Geförderte Projekte

NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE

D 2014, Dokumentarfilm, Regie: Markus Stein, Buch: Anna Maria Hora, 85 min, Produktion: Hoferichter & Jacobs GmbH (Greifswald), mit MDR (Red. Silke Heinz) in Zusammenarbeit mit arte. Gefördert im Verbund mit  Filmförderung HHSH.

Zur Synopsis

 

TV-Premiere von NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE

Freitag, den 27. Februar 2015 um 22:40 Uhr auf arte

NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE, der Dokumentarfilm von Markus Stein, feierte seine Premiere beim Filmfest Wismar 2014 und lief im Anschluß bei der dokumentART in Neubrandenburg. In den ausverkauften Vorführungen löste das spannende Thema viele Diskussionen aus. Auch bei der renommierten Leipziger DOK Woche sorgte der Film für   Furore.

Nun ist er erstmals im deutschen Fernsehen im Kultursender arte, zu sehen. Der Film ist auch in einer polnischen Fassung (45 Minuten) erstellt worden, diese wurde bereits mehrfach im polnischen Fernsehen ausgestrahlt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern förderte 2013 durch seine Kulturelle Filmförderung die Produktion mit 20.000 €; gedreht wurde im deutsch-polnischen Grenzgebiet zwischen Neubrandenburg und  Stettin. Eine Produktion der Greifswalder Filmproduktionsfirma Hoferichter & Jacobs (UNTER MÄNNERN, AUSWÄRTS [beide gefördert KFF MV], DDR-Ahoi!).

NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE zeigt wie deutsch-polnische Verhältnisse auf den Kopf gestellt werden. Die fast ausgestorbenen Dörfer der ostdeutschen Provinz werden für polnische Familien attraktiv, sie erobern die einsamen Weiten in ihrem Westen. Die deutschen Bewohner verharren, sie sind viel schneller in der nächsten polnischen Großstadt als in Greifswald, Berlin oder Neubrandenburg, und sie richten sich mit den neuen Nachbarn ein. Eine skurrile Milieustudie über günstiges Land, typische Polen, typische Deutsche, über das fremde und das neue Europa. Ein wahres Versuchslabor für das Miteinander, für Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, so spannend, wie nur das Leben ist.

Web-Präsenz beim mdr und arte-Ausstrahlung von NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE

Der von der Kulturellen Filmförderung mit 20.000 € unterstützte und im Land gedrehte Dokumentarfilm NUR DER POLE BRINGT DIE KOHLE  ist unter www.nurderpole.de mit einem Internetauftritt präsent und wird am 28. Februar 2015 bei arte ausgestrahlt.

Der Film stellt eine skurrile Milieustudie über günstiges Land, über "typische" Polen und "typische" Deutsche dar, über das Fremde und das neue Europa.

 

Synopsis

Ende oder Anfang der Welt, in der deutsch-polnischen Grenzregion, kurz vor Stettin, steht alles Kopf. Vorurteile und Ressentiments wenden sich ins Gegenteil. Zur Grenzöffnung hatten Polen sich Übergangsregelungen ausgebeten, man wollte nicht wieder ohne Land dastehen.

Agnietzka

Doch heute kaufen Polen auf der deutschen Seite Grund und Häuser und verhelfen so einer aussterbenden Region zu neuem Leben. Nichts ist mehr, wie es war. Deutsche denken über den Anschluß an Polen nach, dann hätte man wenigstens wieder eine funktionierende Straßenbeleuchtung.

Statt Kindergärten und Schulen zu schließen wie das in anderen ländlichen Regionen die Regel ist, werden hier neue gebaut. Gleichzeitig leben alte Vorurteile weiter, Polen als Diebe, Deutsche als gefährliche Invasoren, ein merkwürdiges Parallelleben in den verschiedenen Generationen der Deutschen und Polen.

Helge

Arme deutsche Landbevölkerung trifft auf reiche Polen. Im deutsch-polnischen Gymnasium lernt eine neue Generation gemeinsam an einer Schule. Die Region ist ein riesiges Versuchslabor für den Abbau von Vorurteilen und der Neubewertung alter Muster.

Artur

 

Fotos: Hoferichter & Jacobs