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Aktuelles

Erneut seltene historische Filmprogrammhefte im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Im Bestand nun das Programm des deutschen Stummfilms IVO DER BUCKLIGE von 1912

Bereits im letzten Jahr wurden dem Landesfilmarchiv ca. 4.500 wertvolle historische Filmbegleithefte aus der privaten Sammlung von Prof. Wolf Völker und gleich Anfang des Jahres aus Rostock eine Sammlung von Plakaten, Zeitschriften und Programmen zur Filmgeschichte in drei großen Kartons übergeben. Seit dieser Woche kann das Landesfilmarchiv erneut vom Zuwachs durch einen großen Schatz berichten:

Historische Filmprogrammhefte – am 15.6. neu in den Bestand übernommen, © Filmbüro MV

Der Sohn eines in Greifswald verstorbenen Filmenthusiasten, der die Wohnung seines Vaters kurzfristig auflösen musste, wollte dessen umfangreiche Sammlung an Materialien zur Filmgeschichte nur in gute Hände und zur sicheren Verwahrung geben. Er bot sie daher verständlicherweise dem Landesfilmarchiv an. Ihm war wichtig, das von seinem Vater in mehr als 50 Jahren Zusammengetragene zu erhalten und der Allgemeinheit zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Am 15. Juni wurden durch Mitarbeiter des Filmbüros aus der Wohnung des Vaters acht prall gefüllte Umzugskartons mit Spezialliteratur zur Geschichte des Films, mit Filmplakaten, tausenden Filmprogrammen und Fotos abgeholt.

Welche Freude löste die erste grobe Sichtung schon direkt aus den Kartons heraus aus. "Die übernommenen Filmprogramme unterschiedlichster Herausgeber werden die Sammlung des Landesfilmarchivs erheblich bereichern. Ein Schatz von hunderten seltenen Programmen aus der Stummfilmzeit wurde gehoben", so Karl-Heinz Steinbruch, Landesfilmarchivar in Wismar. Darunter sind herrliche Ausgaben zum Film "Anna Karenina" mit Greta Garbo oder den Filmen "Heimkehr" und "Geheimnisse des Orients" mit der aus Stettin stammenden Dita Parlo – alle aus dem Jahr 1928. Die ältesten bisher entdeckten Programme sind die zu den Filmen "Ivo der Bucklige" von 1912 (!) und "Das indische Grabmal" von 1921 – beide von dem Regisseur Joe May.

Historische Filmprogrammhefte: Ivo der Bucklige (1912), Anna Karenina (1928), © Filmbüro MV

Zunächst steht nun die weitere Sortierung des gesamten Inhalts der Kartons an, im Anschluss kann mit der Aufnahme der Objekte in die Datenbank des Archivs begonnen werden. Die spannende Detektivarbeit geht also weiter!

Wir danken dem Sohn des Verstorbenen für seine im persönlichen Schmerz bewahrte Weitsicht, die Sammlung seines Vaters in unsere sicheren und kompetenten Hände zu geben und somit ein Stück Kulturgeschichte zu bewahren.

Das Landesfilmarchiv erschließt, sammelt und archiviert Filme, Medienerzeugnisse, Filmbegleitmaterialien wie Programmhefte, Fotos und Plakate aus und über Mecklenburg-Vorpommern. Es gewährleistet die Erhaltung und Nutzung der für Mecklenburg-Vorpommern überlieferten Filme und sichert das audiovisuelle Erbe des Landes. Wegen der spezifischen Ausrichtung und dem im Filmbüro vorhandenen Knowhow ist das Landesfilmarchiv vom Landeshauptarchiv für die archivarische Betreuung sämtlichen filmischen Archivguts beauftragt, von der Erfassung bis zur Auswertung.

Betriebsferien im Filmbüro MV

Das Filmbüro MV macht mit seinen Einrichtungen

Filmförderung (Bestandsfälle), Medienwerkstatt Wismar, Medienkompetenzzentrum und Landesfilmarchiv

Weihnachts- und Betriebsferien!

Ab dem 11. Januar 2021 sind wir wieder für Sie da!

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

Mit herzlichen Grüßen,

das Team vom Filmbüro MV

Historische Filmprogramme in der Galerie am alten Hafen in Güstrow

Am Freitag, den 12. Juni 2020 wurde die Ausstellung mit historischen Filmheften aus der Sammlung von Prof. Wolf Völker eröffnet. Die beeindruckende Zusammenstellung von Filmhistorie kann bis zum 25. September 2020 in der Galerie am alten Hafen der Textilreinigung Güstrow besucht werden. Das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern freut sich über diese spannende Zusammenarbeit.

Lesen Sie hier den Bericht von Christian Menzel, der für den Güstrower Anzeiger der Schweriner Volkszeitung schreibt.

Ausstellung zur Filmgeschichte in Filmprogrammen

Eröffnung am Freitag, 12. Juni 2020 in Güstrow, 17 Uhr

Am Freitag, den 12. Juni 2020 wird in den Räumen der Güstrower Firma Textilreinigung Michael Trost die Ausstellung zur Filmgeschichte in Filmprogrammen eröffnet. Unter dem Motto "Kunst im alten Hafen" veranstaltet die Textilreinigung schon seit langer Zeit unterschiedliche Ausstellungen mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern sowie Schülerarbeiten der ansässigen Gymnasien.

Erarbeitet und zusammengestellt wurde die Ausstellung von Prof. Wolf Völker aus Kirch Rosin. Sie besteht aus 96 (!) Tafeln mit 354 Filmprogrammen (!) zu denen das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern im Filmbüro MV einen großen Teil an Filmprogrammen aus dem eigenen Bestand beigesteuert hat. Weiterer Unterstützer ist der Filmklub Güstrow e. V. mit dem Vorsitzenden Jens-Hagen Schwadt, er präsentiert einen historischen DEFA-Film.

Filmprogrammhefte aus dem Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern, © Filmbüro MV

Die Ausstellung zu den seltenen historischen Filmprogrammheften wird um 17 Uhr in der Speicherstraße 11a, der Textilreinigung Güstrow, eröffnet. Prof. Völker wird eine Einführung geben. Karl-Heinz Steinbruch, der Landesfilmarchivar, wird an der Ausstellungseröffnung teilnehmen. Leider ist aufgrund der Corona-Pandemie die Teilnehmerzahl auf 32 Personen begrenzt. Familien dürfen nebeneinandersitzen.

VERANSTALTUNGEN, KURSE UND WORKSHOPS FALLEN VORLÄUFIG AUS

Aufgrund der aktuellen gesundheitsbedrohenden Lage durch das neuartige Coronavirus werden unsere kommenden Kultur- und Filmveranstaltungen, (Schul-) Projekte mit der Medienwerkstatt sowie sämtliche Workshops ab sofort (13.3.2020) abgesagt.

Aktuelle Regelungen der Medienwerkstatt können Sie hier einsehen.

Dies gilt vorläufig bis zum 3.7.2020. Ausgehend von der Entwicklung der regionalen Gesundheitslage und den Empfehlungen der Landesregierung folgend werden wir den Zeitraum laufend anpassen.

Wir bitten um Ihr und Euer Verständnis.

10. Tag der Archive 2020 im Landeshauptarchiv Schwerin und im Landesfilmarchiv

Samstag, 7. März 2020, ab 10 Uhr, Landeshauptarchiv Schwerin

Sonntag, 8. März 2020, ab 10 Uhr, Haus 3 und 4

Am 7. und 8. März 2020 findet zum zehnten Mal der Tag der Archive statt. Dieses bundesweite Event soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen von Archiven lenken. Das Landesfilmarchiv MV präsentiert sich erstmals an beiden Tagen am 7. März gemeinsam mit dem Landeshauptarchiv in Schwerin und am 8. März am Sitz des Landesfilmarchivs im Filmbüro MV in Wismar. Beide Archive werden die von ihm betreuten Medien auf vielfältige Art und Weise präsentieren. Gemäß dem diesjährigen Motto "Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet" können sich die Besucher*innen auf einen Überblick über die Entwicklung in den letzten einhundert Jahren freuen.

Das Landesfilmarchiv erschließt, sammelt und archiviert Filme, Medienerzeugnisse, Filmbegleitmaterialien wie Programmhefte, Fotos und Plakate aus und über Mecklenburg-Vorpommern. Es gewährleistet die Erhaltung und Nutzung der für Mecklenburg-Vorpommern überlieferten Filme und sichert das audiovisuelle Erbe des Landes. Wegen der spezifischen Ausrichtung und dem im Filmbüro vorhandenen Knowhow ist das Landesfilmarchiv vom Landeshauptarchiv für die archivarische Betreuung sämtlichen filmischen Archivguts beauftragt, von der Erfassung bis zur Auswertung.

  • mehr als 7.500 verzeichnete Filmtitel in der Datenbank
  • mehr als 7.100 Stück verschiedene filmbegleitende Werbematerialien (Programmhefte, Szenenfotos, Pressematerialien, u. a. aus den 1920er Jahren)
  • 4.325 Plakate, u. a. besonders wertvolle Originalplakate
  • Filmtechnik von historisch bis digital

Das Programm zum Tag der Archive ansehen

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Archivfilmnacht zur Kulturnacht Schwerin 2019

Samstag, 26. Oktober 2019, ab 18 Uhr, Schwerin

Foto: © H. P. Krüger

Am letzten Samstag im Oktober, dieses Jahr am 26.10.2019, lädt die Landeshauptstadt Schwerin traditionell zur KULTURNACHT ein. Die Besucher können vielfältige Veranstaltungen in Museen, Galerien, Ateliers, Kunstvereinen und Spielstätten erwarten. In der Aula der Volkshochschule in der Puschkinstraße präsentieren Stadtarchiv Schwerin und Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern Historisches. Aus dem Stadtarchiv Beiträge aus dem DDR Fernsehen, aus dem Landesfilmarchiv einen sehr spannenden Rückblick auf die Arbeit der Landesregierung im Jahr 2000 (dieser wurde bisher noch nie öffentlich vorgeführt).

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Das Filmbüro MV präsentiert sich beim Tag der offenen Tür der Landesvertretung MV in Berlin

Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober 2019 lud die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin zu einem Familienfest rund um das Thema "Film und Medien" ein. Das Filmbüro MV präsentierte vor Ort seine drei Tätigkeitsschwerpunkte – die Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Medienwerkstatt Wismar sowie das Landesfilmarchiv MV.

Der Stand der Filmförderung und des Landesfilmarchivs MV.

Im Garten der Landesvertretung versorgt das Team der Medienwerkstatt Wismar die Jüngsten mit witzigen Fotos zum Mitnehmen und spannenden Kinderfilmen.

Im Gespräch mit interessierten Besuchern.

Das Gelände füllt sich.

Besonders viel Anklang finden die alten Filmrollen zum Anfassen aus dem Landesfilmarchiv.

Sabine Matthiesen, Gesine Ploen und Andros Schakau vom Filmbüro MV im Gespräch mit Viktoria Schiemann (Leiterin Projektgruppe Filmförderung in der Staatskanzlei MV), Dr. Heiko Geue (Chef der Staatskanzlei MV) und Dr. Antje Draheim (Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund) (v.l.)

Weitere seltene historische Filmprogrammhefte im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Im Archivbestand nun das Programm des deutschen Stummfilms VIOLANTHA von 1926

Nach zwei bedeutenden Schenkungen von Filmbegleitheften Anfang des Jahres, übergab Prof. Wolf Völker dem Landesfilmarchiv weitere mehr als 1.000 historische Filmprogrammhefte zur Aufnahme in den Archivbestand. Mittlerweile hat Prof. Wolf Völker dem Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch ca. 4.500 wertvolle Zeitzeugnisse aus seiner privaten Filmprogramm- und Filmbegleitmaterialsammlung übergeben. Aktuell sind es mehrere Jahrgänge von Filmzeitschriften und zahlreiche Werbematerialien.

Große Freude bei Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch und dem Team des Filmbüro MV, konnte doch ein weiterer echter Schatz aus den 20er und 30er Jahren "gehoben" werden. Dabei handelt es sich um mehr als 1.000 Filmprogramme zu deutschen und internationalen Filmproduktionen, wertvolle Zeugnisse aus dieser bewegten Zeit. Das älteste Programm in der Sammlung des Landesfilmarchivs ist nun das zum deutschen Stummfilm VIOLANTHA aus dem Jahr 1926 mit Henny Porten in der Hauptrolle.

 

Bei den Zeitschriften handelt es sich um Ausgaben der Jahre 1938 bis 1940. U.a. um Exemplare von "Im Scheinwerfer", der so genannten Beilage in der Zeitschrift "Filmwelt". Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Ausgaben der Wochenzeitschrift "Der Stern", der sich vor
allem mit Film, Frauen und Glamour beschäftigte und nur 1938 und 1939 erschienen ist. Darüber hinaus befinden sich in der Schenkung auch die letzten Jahrgänge des kulturellen Massenblattes der DDR "Filmspiegel". Auch einige Plakate sind unter den Werbematerialien und werden in den Bestand eingearbeitet.

Wir sagen erneut Herzlichen Dank bei Prof. Völker für diese weitere großzügige Schenkung und wir garantieren im Landesfilmarchiv in Wismar die beste Aufbewahrung. Wann immer die Türen des Archivs geöffnet werden, wird auch dem interessierten Publikum der Schatz präsentiert werden. Wir dürfen weiter gespannt bleiben, denn erneut hat Prof. Völker weitere Schenkungen angekündigt.

Historisches Filmmaterial gesucht

Besitzen Sie vielleicht noch alte Filme, von denen Sie glauben, dass diese von allgemeinem Interesse sind? Wenn ja, dann bieten wir ihnen die Möglichkeit der Kopierung und/ oder Hinterlegung im Landesfilmarchiv sehr gerne an. Ihre 16- und 35mm-Filme können Sie sich, je nach Andrang, gleich am Schneidetisch ansehen.

Das Landesfilmarchiv erschließt, sammelt und archiviert Filme, Medienerzeugnisse, Filmbegleitmaterialien wie Programmhefte, Fotos und Plakate aus und über Mecklenburg-Vorpommern. Es gewährleistet die Erhaltung und Nutzung der für Mecklenburg-Vorpommern überlieferten Filme. Veranstaltungen mit Partnern inner- und außerhalb des Landes MV machen das Archivgut einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Zugleich ist das Landesfilmarchiv Anlaufstelle und Ausgangspunkt für Recherchen von Produktionsfirmen, Sendeanstalten, Forschungseinrichtungen u.a.m., die das vorhandene filmische Material nutzen. Zu Sichtungszwecken von analogem Filmmaterial verfügt das Archiv über einen noch erhaltenen, funktionsfähigen professionellen Schneidetisch (16- und 35mm, Baujahr 1986).

Kontakt zum Landesfilmarchiv aufnehmen

Drei Tage Film total in Wismar –
das Filmprogramm ist online

Am 20. Juni heißt es wieder FILM AB! in Wismar, ab sofort steht das gesamte Film- und Rahmenprogramm für Sie online zur Verfügung. Jede Menge Kurz- und Langfilme aus unterschiedlichen Genres, von jungen und erwachsenen Filmemacher*innen gibt es zu entdecken. Und damit nicht genug, die Besucher*innen von NAUTILUS, ob klein oder groß, können sich ausprobieren, vor und hinter der Kamera, teilnehmen an Workshops zur Medienbildung, Netzwerktreffen, in die neuesten Entwicklungen bei Augmented- und Virtual-Reality reinschnuppern, und, und…

Im Anschluss an das Filmprogramm der jungen Filmemacher*innen werden die vom Land geförderten Filme präsentiert, in beeindruckender Vielfalt und mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern.

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Weitere seltene historische Filmprogrammhefte im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Bereits kurz nach dem ersten wertvollen Zugang von mehr als 3.000 historischen Filmprogrammheften in das Landesfilmarchiv MV, übergab Prof. Wolf Völker dem Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch in dieser Woche weitere Stücke aus seiner privaten Filmprogramm- und Filmbegleitmaterialsammlung. Diesmal handelt es sich um hunderte Kinderfilmprogramme der DDR und mehrere Programme der unmittelbaren Nachkriegszeit aus den westlichen Besatzungszonen.

Der Filmkurier

Dazu kommen zahlreiche weitere bisher unbekannte oder in Vergessenheit geratene Werbematerialien aus den Nordbezirken der DDR. U.a. die vielen Film- und Kinoinformationen der zehn Sommerkinos und elf Freilichtbühnen im Bezirk Schwerin, mit denen alljährlich Einheimische und Urlauber zu spannender, unterhaltsamer und turbulenter internationaler Filmkost geladen wurden.

Kinderfilmprogramme der DDR

Ein besonderer Schatz ist dabei die Übernahme der kompletten Jahrgänge 1954-1974 der Filmzeitschrift "Filmspiegel" (erschienen von Januar 1954 bis März 1991). Mit dem bereits im Landesfilmarchiv vorhandenen Bestand wird die Sammlung dieser beliebten Zeitschrift beträchtlich erweitert. Seit dieser Woche sind nur noch einige wenige Lücken ab 1975 zu schließen. Gleich der erste Blick in den "Filmspiegel" 1/1954 war eine schöne Überraschung. Der erste Artikel im Heft stellt mit einem Bericht über die Dreharbeiten zu "Kein Hüsung" nach der Verserzählung von Fritz Reuter einen Bezug zu unserem Land her. Weitere Berichte über in Mecklenburg oder Vorpommern gedrehte Filme (u.a. Mord ohne Sühne, Der neue Fimmel, Hatifa) konnten schon beim ersten Blättern in den Heften aufgespürt werden.

Der Filmspiegel

Zu den übernommenen Zeitschriften zählt auch "Treffpunkt Kino" in der kompletten Überlieferung der von 1970-1977 erschienenen Zeitschrift sowie der "Filmkurier" mit einer Anzahl der von 1957-1965 monatlich erschienenen Ausgaben. Erneut befinden sich auch einige Programme der "Camera" dabei, den Programmen des staatlichen Filmarchivs der DDR.

Wir bedanken uns erneut herzlich bei Prof. Völker für diese weitere großzügige Schenkung und wir garantieren im Landesfilmarchiv in Wismar die beste Aufbewahrung. Wann immer die Türen des Archivs geöffnet werden, wird auch dem interessierten Publikum der Schatz präsentiert werden. Darüber hinaus dürfen wir gespannt bleiben, denn Prof. Völker hat weitere Schenkungen angekündigt.

Über 3.000 (!) historische Filmprogrammhefte neu im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Gleich zu Beginn beschert das Jahr 2019 dem Landesfilmarchiv in Wismar den ersten wertvollen Zugang – am 1. Februar wurden mehr als 3.000 historische Filmprogrammhefte aus einer privaten Filmprogramm- und Filmbegleitmaterialsammlung übernommen.

Prof. Wolf Völker, Historiker und von Kind an ein leidenschaftlicher Sammler von Filmprogrammen, ist diese Schenkung zu verdanken. Während des Deutschen Archivtages 2018 in Rostock, bei dem sich unter anderem auch das Filmarchiv MV vorstellte, zählte auch Prof. Völker zu einem der zahlreichen interessierten Besucher. Am Informationsstand des Landesfilmarchivs kam es mit Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch zum Austausch und Fachsimpeln und es stellte sich heraus, dass Prof. Völker hunderte filmhistorische Programmhefte bewahrt hat. Er erklärte sich schnell bereit, alle seine Dubletten kostenlos an das Archiv abzugeben.

Bei der Übernahme war die Freude auf Seiten des Archivars groß – lag doch vor ihm ein wahrer Schatz. Unter den mehr als 3.000 (!) übernommenen Programmen stammen allein 408 (!) Stück aus der Zeit von 1932 bis 1945 (Illustriertes Film-Programm, Illustrierter Film-Kurier, Illustrierte Film-Revue, Illustrierter Film-Spiegel). Das sind von 1.838 überhaupt erschienenen Stück Illustrierten ca. 22% der Ausgaben. Der älteste Film, zu dem ein Programm übergeben wurde, kam Anfang 1933 in die Kinos.

Etwa 2.450 Hefte stammen aus den Jahren 1946-1990 (Illustrierter Film-Kurier, Progress-Filmillustrierte, Progress Filmprogramme, Film für Sie). Besonders ist die nahezu vollständig (99%) überlieferte Edition der Filmprogramme der sowjetischen Besatzungszone und der DDR im Zeitraum 1949-1975. Es fehlen lediglich etwa 20 Programme aus den aufgeführten Ausgabeserien. Aus den Jahren 1976 und 1977 gibt es keine Programme, Ende 1977 wurde die Ausgabe von Programmen bis auf einige Kinderfilmprogramme eingestellt.

Diese Begleithefte zu Kinofilmen enthalten Angaben zur Handlung eines Filmes, zur Rollenbesetzung und zum Drehstab. Sie belegen, wann welche Filme in den Kinos liefen und waren für viele Filmfreundinnen und Filmfreunde die einzige Möglichkeit, nähere Informationen zu den gesehenen Filmen zu erlangen. Sie waren für wenig Geld an den Kinokassen erhältlich. Heute stellen sie eine ideologiegeschichtliche, kunst- und kulturhistorische Quelle dar und wecken zudem bei Leserinnen und Lesern sowie Betrachterinnen und Betrachtern vielfältige Erinnerungen.

Da die Praxis der Filmprogramme jedoch in den 1960er und 1970er Jahren nach und nach eingestellt wurde, sind diese kleinen Publikationen begehrte Sammlerobjekte und werden heute in der Regel zu einem Mehrfachen des ursprünglichen Verkaufspreises gehandelt.

Darüber hinaus übereignete Prof. Völker dem Archiv hunderte Kinderfilmprogramme der DDR und zahlreiche Filmplakate. Eine zweite Übergabe ist bereits geplant, dann sollen weitere Programme und mehr als zwanzig Jahrgänge der beliebten Filmzeitschrift "Filmspiegel" übergeben werden.

Wir bedanken uns herzlich bei Prof. Völker für diese Schenkung, das Land Mecklenburg-Vorpommern ist um einen echten Schatz reicher und wir garantieren im Landesfilmarchiv in Wismar die beste Aufbewahrung. Wann immer die Türen des Archivs geöffnet werden, wird auch dem interessierten Publikum der Schatz präsentiert werden.  

Für weitere, interessante Informationen verweisen wir auf die privat betriebene Webseite www.flimmerkiste.bplaced.net. Es handelt sich um eine Film-Homepage für alle Freunde des Films aus dem Osten und führt die Programmeditionen auf.

Landesfilmarchiv als Bote für Mecklenburg-Vorpommern

Das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten Jahren, dank der vielfältigen und stetigen Öffentlichkeitsarbeit und der erfolgreichen Netzwerkarbeit zu einer wichtigen Quelle für Recherchen nach historischem Filmmaterial entwickelt. Ein lebendiges Archiv, das Dienstleistungen für Profis bereitstellt und ebenso Anlaufstelle für Privatpersonen ist. Aktuell kann die erfolgreiche Vernetzungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit des Landesfilmarchivs, bzw. des Filmbüro MV, der letzten Jahre an zwei Beispielen erläutert werden.

Fall 1: Stralsund & Rügen wiederentdeckt – Historische Filmschätze von 1910-1977

DVD, Herausgeber: filmwerte GmbH Potsdam

Stralsund & Rügen ist die aktuelle Region, die in der neuesten Ausgabe der erfolgreichen DVD-Edition mit historischen Filmdokumenten erschienen ist. Das Besondere daran ist, dass sich zwei Filme auf der DVD befinden, zu denen das Landesfilmarchiv MV das Ausgangsmaterial zur Verfügung stellte. Wir konnten dem Herausgeber eine Auswahl an in Frage kommenden filmischen Dokumenten übermitteln, zwei Dokumentarfilme wurden ausgewählt und die Firma filmwerte hat sie professionell digitalisieren lassen. Ein Digitalisat befindet sich nun auch im Landesfilmarchiv MV. Obwohl das Landesfilmarchiv selbst keine Rechte an den Filmen hatte, konnte es zur weiteren Verwendung beisteuern und an die Rechteinhaber weiterleiten.

"Fährschiffverkehr Deutschland-Schweden"

Diesen Unterrichtsfilm von 1937 hat das Landesfilmarchiv 2014 bei der Notübernahme von der Kreismedienstelle Grevesmühlen übernommen. Der Film war von Boehner-Film Dresden produziert worden, dessen Rechte die Agentur Karl Höffkes innehat, ohne jedoch eine Kopie selbst zu besitzen. So wie es aussieht, verfügt nur das Landesfilmarchiv über eine der wenigen – wenn nicht die einzige – erhaltene(n) Kopie(n). Herr Höffkes hat der Potsdamer Firma filmwerte die Rechte eingeräumt.

"Tor zum Norden"

Dieser Film wurde 1959 vom Filmstudio der Volkswerft Stralsund produziert. Die vom Landesfilmarchiv zur Verfügung gestellte Kopie ist Eigentum des Stadtarchivs Stralsund. Dessen Filme liegen nach der Erschließung im Landesfilmarchiv. Ob die Filme dauerhaft als Depositum ins Landesfilmarchiv übernommen werden, ist noch nicht entschieden. Die vorliegende Kopie ist mit Sicherheit die einzige noch erhaltene. Rechteinhaber an dem Film ist die MV Werften Wismar GmbH, auch sie hat die Genehmigung zur Verwendung des Films an die Firma filmwerte erteilt.

Die DVD ist zum Kauf im Shop der Ostsee-Zeitung und auch direkt über die filmwerte GmbH erhältlich.

Den Trailer zur DVD ansehen

 

Fall 2: Urlaub und Ferien in der DDR – fernsehkombinat Leipzig GmbH

Ein ähnlich gelagerter Fall ist gerade in der Bearbeitung. Die fernsehkombinat Leipzig GmbH recherchiert aktuell Filme zum Thema Urlaub und Ferien in der DDR. Aus der durch das Landesfilmarchiv bereitgestellten achtseitigen Filmliste wurde bereits Interesse an 23 Filmen geäußert. Von diesen befinden sich zwölf dauerhaft und elf nur vorübergehend im Archiv, die Rechteinhaber sind u.a. das Volkskundemuseum Schönberg, das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock und das nicht mehr existierende Stadtgeschichtsmuseum Schwerin. Sobald die Einverständnisse der Rechteinhaber vorliegen, werden diese Filme nach Leipzig zur Digitalisierung verschickt. Damit verbunden ist natürlich keine Rechtevergabe, die Rechte muss sich das fernsehkombinat Leipzig bei den insgesamt sieben verschiedenen Inhabern selbst einholen.

Eine schöne Weihnachtszeit und auf Wiedersehen im neuen Jahr

88. Deutscher Archivtag in Rostock

"Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!"

Landesfilmarchiv präsentiert Filmgeschichte MVs

Vom 25. bis 27. September 2018 fand der 88. Deutsche Archivtag zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. Premiere feierte auch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock als gastgebende Stadt im Jubiläumsjahr (800. Jahrestag der Ersterwähnung Rostocks, 600. Jahrestag der Gründung der Universität Rostock). Über 700 Archivarinnen und Archivare aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kamen nach Rostock, um in zahlreichen Diskussionsrunden, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen nicht nur über das diesjährige Rahmenthema zu beraten. Auch der persönliche Austausch und das Netzwerken wurde von den Archivarinnen und Archivare ausgiebig allen den drei Tagen genutzt.

Ralf Jacob, Vorsitzender des VdA und Karl-Heinz Steinbruch, Leiter des Landesfilmarchivs MV

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern als korporatives Mitglied des VdA, nutzten diese Gelegenheit, sich und ihre Arbeit im Stadthallenfoyer in der VdA-Lounge vorzustellen. Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch reiste mit geballtem Informationsmaterial an: mit Roll-up, einer Stellwand mit Werbematerialien von in Mecklenburg-Vorpommern gedrehten Filmen, einem historischen Filmprojektor zum Anfassen und der Präsentation von vier historischen Filmen aus dem Bestand des Landesfilmarchivs in der Dauerschleife. Über die Leinwand flimmerten "Der Seiler" (1935), "Kreidegewinnung auf Rügen" (1937), "Schwerin" (1959), "Rostock zwischen Gestern und Morgen" (1978). Diese lebendige Präsentation erregte bei den Besucherinnen und Besuchern große Aufmerksamkeit.

Vom Veranstalter waren jeweils zwei Präsentationsstunden vorgesehen, doch diese reichten bei weitem nicht aus, und so war der Landesfilmarchivar ganztags im Einsatz. Abgesehen von einigen Fachvorträgen, die er besuchte, war er mit vielen Berufskolleginnen und -kollegen im Gespräch. Thema war u.a. die Entstehung und die Geschichte des Landesfilmarchivs, insbesondere  seine Zuständigkeit und seine Sammlungsschwerpunkte. Besonderes Interesse gab es zur vorhandenen Technik und deren Erhaltung im Landesfilmarchiv in Wismar sowie zum aktuellen Dauerthema, der Digitalisierung von Original-Filmkopien und von analogem Bandmaterial. Viele Fragen bezogen sich auch auf die Möglichkeiten der Präsentation von historischen Filmen oder deren Nachnutzung durch Filmproduzentinnen und -produzenten, für die Forschung, die Landesgeschichte, die Ortsgeschichte sowie die Kulturgeschichte.

Fachgespräch, v.l.n.r.: Tobias Sofka, Vorsitzender des Landesverbandes MV des VdA, Dr. Kathleen, Jandausch, Landeshauptarchiv Schwerin, Dr. Angela Hartwig, Universitätsarchiv Rostock

Kontakte innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns wurden neu geknüpft oder vertieft, sodass bald ein weiterer Zuwachs an Filmen und Werbematerialien im Bestand erfolgen wird. Verabredet wurden auch gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Archiven des Landes. Das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich einem breiten Fachpublikum  ?  gelungene drei Tage für das Landesfilmarchiv und auch das Land Mecklenburg-Vorpommern.

v.l.n.r.: Vertreter des Archivs der sozialen Demokratie Bonn – Friedrich-Ebert-Stiftung und Karl-Heinz Steinbruch, Leiter des Landesfilmarchivs MV

Der 88. Deutsche Archivtag 2018 verband traditionelle mit innovativen und modernen Kongresselementen und lud mit neuen Veranstaltungs- und Präsentationsformaten zum aktiven Mitmachen oder zu ausführlicher Betrachtung ein. Eröffnet wurde der Archivtag 2018 durch Kulturministerin Birgit Hesse und durch den Vortrag von Hans-Christian Ströbele (MdB von 1998-2017) zum Thema Geheimdienstakten ins Bundesarchiv – Neuregelung des Archivrechts. Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Archivwesen, Journalismus, Politik und Wissenschaft diskutierten zum Thema Überlieferungen und Erforschung der Geheimdienste. In zahlreichen Sitzungen, Workshops und Fortbildungen wurde das Rahmenthema "Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!" aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Eine zentrale Frage war, wie sich das archivarische Selbstverständnis vor dem Hintergrund von Open Data, "Fake News" und anderen Entwicklungen verändert.

Parallel fand auch die ARCHIVISTICA als größte Fachmesse für Archivtechnik in Europa statt. Firmen u.a. aus den Bereichen EDV, Mikroverfilmung, Digitalisierung, Fototechnik, Restaurierung/ Konservierung sowie Fachverlage präsentieren ihre Produkte, Innovationen und Dienstleistungen.

Kino-Geschichte aus drei Jahrzehnten – Erschließung des wertvollen Zuwachses an Werbematerialien im Landesfilmarchiv MV abgeschlossen

Im Mai 2018 übergab Frau Angelika Meyer aus Wismar ca. 1.000 Stück historische Filmprogrammhefte, die sie seit ihrem 20. Lebensjahr im Besitz hatte. Es stellte sich heraus, dass die Sammlung aus den 50er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand. Sie waren unter den Titeln "Progress-Filmillustrierte" (1950-1957), "Progress-Filmprogramm" (1957-1966) und "Film für Sie" (1966-1977) herausgegeben worden. Die ältesten Programmhefte stammen noch aus der Zeit, in der die Firma Progress, der Filmverleih der DDR, noch ein deutsch-sowjetisches Unternehmen war, weshalb auf manchen Programmen neben dem Logo von Progress auch das von Sovexportfilm zu sehen ist.

Die Erschließung dieses kleinen Schatzes an Filmprogrammheften konnte Ende Juli abgeschlossen werden. Bei den mehr als 1.000 Exemplaren waren – wie nicht anders erwartet – viele schon im Besitz des Filmarchivs. Aber von etwa 15 % der übernommenen Programme gab es im Filmarchiv zwar bereits Werbematerialien, wie Szenenfotos und Werberatschläge, jedoch noch keine Programme und  weitere 15 % der Programme stellten überhaupt die ersten Werbematerialien zu diesen Filmen dar. Die Übergabe führte also zu einer echten Bereicherung der Programmsammlung des Filmarchivs. Wir bedanken uns nochmals herzlich bei Frau Angelika Meyer für die Schenkung.

Gern stehen wir für Anfragen, Übernahmen von historischem Filmmaterial und auch Begleitheften zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

Fritz-Bley-Ausstellung im Stadtarchiv Wismar – Zeichnungen und Filmprogramme

Fritz Bley (1902-1965) studierte Architektur, Malerei und Grafik. Auf seinen zahlreichen Reisen durch die DDR kam er mit seiner Familie auch mehrfach nach Wismar, wo er insbesondere die Werft und deren Umfeld zeichnerisch im Bild festhielt. Beruflich war er vor allem als Buchillustrator tätig, arbeitete auch viel für Progress – den Filmvertrieb der DDR – und schuf zahlreiche Filmprogramme, die es zu nahezu jedem Film als Begleitmaterial zu kaufen gab.

"Der Spieler"                                           "Du mußt nicht einsam sein"

Im Stadtarchiv Wismar stellte Fritz Bleys Schwiegertochter von April bis Juni 2018 einige der Arbeiten aus. Unter den Werken sollten neben Stadt- und Werftansichten aus Wismar auch einige Entwürfe zu Filmprogrammen sein. Bei der Ausstellungsvorbereitung entstand die Idee, diesen Zeichnungen Original-Filmprogramme gegenüberzustellen. Karl-Heinz Steinbruch, der Archivar im Landesfilmarchiv MV stöberte in seinen Beständen und konnte in den Werbematerialien von Progress zahlreiche historische Filmprogramme finden, die auf Entwürfe von Fritz Bley zurückgehen.

"Soldaten ohne Uniform"                         "Abenteuer im Roten Meer"

Nicht nur bei Frau Bley und den beiden Archivaren, Dr. Nils Jörn und Karl-Heinz Steinbruch, sondern auch bei zahlreichen Besuchern gab es Aha-Erlebnisse, wenn zu den Zeichnungen Pendants in den Filmprogrammen entdeckt wurden. U.a. bei "Der Spieler" (Frankreich/ Italien 1958), "Kinder von Hiroshima" (Japan 1952), "Der weite Weg" (Sowjetunion 1956), "Du mußt nicht einsam sein" (Sowjetunion 1961), "Soldaten ohne Uniform" (Rumänien 1960) oder "Die Hundsköpfe" (?SR 1954).

Filmfest Wismar:
Die Filmförderung MV lädt herzlich ein!

Filme aus, über und für Mecklenburg-Vorpommern

Freitag, 29.6. bis Sonntag, 1.7.2018

Geschafft! Nur noch ein Tag bis Beginn: Gesine Ploen und Sabine Matthiesen von der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern

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Das Filmprogramm zum 12. Filmfest Wismar und Kinderfilmfest NAUTILUS

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 wird Wismar ein Wochenende lang Filmstadt. Freuen Sie sich auf ein Sommerfilmfestival für Jung und Alt. Wir präsentieren vom Land geförderte Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres, speziellen Handschriften der Filmemacherinnen und Filmemacher und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern – die FilmSCHAU der Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Eröffnung am Freitag, den 29. Juni, präsentieren wir in der Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere den durch die Kulturelle Filmförderung des Landes geförderten Dokumentarfilm DER LETZTE JOLLY BOY von Regisseur Hans-Erich Viet. Das Portrait des 97-jährigen Shoa-Überlebenden Leon Schwarzbaum, ein dokumentarisches Roadmovie durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart mit einem Mann, der als Jugendlicher mit seiner "Boygroup", den JOLLY BOYS, amerikanischen Swing interpretierte. Leon Schwarzbaum wird gemeinsam mit Regisseur Hans-Erich Viet zur Eröffnung anwesend sein.

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Über 1.000 (!) historische Filmprogrammhefte neu im Landesfilmarchiv MV aufgenommen

Gleich zu Beginn des Monats Mai 2018 gab es im Landesfilmarchiv im Filmbüro MV eine schöne Überraschung. Frau Angelika Meyer aus Wismar rief an und fragte, ob die Übernahme von historischen Filmprogrammheften möglich sei, denn sie sammele diese bereits seit ihrem 20. Lebensjahr und hätte ca. 500 Stück in ihrem Besitz.

Das Interesse von Karl-Heinz Steinbruch, dem Landesfilmarchivar, war sofort geweckt und er verabredete sich umgehend mit Frau Meyer. Zum Besuch hatte er gleich eine große leere Kiste dabei und freute sich riesig darüber, daß Frau Meyer bereits alles gut für den Transport vorbereitet hatte. Die Hefte lagen fein säuberlich gestapelt auf ihrer Treppe und Karl-Heinz Steinbruch mußte sie nur noch einpacken.

Die Neuzugänge bei der ersten Sichtung im Landesfilmarchiv

Zurück im Landesfilmarchiv wurden die Programme nach Größe sortiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Sammlung sogar aus mehr als 1.000 Stück aus den 50er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand. Sie waren unter den Titeln "Progress-Filmillustrierte" (1950-1957), "Progress-Filmprogramm" (1957-1966) und "Film für Sie" (1966-1977) herausgegeben worden. Die ältesten Programmhefte stammen noch aus der Zeit, in der die Firma Progress, der Filmverleih der DDR, noch ein deutsch-sowjetisches Unternehmen war, weshalb auf manchen Programmen neben dem Logo von Progress auch das von Sovexportfilm zu sehen ist.

Dieser kleine Schatz an Filmprogrammen wird in den nächsten Wochen in die Sammlung des Landesfilmarchivs eingearbeitet und ist eine wesentliche Bereicherung der Sammlung. Wir bedanken uns nochmals herzlich bei Frau Angelika Meyer für die Schenkung.

Gern stehen wir für Anfragen, Übernahmen von historischem Filmmaterial und auch Begleitheften zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

Internationaler Museumstag auf dem Denkmalhof Bechelsdorfer Schulzenhof

Sonntag, 13. Mai 2018, ab 14 Uhr, Freilichtanlage Bechelsdorfer Schulzenhof

Filmprogramm, Führung und Aktivitäten für Kinder bei freiem Eintritt!

Und: Bauernbrot (Natursauerteig) aus dem Lehmofen, Kaffee un Platenkauken (frischer Blechkuchen)

Eine Veranstaltung des Landesfilmarchivs im Filmbüro MV in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Schönberg

 

 

14 Uhr
Film ab! auf der Diele des Bauernhauses

Filme aus der Schatzkiste des Schönberger Museums – erstmals auf der Leinwand zu sehen

Modenschau

Der Film zeigt Bilder einer Modenschau im Schwimmbad mit anschließendem Badebetrieb.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:05 min, sw-stumm, 1965

"Ernteeinsatz – Lehrer in Groß Bunsdorf" – Teil 1

Ein Traktor zieht einen Mähbinder, Personen stellen die Garben zu Hocken auf, Männer und Frauen waschen sich nach getaner Arbeit mit dem Wasserschlauch.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:40 min, Farbe-stumm

"Ernteeinsatz – Lehrer in Groß Bunsdorf"  – Teil 2

Personen beladen einen Pferdewagen mit Getreidegarben und fahren auf einen Hof. Die Pferde werden ausgespannt, in den Stall geführt, die Lehrer machen eine Pause und schaufeln anschließend gedroschenes Getreide in einer Scheune.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 1:45 min, sw-stumm, 1966

MTS Schönberg

Bilder von der MTS Schönberg, der Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen und anschließend Aufnahmen von einem Entenmastbetrieb.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 2:40 min, sw-stumm

Ringreiten

Zunächst wird im Wald ein Gestell ähnlich eines Hochsitzes zusammengenagelt. Es folgt eine Aufnahme von einem Plakat, das zum Ringreiten mit anschließendem Reiterball einlädt. Eine Blaskapelle marschiert, gefolgt von Reitern, der Film endet mit Aufnahmen von Reitern und Zuschauern in einem Wald.

Produktion: Schmalfilmzirkel beim Klub der Werktätigen Schönberg, 8 mm, 4:30 min, sw-stumm                                          

Ein unverhoffter Besuch

Auf einem Bahnhof fährt ein Doppelstockzug ein. Ein Schild suggeriert, daß er nach Dresden fährt. Unterdessen bringt ein Postbote in Schönberg der Familie Bolten um 12 Uhr ein Telegramm, in dem Georg und Margot Meier für 13 Uhr ihr Kommen ankündigen. Der Mann bleibt unbeirrt am Tisch sitzen und arbeitet weiter, während die Frau beginnt, Staub zu saugen und aufzuräumen. Dann rasiert sich der Mann, während die Frau in dem fast leeren Kühlschrank nach Nahrungsmitteln sucht, schließlich eine Dose findet, diese öffnet und auf den Tisch stellt. Auch sie geht ins Bad, um sich zurechtzumachen, während der Hund die Dose leerfrißt. Als die Gäste klingeln, werden sie freudig eingelassen.

Produktion: Kreisarbeitsgemeinschaft Amateurfilm Grevesmühlen, 16 mm, 3:50 min, sw-stumm (Ton: Marschmusik auf separatem Magnettonband), 1975

Kiepenmacherei – Herstellung von Spankörben

Der Film zeigt die Herstellung von geflochtenen Körben in der Korbflechterei Paul Böttcher in Lüdersdorf, vom Sägen und Spalten dicker Stämme bis hin zum Gebrauch der Körbe auf einem Gemüsemarkt. Hinweise auf das Originalformat und dessen Verbleib existieren nicht.

Produktion: Kreisbildstelle Schönberg in Mecklenburg, 16:35 min, sw-stumm, um ca. 1935

Filme aus dem Landesfilmarchiv MV in Wismar

Die Hanse

Der Film gibt einen Einblick in den Wirtschafts- und Kulturraum der Hanse im Ost- und Nordseeraum und im Binnenland. Er verdeutlicht die Entwicklung der Hanse vom Zusammenschluß der Kaufleute zur Erringung und Sicherung von Privilegien bis zur Vereinigung von rund 160 Städten zur Durchsetzung ihrer internationalen handelspolitischen Interessen. Der Film thematisiert auch die Ursachen für den Niedergang der Hanse ab dem 16. Jahrhundert und zeigt, daß hansische Spuren und Traditionen in zahlreichen Städten heute noch sichtbar sind und gepflegt werden.

16 mm, 14:20 min, Farbe-Ton, 1990

Filmstill aus DIE HANSE

Spuren der Steine – Backsteingotik an der Ostseeküste

Ein Film über die Backsteingotik und deren europäischen Dimensionen. Dabei wird die Bedeutung der Hanse für die Verbreitung dieses Baustils besonders hervorgehoben. Zu sehen sind Bilder vom Doberaner Münster, von Wismar, Rostock, Stralsund, Lübeck, Danzig und Marienburg. Der Film thematisiert auch den Umgang der DDR mit diesem Erbe und zeigt verschiedene Restaurierungsarbeiten und Bilder von der 750-Jahrfeier Stralsunds.

16 mm, 30 min, Farbe-Ton

Filmstill aus SPUREN DER STEINE

 

15:30 Uhr

Im Anschluss an die Filmvorführung sind Sie herzlich zur Führung im ältesten Bauernhaus des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.

Ort:

Freilichtanlage Bechelsdorfer Schulzenhof

Johann-Boye-Strasse 7

23923 Schönberg

www.volkskundemuseum-schoenberg.de

Festspiele MV starteten mit Festspielfrühling auf Rügen in die Saison

Und dankten dem Landesfilmarchiv herzlich für die Zurverfügungstellung der filmischen Untermalung. Das Team vom Filmbüro MV freut sich sehr!

 

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