem Film über verschiedene Video-Bänder bis hin zur DVD. Zu sehen sind auch exotische Materialien, die nur eine kurze Zeit im Einsatz waren und von besser nutzbaren Trägern abgelöst wurden. Wir veranschaulichen den Besuchern aber auch anhand von Schäden wodurch unser wertvolles Kulturerbe bedroht ist.

Öffnungszeiten der Ausstellung des Landesfilmarchivs in der
Stadtbibliothek im Zeughaus, Ulmenstraße 15:
Mo, Di, Do, Fr von 10 bis 18 Uhr
Mi 13 bis 18 Uhr
Sa 10 bis 13 Uhr

Karl-Heinz Steinbruch, der verantwortliche Archivar des Landesfilmarchivs für Mecklenburg-Vorpommern, hat die Ausstellung konzipiert, die bereits am Montag, den 24. Oktober 2016, startet.

Im Landesfilmarchiv im Filmbüro MV lagern über 3.400 Filmrollen, Videokassetten und DVDs und dazu noch einmal etwa 6.300 Plakate, Programmhefte und Filmzeitschriften von den Anfängen des Celluloids bis heute.

Ausstellung von Filmmaterial und Plakaten im Landesfilmarchiv

Besitzen Sie vielleicht noch alte Filme, von denen Sie glauben, dass diese von allgemeinem Interesse sind? Wir freuen uns, Ihnen bei der Beurteilung und Sicherung Ihrer filmischen Schätze zu helfen und diese eventuell in das Rechercheregister oder in den Bestand des Landesfilmarchivs Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen.

Weltweit übernehmen Filmarchive die Aufgabe des Sammelns, der Sicherung und der Präsentation von filmischen Werken. In Deutschland koordinieren die wichtigsten Filminstitutionen ihre Arbeit im Kinematheksverbund, in dem auch das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern Mitglied ist. Viele Fotos, Tonaufnahmen oder Filme konnten zur Zeit des Entstehens nicht archiviert werden. Oft war man sich auch der Bedeutung des Materials für spätere Generationen nicht bewusst.
Audiovisuelle Dokumente sind heute ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes der Menschheit und einmalige Zeugnisse der Sozialgeschichte.

Wertvolle Filmneuzugänge aus Stralsund

Am 31. August 2016 konnte Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch 51 Filmrollen aus dem Stadtarchiv der Hansestadt Stralsund nach Wismar ins Filmarchiv des Landes holen.

Hintergrund des Transports war die Bitte des Direktors des Stralsunder Archivs, Dr. Dirk Schleinert, nach einer inhaltlichen Erschließung der dortigen Filme, da dem Stadtarchiv aufgrund fehlender Technik eine Sichtung mit eigenen Kräften nicht möglich ist.

Bei den 51 Kopien handelt es sich um zum Teil vertonte Filme der Formate 35-, 16- und 8-Millimeter. Als Trägermaterial konnten auf den ersten Blick Zelluloseacetat, Polyester und – zum Leidwesen des Archivars – auch die extrem feuergefährliche Nitrozellulose festgestellt werden. Letztere Filme wurden umgehend separiert und an einem anderen Ort eingelagert.

Inhaltlich handelt es sich bei der Mehrzahl der Filme um Kopien des 1984 aus Anlaß der 750-Jahrfeier der Hansestadt im Auftrag des Rates der Stadt hergestellten Films "Stralsund – Stadt am Meer" mit Kommentaren in sieben verschiedenen Sprachen!

Das Stadtarchiv in Stralsund

Andere Kopien tragen die Titel "Erneuerung von Innenstädten an der Ostseeküste der DDR", "Industriebau im Norden der DDR", "Mädchen vom Bau", "Bohrinsel im Bodden", "Delegation aus Riga im Bau- und Montagekombinat Stralsund".

Stadtgeschichtlich besonders wertvoll dürften jedoch vor allem die Nitratfilme sein:  Sie beinhalten Titel wie "Stralsund – die Inselstadt" (1927), "Stralsunds 300-Jahrfeier der Abwehr Wallensteins am 24. Juli 1928" (1928), "Reichspräsident v. Hindenburg wird auf der Fahrt zu den Flottenmanövern in Stralsund empfangen" (etwa 1929) und "Zur Sommerzeit verlassen die Segelyachten ihre Winterquartiere".

Neugierig macht aber auch der Film "Tor zum Norden" über die Ostseewoche und die 725-Jahrfeier Stralsunds im Jahre 1959.

Erst in den kommenden Wochen wird der Archivar bei der Sichtung jedes einzelnen Films Informationen über Erhaltungszustand, technische Parameter und Inhalt erlangen. Bisher hat es bei diesen Arbeiten noch immer Überraschungen gegeben, denn nicht immer war in den Filmdosen das, was der aufgeschriebene Titel vermuten ließ.

 

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