Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

Förderempfehlungen der Auswahlkommission

Sitzung vom 14. November 2016

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern tagte am 14. November 2016 in Wismar und gab in ihrer zweiten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel ab. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktion

P01 – "Prima Mallorca", Dokumentarfilm

Regie: Nana A. T. Rebhan I Fördersumme: 18.000€

Alfaville Produktion

Für 40 Langzeitarbeitslose aus Mecklenburg-Vorpommern wird Deutschlands beliebteste Ferieninsel zum Sprungbrett in eine Zukunft ohne Hartz IV: Zehn Wochen Betriebspraktikum zwischen Bettenburgen, Badegästen und Strandpartys sollten ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhöhen, indem sie lernen, sich in einer fremden Umgebung zu beweisen und Neuem gegenüber aufgeschlossen zu zeigen. Zuvor durften die Teilnehmer zehn Wochen lang Spanisch in ihrer Heimat lernen. Ein Projekt zur Reintegration von 40 Langzeitarbeitslosen aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Ersten Arbeitsmarkt.

 

P06 – "TO B OR TO B FLAT", Dokumentarfilm

Regie: Viola Rusche I Fördersumme: 12.000€

Der belgische Komponist Boudewijn Bucknix (*1945) ist ein Postmoderner, der auf spielerische Weise mit der Musikgeschichte umgeht und dessen Musik sich der Vereinnahmung entzieht. Seine 1.001 Sonaten für Violine und Klavier, die jeweils kaum mehr als eine Minute dauern, spielen im Film eine Hauptrolle, die Nebenrollen übernehmen die Sonne Spaniens und der belgische Regen. "Warum ist meine Musik so einfach?", "Warum ist meine Musik so kompliziert?" Mit immer neuen Antworten auf diese beiden Fragen gibt Bucknix Einblick in seine künstlerische Haltung. Ein filmisches Portrait.

 

P08 – "NIEKLITZ 3.0 – Ein Zukunftsmodell", Dokumentarfilm

Regie: Martin Rohrbeck I Fördersumme: 18.000€

Martin Rohrbeck Filmproduktion

30 junge und ältere Leute kaufen im Sommer 2016 einen 18h großen Park bei Nieklitz in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Ziel: Eine zukunftsfähige Welt in Kleinformat, Natur, modernste Technik und soziales Leben als Einheit – vernetzt in einer internationalen Gemeinschaft. Erzählt von Jung und Alt.

 

P10 – "Colonna", Kurzspielfilm

Regie: Berthold Bock I Fördersumme: 6.500€

Moonfilm

Colonna, ein an der Küste zurückgezogen lebender Kunsthistoriker findet eines stürmischen Tages am Strand angeschwemmte Malereien und eine rätselhafte Schiffbrüchige, die seiner verstorbenen Ehefrau zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Malereien und die mysteriöse Unbekannte lassen ihn am Ende eine ewige Reise übers Meer antreten.

 

P11 – "Traumwischerei"

Regie: Gregor Eppinger I Fördersumme: 12.000€

Eppinger Film in Co-Produktion mit VIDIFilm, Polen

Traumwischerei ist ein Film über Lokadia, ihre Freundinnen und die unbekannte Welt des Putzens. Die Frauen kommen aus Westpommern, arbeiten als Haushaltshilfen und Putzfrauen. Sie sind hartnäckig, stark und lebenslustig, besondere Persönlichkeiten. Sie sehen sich nicht als Opfer, sie sind die Ernährerinnen, die das Familieneinkommen verdienen und die Kinder groß ziehen. Der Film zeigt auch die politische Dimension der Hausarbeit, ob bezahlt, oder unbezahlt, sie wurde immer schon unsichtbar von Frauen verrichtet. "Früher war mein Leben immer auf die Zukunft ausgerichtet. Kinder großziehen, Wohnung abzahlen, Auto abzahlen, Freizeit haben, große Liebe finden. Alles fand in der Zukunft statt, weil ich keine Gegenwart hatte. Das versuche ich gerade zu ändern." Leokadia Kujawa

 

S03 – "CAT LAKE CITY", Animation

Autorin: Antje Heyn I Fördersumme: 7.500€

Percy Cat freut sich auf einen entspannten Tag in CAT LAKE CITY; dem Katzen-Ferien-Paradies. Doch weder Aufblas-Flamingos noch Motorboote sind einfach zu handhaben und auch der Platz auf dem Badetuch ist nicht so gesichert, wie man denkt. Kann Percy Cat mit Zuversicht und Einfallsreichtum den Tag noch retten?

 

Stoff- und Projektentwicklung

S10 – "Tollwut", Spielfilm

Autor: Karsten Kranzusch I Fördersumme: 10.000€

Drei Freunde boxen sich durch ihr Leben und nehmen es mit allem auf, auch mit dem Tod. Dies ist ein Film über drei junge Erwachsene, deren Leben wiederholt auf die Probe gestellt wird. FUCHSER (26) versucht seine Familie vor dem eigenen Vater zu schützen. Sein Freund JOJO (24), der das Herz auf der Zunge trägt, bekommt genau deswegen Ärger und überlebt nur knapp eine Messerstecherei. Ihr gemeinsamer Kumpel BALLA (25) jedoch ist längst unheilbar erkrankt, er bittet die beiden um einen letzten dramatischen Freundschaftsdienst. Die Geschichte der drei Protagonisten spielt in Rostock, die Stadt ist aber nicht nur Kulisse, sondern gestalterische Lebenswelt, sie spielt eine eigene Rolle in diesem "Heimatfilm". Währenddessen versinkt der von allen geliebte FC Hansa unaufhaltsam in den Tiefen der Dritten Liga. In harten Kontrasten wird diese Geschichte erzählt, schwanken die Filmfiguren zwischen Freundschaft, Schicksalswillkür und roher Gewalt.

 

S16 – "Wie man ein Monster fängt", Kinderfilm

Autoren: Mark Sternkiker, Effi Sternkiker I Fördersumme: 5.000€

Weltenbummler Jojo ist auf der Suche nach einem richtigen Zuhause. Ein kleines Dorf in König Theodors Reich scheint dafür genau richtig zu sein. Doch die Bewohner wollen keine Fremden in ihrem Dorf wohnen lassen! Sie haben schließlich schon genug Probleme: Das Schreckliche Monster BARBAROS treibt hier sein Unwesen und verbreitet Angst und Schrecken. Aber Jojo fürchtet sich nicht und macht sich auf die Suche nach BARBAROS. Wird Jojo das Monster fangen können und endlich ein richtiges Zuhause finden?

 

S18 – "Goldrauschen", Spielfilm

Autor: Andreas Pieper I Fördersumme: 5.000€

Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Ein alter Mann pflegt seinen schwerbehinderten Sohn und stößt dabei an seine Grenzen. Ein ambitionierter Arzt macht Hoffnung auf Medikamente in einer medizinischen Erststudie. Der Sohn träumt sich in der Enge einer MRT-Röhre immer wieder ans Meer. Einer Frau vor der Untersuchung nimmt er die Angst, indem er mit ihr das Gefühl der Weite teilt. Die beiden fahren nach dem Tod des Vaters an die Ostsee, um dessen Asche dem Meer zu übergeben. Das Mädchen lernt auf einer nächtlichen Fähre einen Fahrkartenkontrolleur kennen.

 

S20 – "Vor dem Vergessen", Dokumentarfilm

Autorin: Gundula Fasold I Fördersumme: 5.000€

Der traditionelle Volkstanz und die Niederdeutsche Sprache sind Zeugnisse einer eigenen kulturellen Identität in Mecklenburg-Vorpommern. Der Fall der Schranken in Europa läßt die Eigenheiten erodieren, sie wiederzuentdecken erfährt gerade an vielen Orten im Land eine Renaissance. Der Dokumentarfilm: "Vor dem Vergessen" beschäftigt sich mit dem Volkstanz und schaut auf eine Brücke zwischen Kulturgut und Sport, zwischen Alt und Jung.

 

Verleih, Vertrieb und Abspiel

V01 – "Als wir die Zukunft des Sozialismus waren"

missingFILMS Filmverleih, DVD-Vertriebsförderung I Fördersumme: 2.000€

Sieben Regisseure erinnern sich an ihre Kindheit und Jugend; an die 50er und die 60er Jahre in der DDR. Sie zeigen sich als neugierige, verwundbare Kinder und Jugendliche, sie leben in angepaßten oder widerständigen Familien. Einige nur noch in halben, weil sich der Vater in den Westen abgesetzt hat. Je nach familiärem Background wollen oder sollen sie das neue, bessere Deutschland mit aufbauen. Sie haben die Filmhochschule in Babelsberg absolviert, sie haben zusammen in den DEFA Studios gearbeitet; sie sind Kollegen geworden, Freunde – manche bis heute. Jetzt, mit ca. 60 Jahren gehen sie an die Orte ihrer Kindheit zurück, holen ihre Familienfotos und Filme von damals hervor, erinnern sich. Sieben sehr persönliche Episoden über Hoffnung und Zweifel, über Siegen und Scheitern.

 

V02 – Tournee mit Filmen der Kulturellen Filmförderung durch Mecklenburg-Vorpommern

Veranstalter: Landesverband Filmkommunikation M-V e. V. | Fördersumme: 7.000€

Tournee mit Filmen, die durch die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurden, durch Kulturelle Kinos und Filmklubs in Mecklenburg-Vorpommern. Das Programm wird gemeinsam mit der Kulturellen Filmförderung kuratiert. Das Hauptaugenmerk wird auf Filme gelegt, die einer besonderen Betreuung bedürfen. Die Filmemacher und Filmemacherinnen begleiten ihre Filme mit Filmgesprächen. Das filmkulturelle Netzwerk des Landesverbandes Filmkommunikation nutzt seine optimalen Möglichkeiten und bereichert damit das filmkulturelle Angebot, auch in der Fläche.

 

Gesamtsumme: 108.000€

 

Weitere Maßnahmen

Preisgeld für die jeweiligen Gewinner des Goldpreises im Wettbewerb JUNGER FILM beim FiSH – Festival im StadtHafen Rostock:

Goldpreis "Junger Film des Jahres" 2012: Jan Riesenbeck I Preisgeld: 5.000€

Goldpreis "Junger Film des Jahres" 2014: Friederike Hoppe I Preisgeld: 5.000€

Sitzung vom 21. April 2016

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern tagte am 21. April 2016 in Wismar und gab in ihrer ersten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel ab. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktion

P04: Matthias Kopfmüller, Hanse TV: "Sehnsucht nach Neumecklenburg", Dokumentarfilm

Förderempfehlung:  20.000 €

Im Jahr 2016 stößt Peter von Oertzen – Sproß einer berühmten Mecklenburger Adelsfamilie – auf die vergessene Geschichte des Bismarck Archipels mit seinen beiden Inseln Neumecklenburg und Neupommern. Kurzerhand begibt er sich auf einen Trip in die Südsee. Auf der Reise in die Vergangenheit durchstreifen er und Sprachforscher Peter Maitz die beiden Inseln und entdecken dabei die letzten Deutschen in der Südsee, und ihre aussterbende Sprache - das geheimnisvolle "Unserdeutsch".

P06: Annekatrin Hendel, IT WORKS Medien: "Five Stars – Überleben im Grandhotel", Dokumentarfilm

Förderempfehlung:  10.000 €

Eine Frau, zu lebendig um zu sterben, eine Geldbörse, die sich nicht füllen läßt und ein Laptop, der eine tragende Rolle spielt. FIVE STARS (AT) ist ein filmisches Abenteuer, das aus dem engen Wirklichkeitsausschnitt von 30 Quadratmetern eines Grand Hotels am Meer von einer Freundschaft erzählt, die FACEBOOK überdauern wird. Selten ging es in neunzig Minuten Endaufnahmen so radikal persönlich ans Eingemachte wie in diesem Film.

P16: Gerd Kroske, Realistfilm: "Psycho RAF?", Dokumentarfilm

Förderempfehlung:  15.000 €

Dr. Huber begründete gemeinsam mit Patienten in Heidelberg im Jahr 1970 das "Sozialistisches Patientenkollektiv". Umstrittene Therapiemethoden, politisches Agitieren und der massive Zulauf an Patienten, die den herkömmlichen Psychiatriebehandlungen und der Ärzteschaft tief mißtrauten, sorgten für harte Auseinandersetzungen, die eine zunehmende Radikalisierung des SPK beschleunigte. Letztlich endete alles mit Verhaftungen, Aberkennung der Approbation und einer mehrjährigen Gefängnisstrafe. Der Ruf, die RAF unterstützt zu haben und letztendlich in deren Terror aufgegangen zu sein, klebt seither an dem SPK. Die Frage, nach der vertanen Chance zur Selbstermächtigung von Patienten, ist davon überlagert. Der Film wird sich der unerzählten Geschichte des Deutschen Vorherbstes und seinen Folgen bis ins heute widmen. Eine Geschichte vom Irresein und Irrewerden, seiner öffentlichen Wahrnehmung und seiner (nicht) zwangsläufigen Gewalt.

P17: Holger Löwe, Rabauke Filmproduktion: "Fucking Identity", Kurz-Spielfilm

Förderempfehlung:  10.000 €

Zwei Jugendliche brechen in der Nacht in Gartenlauben ein. Das ist illegal und beunruhigend. Außerdem sind beide ausländischer Herkunft. Aber sie sind auch zwei Jugendliche voller Wünsche und Träume in ihrer Sturm- und Drangzeit. Sie wollen raus aus ihrem Plattenbaualltag, aus ihrem Sozialhilfeempfängermilieu und ein neues Leben beginnen. Sie sind in Deutschland geboren, aber können sich nicht deutsch fühlen, weil sie nicht so behandelt werden. Sie leiden unter Vorurteilen und Vorverurteilungen. So sind sie immer Teil einer Randgruppe. Alles wonach sie wirklich suchen, ist eine eigene Identität.

P18: Zora Rux, Fred Burle: "ICH ICH ICH", Spielfilm

Förderung:  5.000 €  (Preisgeld, Preisträger FiSH-Festival Rostock 2015)

Julian will Marie heiraten, aber sie ist nicht in der Lage, eine solche Entscheidung zu treffen. Um herauszufinden, wer sie wirklich ist und was sie wirklich will, fährt sie zum Landhaus ihrer Mutter. Aber sowohl Julian als auch alle ihre Geister – von Familie und Freunde bis auf ehemalige Liebhaber – kommen mit.

Das Preisgeld hat die Regisseurin Zora Rux im letzten Jahr beim FiSH-Festival im Stadthafen Rostock gewonnen, sie erhielt mit ihrem Film den Goldpreis im Wettbewerb.

P20: Johanna Huth, Julia Gechter: "Nach Parchim", Kurz-Dokumentarfilm

Förderempfehlung:  7.000 €

Der experimentelle Doku-Kurzfilm erzählt auf zwei Ebenen. Auf der Bildebene wird unkommentiert der Alltag einiger junger Flüchtlinge beschrieben – die Ankunft in der Unterkunft, Schlafengehen, Unterricht in der Willkommensklasse, Parchim als neues Zuhause. Auf der Tonebene erzählen Geflüchtete aus der Generation des 2. Weltkriegs, wie sie als Kinder und Jugendliche flüchteten und in Parchim ankamen. Unaufdringlich, aber deutlich entstehen Parallelen, aus denen der Zuschauer selbst Schlüsse ziehen darf.

 

Stoff- und Projektentwicklung

S01: Jochen Alexander Freydank: "Geisterschiff", Spielfilm

Förderempfehlung: 7.500 €

"Geisterschiff" ist die Geschichte zweier Polizisten in einer Stadt an der Ostseeküste. Mit einem gestrandeten Schiff kommt plötzlich die große Politik in diese Stadt. Das Verschwinden von drei Menschen vor einem halben Jahr und ein Attentat waren beinahe in Vergessenheit geraten, waren verdrängt worden. Die beiden Polizisten geraten in einen Fall, der ihre Vorstellungskraft übersteigt, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschieben wird.

S02: Marie Haas: "Kowalski", Spielfilm

Förderempfehlung: 7.500 €

Bestatter Kowalski hat vor allem Angst. In den Augen seiner Familie ist er ein Versager. Als er als Doppelgänger eines toten Schlagerstars in die Schlagerbranche eintaucht, wird er über Nacht zum König der Hitparade – und seine kleine Welt gerät ziemlich aus den Fugen.

S11: Angela Gilges: "Frieder und die See", Spielfilm

Förderempfehlung: 7.500 €

Der chronisch saufende Frieder verliert seine Anstellung als dienstältester Rechtsmediziner Rostocks und macht sich auf den Weg, das Erbe seines frisch verstorbenen Vaters anzutreten: Der alte Hof am Stettiner Haff. Um sich den Gespenstern der Vergangenheit nicht auszusetzen, holt sich Frieder die einzige Vertraute ans Haff, die ihm noch geblieben ist, die langsam in die Jahre kommende polnische Prostituierte Majka. Gemeinsam gelingt ihnen für einen kurzen Moment so etwas wie Frieden – doch Frieder ahnt nicht, daß die Gespenster, die ihn jagen, lebendiger sind, als er es zu träumen wagt... Ein Film über Einsamkeit und Familie, Flucht und Heimkehr - und die See dazwischen...

S14: Susann Maria Hempel: "Die Wiedergänger", Experimentalfilm

Förderempfehlung: 7.500 €

Das Projekt ist die Fortsetzung eines Abschiedsfestes, das ein Dutzend "unbrauchbarer" (erwerbsloser) Personen im thüringischen Hinterland bereits gefeiert hat, und zwar bis zum Schluß: dem kollektiven Freitod. Mit der Wiederbelebung des Aberglaubens an die Unruhe der Selbstmörderseelen soll nun eine Wiedergänger-Wanderung entlang der Ostseeküste initiiert werden.

S15: Jörg Herrmann: "Hohe Kunst auf’s platte Land", Dokumentarfilm

Förderempfehlung: 5.000 €

Der einzige Museumsneubau der DDR, ausgerechnet im ländlich geprägten Norden der Republik, abstrakte Kunst im Herrschaftsbereich des "Sozialistischen Realismus", wachsende Publikumsresonanz abseits des kulturellen Mainstreams – die Aufzählung der Antagonisten ließe sich fortsetzen. Verbunden sind sie alle mit dem weißen, kubischen Bau am idyllischen Schwanenteich – der Rostocker Kunsthalle, in der seit knapp fünfzig Jahren, entgegen allen Widrigkeiten, die Kunst gefeiert wird.

 

Verleih, Vertrieb und Abspiel

V01: FilmLand gGmbH: "Präsentation von geförderten Filmen auf dem 26. filmkunstfest M-V vom 03. - 08.05.2016 in Schwerin"

Förderempfehlung: 1.000 €

Das FILMKUNSTFEST M-V veranstaltet Wettbewerbe um den jeweils besten Spiel- und Dokumentar- sowie Kurzfilm mit Beiträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ebenso gehören Programme mit Kinder- und Jugendfilmen und eine Werkschau als Hommage auf den Ehrenpreisträger zur Tradition. In jedem Jahr gibt es eine Auswahl aktueller Spielfilme aus einem Schwerpunktland, in 2016 ist dies Belgien. Unverzichtbar für viele Fans sind die Kurzfilmnacht, die Reihe "gedreht in MV" und die Specials des Landesstudios und Medienpartners NDR.

V02: Landesverband Filmkommunikation M-V e. V: "Osteuropäische Filme auf Tournee durch Kulturelle Kinos in Mecklenburg-Vorpommern"

Förderempfehlung: 3.000 €

Moderierte, von 1 bis max. 3 Filmemachern, Filmemacherinnen begleitete Filmtournee osteuropäischer Filme mit besonderem Fokus auf Polen durch ca. 10 kulturelle Kinos und Filmclubs in Mecklenburg-Vorpommern. Das Programm präsentiert eine Auswahl von osteuropäischen, vorwiegend polnischen Filmen aus mehreren Jahrzenten bis hin zu aktuellen Filmen, insbesondere Preisträgern auf Festivals mit thematischem Fokus auf den Wandel der Generationen und wie sich die Sicht im Film verändert hat.

V03: MV Film e. V.: "Präsentation von geförderten Filmen beim 10. Filmfest Wismar, dem Filmfestival der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern"

Förderempfehlung: 1.000 €

Beim Filmfest Wismar werden alljährlich die neuesten Filme mit Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern auf die große Leinwand gebracht, fast ausschließlich Filme, die von der Kulturellen Filmförderung des Landes gefördert wurden, hier gedreht wurden, von Filmschaffenden aus dem Land, über das Land, über seine Geschichte, Kurzfilme und Langfilme, Spielfilme, Dokumentationen, immer mit Gästen aus der Filmcrew. Das Filmfest Wismar ist die Leistungsschau der geförderten Filme.

Auf dem Programm stehen 2016 folgende Filme:

Alki, Alki von Axel Ranisch

Rabbi Wolff - Ein Gentleman vor dem Herrn von Britta Wauer

Parchim International von Stefan Eberlein und Manuel Fenn

Projekt A von Moritz Springer und Marcel Seehuber

Utbüxen kann keeneen, plattdeutsch, Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric

Landstück von Volker Koepp

Als wir die Zukunft waren. Sieben Geschichten aus einem verschwundenen Land (u.a. Hannes Schönemann aus Rerik)

Die Weite suchen von Falk Schuster

Chika, die Hündin im Ghetto von Sandra Schießl

fun_ambule von Lennart Langanki

NAUTILUS – Das Kinderfilmfest Mecklenburg-Vorpommern zeigt Beiträge von Kids bis 12 Jahren, mit einem Kurzfilmprogramm in mehreren Filmblöcken. Den Kindern wird eine Präsentationsplattform im Kinosaal vor Publikum unter Festivalbedingungen geboten. Parallel kann man sich an allen Tagen in der Medienwerkstatt auf dem Filmfestgelände ausprobieren. 

Sitzung vom 17. November 2015

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern tagte am 17. November 2015 in Wismar und gab in ihrer zweiten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel ab. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktion

P01: "Ins Blaue", Dokumentarfilm

Regie: Lih Janowitz | Fördersumme: 20.000 €

Schmieden, schweißen, flexen. Sprühende Funken. Seen, Wiesen, Wälder. Eine Künstlerin in Mecklenburg, die sich einmischt und überzeugt. Dieser Film will erzählen, was möglich ist, wenn Menschen Visionen haben und ein Leben entwickeln, wie wir es eigentlich wollen. Es geht um Takwe Kaenders, die sich dem Effizienzstreben unserer Zeit eigenwillig widersetzt. Mit ihren Aktivitäten, ihrem Charisma und ihrem Humor schaut sie augenzwinkernd von der Leinwand herab und verheißt uns ein anderes Leben - wenn wir etwas dafür tun.

 

P03: "Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint", Dokumentarfilm

Regie: Halina Dyrschka | Fördersumme: 28.000 €

Ambrosia Film

Wie kann es sein, daß eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz? Verkannt und verschwiegen, erschüttert Hilma af Klint die Kunstwelt mit ihrem überwältigenden Werk. "Jenseits des Sichtbaren" ist die Geschichte der verschwiegenen Pionierin der Abstraktion, der man weiterhin ihren gebührenden Platz in der Kunst verwehren will.


P04: "An der Bruchkante", Dokumentarfilm

Regie: Anne Andersen | Fördersumme: 25.000

Anne Andersen Film

Über einen längeren Zeitraum begleiten wir Imker in ihrem Arbeitsalltag. "Von den Bienen aus" scheinen Themen auf wie: Landflucht, sterbende Dörfer, Kreativität junger Landbewohner, Parallelwelten der Ökotouristen, Biker, Landgrabber, Städter, die das Landidyll suchen, Wölfe..., alles aus der Perspektive derer, die genau wie die Bienen, um ihr Leben kämpfen müssen. Überlebenskultur in Mecklenburg-Vorpommern.


P07: "ÜBER LEBEN IN DEMMIN", Dokumentarfilm

Regie: Martin Farkas | Fördersumme: 25.000

IT WORKS! medien GmbH

Demmin 8. Mai - Neonazis werden sich wie jedes Jahr zu einem "Trauermarsch" versammeln. Stunden vorher erlebt man die Stadt wartend, schweigend, so wie sie vor 70 Jahren nach der Flucht der Nazis auf das Eintreffen der sowjetischen Armee wartete. Der Film blickt zurück auf eine der größten Massenselbsttötungen in der deutschen Geschichte. Und vor allem darauf, wie eine vermeintlich längst vergangene Traumatisierung in ihren Folgen über mehrere Generationen weitergegeben wird – bis heute.

 

P08: "Die Spuren der Arbeit", Dokumentarfilm

Regie: Kai Voigtländer | Fördersumme: 15.000

Hoferichter&Jacobs

Die DDR behauptete jahrelang, dass sie eine der zehn größten Volkswirtschaften der Welt sei. Die Industrie stand im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Interessen. 2.8 Millionen Menschen - ein Drittel der berufstätigen Bevölkerung - arbeitete dort. Die Industriekultur Mecklenburg- Vorpommern ist eine Kultur, die Architektur, Produkte und Biografien prägt und von ihnen erzählt. Die Dokumentation: „Spuren der Arbeit“ will erzählen, wie in 60 Jahren so eine umfangreiche Industrielandschaft entstehen und wieder vergehen konnte.

 

Verleih-, Vertrieb und Abspiel

V01: "Rettung in letzter Minute – Schloß Bothmer und seine wechselvolle Geschichte", Dokumentarfilm

Regie: Claudia und Günther Wallbrecht | Fördersumme: 4.000

www-media

Schloß Bothmer in Nordwestmecklenburg, 1732 vollendet, Reichsgraf Hans Caspar von Bothmer ließ dieses einzigartige und elegante Ensemble erbauen und hat es doch selbst nie gesehen. Im Jahr 2008 wird das Land Mecklenburg-Vorpommern neue Eigentümerin des Bothmerschen Anwesens und fast 300 Jahre später wird das einstige Märchenschloß als Museum wieder eröffnet. Die faszinierende Langzeitbeobachtung begleitet sieben Jahre lang das Auf und Ab der Restaurierungsarbeiten, die Familie von Bothmer kommt zu Wort und jene Menschen die aus unterschiedlichsten Gründen mit dem Schloß und seiner Geschichte verbunden sind. Eine Geschichte, in der barocke Ornamente auf DDR-Tapeten treffen und historische Baukunst auf PVC-Böden.


V04: "Utbüxen kann keeneen", Dokumentarfilm

Regie: Gisela Tuchtenhagen, Margot Neubert-Maric | Fördersumme: 3.000

Utbüxen Filmproduktion

"Wenn du Plattdütsch snakken kannst, bekummst du glieks een ganz anderett Tovertruen to de Minschen."(Wenn du plattdeutsch sprechen kannst, bekommst du sofort ein ganz anderes Vertrauen zu den Menschen.) Und damit haben die beiden Regisseurinnen in ihrem plattdeutschen Dokumentarfilm über Sitten und Gebräuche im Umgang mit dem Tod und den Toten, altes Handwerk, den Wandel in der Trauerkultur, die norddeutsche Landschaft und vor allem um die Menschen, ihr Leben und ihre Sprache, realisiert. Sie haben Tischlermeister, Sargtischler, Bestatter, Totengräber, Sargträger, Totenbitter, Hebamme und Totenfrau besucht für die der Tod Alltag ist, aber doch immer was Besonderes geblieben ist. Die Protagonisten hat der Umgang mit dem Tod in dörflicher und familiärer Gemeinschaft von Kindheit an geprägt. Plattdeutsch ist ihre Muttersprache, in der sie ungehemmt formulieren, präzise, knapp und ungeschminkt beschreiben können. In Mecklenburg-Vorpommern waren Sie bei Tischlermeister Heinrich Warnk aus Woosmer (bei Vielank, Kreis Ludwigslust).

Sitzung vom 1. April 2015

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern tagte am 1. April 2015 in Wismar und gab in ihrer ersten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel ab. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktion

"Der letzte Jolly Boy", Dokumentarfilm

Regie: Hans Erich Viet | Fördersumme: 20.000.-- €

Viet – Filmproduktion

Dokumentarisches Roadmovie mit dem 94-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum. Als einziger seiner großen Familie überlebte er die Ghettozeit in Bedzin bzw. die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen sowie den berüchtigten Todesmarsch nach Schwerin. Dort wurde er im April 1945 von amerikanischen Soldaten befreit. Zum Titel des Films – Leon Schwarzbaum war mit drei anderen Jungs in seiner Jugend Sänger der "Jolly Boys".

 

"Landstück", Dokumentarfilm

Regie: Volker Koepp | Fördersumme: 9.000.-- €

Vineta Film

"Landstück" wird im Nordosten Deutschlands und in der polnischen Region Pomorze gedreht. Der Film erzählt von der Umgestaltung der Landschaft im Zeichen von Energiewende und Agrarindustrie. Geschichten von Bauern, Umweltschützern, Investoren, Einheimischen und Zugezogenen. Erinnerung und Gegenwart.

 

"BILDER MEINES VATERS", Essayistischer Dokumentarfilm

Regie: Andreas Goldstein | Fördersumme: 10.000.-- €

Ma.ja.de Filmproduktions GmbH

BILDER MEINES VATERS ist ein essayistischer Dokumentarfilm, getragen von einer subjektiven Erzählung. Andreas Goldstein erzählt in der Auseinandersetzung mit den Bildern, die sein Vater Klaus Gysi von sich selbst entwarf, die andere von ihm zeichneten und zuletzt jenen, die im Sohn selbst verhaftet sind, die vielschichtige Biographie eines Parteifunktionärs. Die Betrachtung des Vaters ist zugleich eine Betrachtung eines untergegangenen Landes.

 

"Bridge mit Molotow", Dokumentarfilm

Regie: Jens Becker | Fördersumme: 20.000.-- €

ELEMAG PICTURES

Die Lebensgeschichte von Siegried Wanka ist eine Jahrhundertbiographie: Flakhelfer, SED-Funktionär; Stasi-Agent, Dolmetscher, Waffenhändler. Ein Überlebenskünstler? Wer ist dieser Mann wirklich?

 

"Gräten und Knochen", Modernes Märchen

Regie: Andreas Ehrig | Fördersumme: 8.000.-- €

Morphium Film

In "Gräten und Knochen" wird das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" ins moderne Mecklenburg, in die Welt von Schönheits- und Schlankheitswahn transportiert. Anhand eines jungen Soap-Sternchens, das den Wünschen des Grimmschen Butts verfällt, wird der Frage "Wann rächt sich die Maßlosigkeit der Generation Schönheits-OP?" nachgegangen.

 

"Born for Korn", Dokumentarfilm

Regie: Elmar Szücs | Fördersumme: 10.000.-- €

Middleton & Heesch GbR

"Born for Korn" begleitet den jungen Landwirt Arne Sieck (20) aus Schleswig-Holstein über den Verlauf eines Jahres von der Saat bis zur Ernte auf seinem in 6. Generation betriebenen Bauernhof. Der Film erzählt vom Aufwachsen auf dem Land, von der Verbundenheit zur Region, von jugendlichem Übermut und Leid, vom Erwachsenwerden, von ungewisser Zukunft, von großen Investitionen und von der Fahrt mit dem Trecker zur Disko, von Heimat. "Born for Korn" zeigt ein positives, aber auch ein bedrohtes Beispiel von dem Leben auf dem Land, eine Antithese zur industriellen Landwirtschaft und entvölkerten Dörfern.

 

Stoff- und Projektentwicklung

"Rote Sterne überm Feld", Essay-Thriller

Laura Laabs | Fördersumme: 7.500.-- €

Ein Skelett wird aus dem Mecklenburger Moor gezogen. Wie es dorthin kam und vor allem wann – vor 10, 50 oder 100 Jahren – ist unklar. Es entspinnt sich ein "whodunnit"-Fall in vier Jahreszeiten und Akten, in denen das letzte deutsche Jahrhundert im Heute eines Landstrichs und seiner Bewohner aufscheint. Und über dem Acker schwebt der Engel der Geschichte.

 

"Nackt über Berlin", Psychothriller

Sehr gute Filme GmbH | Fördersumme: 7.500.-- €

Lebemann Thomas (50) wird in seiner Wohnung gefangengenommen. Doch von wem? Er begibt sich auf eine Reise durch sein Leben auf der schmerzhaften Suche nach seinem Entführer und dem Motiv für diesen Rachefeldzug. Ausnahmsweise nicht lustig.

 

Verleih-, Vertrieb- und Abspiel

Verschiedene Filmfestivals in MV: Fördersumme: 3.000.-- €

Zur Präsentation von geförderten Filmen der Kulturellen Filmförderung MV auf Filmfestivals in MV im Jahr 2015.

Sitzung vom 7. November 2014

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung tagte am 7. November 2014 in Wismar und gab in ihrer zweiten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel ab. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktionsförderung

"Schalenterritorien", Dokumentarfilm

Regie: Maix Mayer | Fördersumme: 12.000.-- €

Hoferichter & Jacobs

Mit "Schalenterritorien" soll ein filmisches Essay über den Binzer Ingenieur und Baumeister Müther entstehen, dessen Betonbauwerke bis heute zu den Ungewöhnlichsten in Mecklenburg-Vorpommern zählen, aber auch an vielen anderen Orten der Welt Spuren hinterlassen haben.

 

"Wildes Herz kennt keine Ruh‘", Dokumentarfilm

Regie: Charly Hübner | Fördersumme: 30.000.-- €

Eichholz Stuben Filmproduktion – Lars Jessen & Sebastian Schultz GbR

"Wildes Herz kennt keine Ruh‘" ist ein Dokumentarfilm über Jan "Monchi" Gorkow, den Sänger der Rostocker Punkband "Feine Sahne Fischfilet", der mit seiner Band aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie vorgeht und zum wiederholten Mal im jährlichen Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern als staatsfeindlich eingestuft wurde. Der Film will dieser Diskrepanz auf den Grund gehen und probieren, diesen  geistigen, politischen und psychologischen Widerspruch aufzulösen.

 

"Als wir die Zukunft des Sozialismus waren…", Dokumentarischer Episodenfilm

Regie: Lars Barthel, Hannes Schönemann u.a. | Fördersumme: 15.000.-- €

Barbara Etz Filmproduktion

Ein dokumentarisches Coming of Age: 7 Regisseure und 1 Regisseurin aus der ehemaligen DDR erinnern sich an Momente ihrer Kindheit und Jugend. Ans Schöne und Bedrohliche, ans Aufregende, Sinnliche und Aufsässige. Ein Episodenfilm, der das Lebensgefühl und die Jugendkultur der 50er und 60er Jahre in der DDR nachfühlbar macht. Geschichten aus einem Land und einer Zeit, die es nicht mehr gibt.

 

"Rüdis Leben", Dokumentar-Animationsfilm

Regie: Sven O. Hill | Fördersumme: 9.500.-- €

Salto Film GbR

Rüdi, 22 Jahre, entdeckt eine Sicherheitslücke bei seinem Arbeitgeber – einer altehrwürdige Privatbank. Er beklaut sie um Millionen und setzt sich erfolgreich nach Australien ab. Das Leben als Millionär kann los gehen. Doch seine große Liebe will nicht mit dem gemeinsamen Sohn nachkommen. "Und was mach´ ich jetzt? Ich habe das Geld doch für euch geklaut. Für uns!"

 

Stoff- und Projektentwicklung

 "Gräten und Knochen"

Andreas Ehrig | Fördersumme: 1.500.-- €

In "Gräten und Knochen" wird das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" ins moderne Mecklenburg, in die Welt von Schönheits- und Schlankheitswahn, transportiert.

 

"Imker in Mecklenburg"

Anne Andersen | Fördersumme: 12.000.-- €

In Mecklenburg gibt es noch einige alte Imker, die aus der bäuerlichen Landwirtschaft kommen, in der alle Anstrengungen des täglichen Lebens dem gemeinsamen Überleben von Mensch und Tier dienten. Dieses komplexe Wissen einer bäuerlichen Überlebenskultur droht weltweit auszusterben, obwohl wir es für die Lösung unserer ökologischen und ökonomischen Fragen dringend brauchen. Daß es einige junge Menschen in der Region gibt, denen an der Weitergabe dieses Wissens gelegen ist, eröffnet neue Perspektiven.

 

"Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint"

Halina Dyrschka | Fördersumme: 10.000.-- €

Wie kann es sein, daß eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz? "Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint" ist die Geschichte der verschwiegenen und verkannten Pionierin der Abstraktion. Mit ihrem überwältigenden Werk, erschüttert sie die Kunstwelt die ihr weiterhin ihren gebührenden Platz in der Kunst verwehren will.

 

"Was wissen die Schultzes vom Namibier und wie lebt es sich mit ihm?"

Bianca Bodau | Fördersumme: 5.000.-- €

Berlin 2011: die Charite gibt 20 Schädel an eine Delegation der Herero zurück. 100 Jahre zuvor wandern Gerhard und Irene Schultz in die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika aus. Sie profitieren von der brutalen Niederschlagung des Herero-Aufstandes sechs Jahre zuvor. 2011: Meine Mutter versucht etwas über ihren leiblichen Vater in Erfahrung zu bringen, von dem es heißt, er habe als Siemens-Ingenieur an der V2 mitgearbeitet. Telefunken, der Zusammenschluß von AEG und Siemens spielte eine unrühmliche Rolle beim Genozid an den Herero und Nama.

 

"EL" (AT)

Daniela Schulz | Fördersumme: 6.000.-- €

El und Isi, Mitte 20, leben seit ihrer Kindheit in einer tristen Wohnsiedlung am Stadtrand von Rostock und träumen davon irgendwo neu anzufangen. Als Isi ihren 10 Monate alten Sohn Jannis bei El läßt, um für ein paar Tage einen Job in Frankfurt anzunehmen, steht die Welt der von Panikattacken gebeutelten El Kopf. Dann kommt Isi nicht mehr zurück.

 

"Die Zahnbürste von Egon Krenz"

Susanne Schmitz | Fördersumme: 2.000.-- €

Zwei pensionierte Lehrerinnen aus Mecklenburg entdecken den Internethandel mit DDR-Produkten, verirren sich im Big Business, genießen den Status als Provinzhelden und finden am Ende das Glück vor ihrer eigenen Tür.

 

"Wir sind Demmin"

Martin Farkas | Fördersumme: 8.000.-- €

Anläßlich des alljährlich stattfindenden "Trauer"- Marsches der Neonazis in Demmin, will Martin Farkas mit seinem Film zurück zu einer der größten Massenselbsttötungen in der deutschen Geschichte blicken. Er beleuchtet, wie durch ein Brennglas, verdrängte Geschehnisse, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind.

 

Verleih-, Vertrieb- und Abspielprojekt

"Abspielringe 2015 in M-V"

Landesverband für Filmkommunikation M-V e.V. | Fördersumme: 7.000.-- €

Unterstützung der Abspielringe der kulturellen Kinos und Filmklubs in Mecklenburg-Vorpommern.

Sitzung vom 10. März 2014

Produktionsförderung

 "FILM AB! – Die abenteuerlichen Erben des Landfilms"

Regie: Carmen Blazejewski | Fördersumme: 25.000 €

Produktion: Wilder-Norden-Film

Abenteuerliche Helden erwecken bis zum heutigen Tag den immer wieder totgesagten Landfilm in Mecklenburg-Vorpommern zu neuem Leben und behaupten damit beispielgebend Filmkultur kontra Kulturprovinz noch im Alltag des kleinsten Dorfes. Roadmovie zu den Kulturellen Kinos in MV und ihren erstaunlichen sozialen Biotopen - im Gepäck von der Kulturellen Filmförderung MV unterstützte Filme. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Filmkommunikation und "Urgestein", Filmvorführer Uwe Höppner.

 

"Utbüxen kann keeneen", Dokumentarfilm

Regie: Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric |

Fördersumme: 15.000 €

Produktion: Utbüxen Filmproduktion

In unserem plattdeutschen Dokumentarfilm geht es um Sitten und Gebräuche im Umgang mit dem Tod und den Toten, altes Handwerk, den Wandel in der Trauerkultur, die norddeutsche Landschaft, und vor allem um Menschen, ihr Leben und ihre Sprache.

 

“Klütz ´87”, AnimaDok-Film

Regie: Falk Schuster | Fördersumme: 5.000 €

Produkion: Balance Film

Sommer 1987 in der ehemaligen DDR. Familie Hoppe verbringt ihren Urlaub in Klütz. Der Film begleitet die Familie zwischen Urlaubsalltag und kuriosen Begebenheiten nahe der damaligen innerdeutschen Grenze.

 

“Alki, Alki”, Spielfilm

Regie: Axel Ranisch | Fördersumme: 30.000 €

Produktion: Sehr gute Filme GmbH

Tobias und Flasche sind Freunde fürs Leben. Sie feiern und saufen wie Teenies. Dabei ist Tobias Mitte 40, hat Familie und eine Firma. Durch Saufen und Feiern verliert er Stück für Stück alles. Doch als er die Freundschaft beenden will, wird er Flasche nicht mehr los. Denn der ist seine eigene Sucht.

 

Stoff- und Projektentwicklung

"DISKO", Dokumentarfilm

Annekatrin Hendel | Fördersumme 7.000

DISKO ist der dritte Film der Trilogie aus VATERLANDSVERRÄTER (Grimme-Preis 2013) und ANDERSON, die ebenfalls von der Kulturellen Filmförderung MV gefördert wurden.

Inhalt: Berlin erlebt in den frühen Morgenstunden des 5. April 1986 den größten Terroranschlag der Nachkriegsgeschichte. Eine Bombe detoniert in der vornehmlich von amerikanischen Soldaten besuchten Westberliner Diskothek "La Belle". Der Film DISKO erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte einer Attentäterin und wagt einen kühnen Blick auf bisher nicht zu Ende erzählte Ereignisse, in der sich deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte spiegeln.

 

"Bridge mit Molotow", Dokumentarfilm

Autor: Jens Becker | Fördersumme: 7.000 €

Inhalt: Die Lebensgeschichte von Siegfried Wanka ist eine Jahrhundertbiografie: Flakhelfer, SED-Funktionär, Stasi-Agent, Dolmetscher, Waffenhändler. Ein Überlebenskünstler. Wer ist dieser Mann wirklich?

 

"Exil oder Wer hat Angst vor'm Papagei", Spielfilm

Annett Meinke | Fördersumme 5.000

Dave will Lena, aber Lena will Dave nicht. Der junge Gambianer erobert das Herz der Deutschen mit seinen Geschichten von seinem Land am Atlantik, von seiner Liebe zu seiner schönen, sanftmütigen Mutter. Auf einer Reise nach Westafrika lernt Lena eine Welt kennen, die ihr in großen Teilen fremd bleibt. Auch die Beziehung zu Dave in Deutschland gestaltet sich schwieriger als angenommen. Dennoch will Lena die Sache mit Dave durchziehen, genau wie Dave die Sache mit Deutschland und Lena. Ein Versprechen, das Dave seiner Mutter gab, spielt dabei eine Rolle.

 

Verleih-, Vertrieb- und Abspielprojekt

UNTERWEGS NACH UTOPIA, Dokumentarfilm

Carmen Blazejewski | Fördersumme: 3.000 €

Gunther Plüschow wuchs in Schwerin und Umgebung auf und verstand Mecklenburg immer als seine Heimat. Von 1927-1931 eroberte er mit einem kleinen Segelschiff und als Flugpionier die bis dahin von keinem Menschen betretene märchenhafte und ungezähmte Landschaft Patagoniens und Feuerlands und eröffnete die erste Postfluglinie zwischen Chile und Argentinien. Wir sind auf seinen Spuren durch Südamerika gereist, wo er bis heute als Held verehrt wird und eine Brücke nach Deutschland baut, die wir hier leider so gut wie nie betreten. Das möchte unser Film ändern! Mit Ausschnitten aus seinem Dokumentarfilm "Silberkondor über Feuerland" und Zitaten aus seinem gleichnamigen Buch wird sich Gunther Plüschow auch selbst vorstellen – denn er war nicht nur Entdecker, Forscher, Abenteurer, Schiffskapitän und Flugpionier, sondern auch ein Künstler und großer Träumer.

Sitzung vom 9. Dezember 2013

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung tagte am 9. Dezember 2013 in Wismar und gab in ihrer zweiten Fördersitzung in diesem Jahr Empfehlungen in Höhe von 34.143 Euro an insgesamt 5 Projekte in den Bereichen Produktion, Stoff- und Projektentwicklung und Verleih, Vertrieb, Abspiel. Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes und der Zustimmung durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern.

 

Produktionsförderung

"Rabbi Wolff", Dokumentarfilm

Regie: Britta Wauer | Fördersumme: 18.000.-- €

Produktion: Britzka Film - Britta Wauer

Willy Wolff ist seit elf Jahren Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern. Er arbeitet in Rostock, Schwerin und Wismar, lebt aber in London. Er predigt auf Russisch, liebt Kirchenchöre und Pferdewetten, macht Yoga und ist 86 Jahre alt. „Rabbi Wolff“ ist nicht nur das Porträt einer bezaubernden Persönlichkeit, es wird auch eine Reise zu uns selbst: unterhaltsam und inspirierend.

 

"Chika, die Hündin im Ghetto", Dokumentarfilm

Regie: Sandra Schießl | Fördersumme: 20.000.-- €

Produktion: TRIKK 17 Animationsraum

Der Film erzählt die Geschichte des jungen Mikasch, der mit seinen Eltern und seiner Hündin Chika in Polen im Ghetto lebt. Als eines Tages ein deutscher Soldat befiehlt er müsse seinen über alles geliebten Hund abgeben beginnt ein dramatisches Abenteuer rund um dessen Rettung.

 

Stoff- und Projektentwicklung

"Neuland", Dokumentarfilm

Franziska Tenner |Fördersumme 4.570.-- €

Zwei junge Männer haben sich seit mehreren Jahren in der rechtsextremen Parallelgesellschaft Thüringens engagiert. Sie sind beide mehrfach verurteilt. Nun wollen sie aussteigen und in einer in Stadt in Mecklenburg-Vorpommern einen Neubeginn versuchen. Auf diesem Weg, aus einem von Gewalt und neofaschistischer Ideologie geprägtem Leben und auf der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft, wird sie der Film beobachtend und hinterfragend begleiten.

 

"Film ab!", Dokumentarfilm

Carmen Blazejewski |Fördersumme 4.573.-- €

Roadmovie zu den Kulturellen Kinos in MV und ihren erstaunlichen sozialen Biotopen - im Gepäck von der Kulturellen Filmförderung MV unterstützte Filme. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Filmkommunikation und ihrem „Urgestein“, dem Filmvorführer Uwe Höppner.

 

Verleih-, Vertrieb- und Abspielprojekt

"Abspielringe 2014 in M-V"

Landesverband für Filmkommunikation| Fördersumme: 7.000.-- €

Unterstützung der Abspielringe der kulturellen Kinos in Mecklenburg-Vorpommern.

 

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