UNGEHORSAM ALS TUGEND

Gefördert durch die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

Buch und Regie: Jörg Herrmann, Kamera: Michael Donnerhak, Kameraasisstent: John Lipinski, Produktions- und Aufnahmeleitung: Nico Sandhof, 75 min.

Die Wehrmachtsjustiz im 2. Weltkrieg, ohne sie hätte der Eroberungs- und Vernichtungskrieg der Nazis kaum so lange andauern können. Steinerner Zeuge dieses dunklen Abschnitts ist das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam, das zu den acht zentralen Wehrmachtsgefängnissen gehörte.

In dieser Zeit sind hier mehrere tausend Wehrmachtsangehörige inhaftiert gewesen, auch wegen Fahnenflucht, unerlaubter Entfernung und Wehrkraftzersetzung. Nicht wenige von ihnen wurden hingerichtet. Mit zunehmender Kriegsdauer saßen immer weniger Verurteilte ihre Strafen in den Wehrmachtsgefängnissen ab.

Von hier gingen die Transporte in die berüchtigen Bewährungs- und Strrafeinheiten, zumeist an der Ostfront. Lebensgefahr, Schikane, geringste Verpflegung und mangelnde Versorgung gehörten zum Alltag der "anderen Soldaten".

 

Regisseur Jörg Herrmann

  • 1963 geboren in Rostock
  • Diplom-Schiffstechniker
  • 1995 Studium Videografik am Institut für neue Medien Rostock
  • 1996 Intitator und Redakteur des Stadtkulturfernsehens "Schlagloch" in Rostock
  • seit 1996 freier Autor und Regisseur nonfiktionaler Filmprojekte

Filme (Auswahl)

  • 2000 Wenn man schon ein Schiff hat... (DF)
  • 2003 War-Requiem in Peenemünde (DF)
  • 2007 Auf den Spuren der Geschichte (DF)
  • 2007 Ernst Heinkel – Der Traum vom Fliegen (DF)
  • 2009 UNGEHORSAM ALS TUGEND