Aktuelles

USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER am Strand in Heringsdorf

Direkt am Strand, auf der großen LED Wand, wird am 19. Juli 2018 der in Deutschland erfolgreich angelaufene und von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern unterstützte Film von Heinz Brinkmann gezeigt.

Regisseur Heinz Brinkmann, der selbst aus Heringsdorf stammt, versammelt 25 Jahre nach seinem Film USEDOM – EIN DEUTSCHES INSELLEBEN neue Geschichten von Insulanern, die auf unterschiedliche Weise nach Usedom kamen und zu Gastgebern für Millionen von Urlaubern wurden. USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER beschreibt die deutsch-polnische Insel als einen Ort, an dem der europäische Gedanke des nationalen Zusammenwachsens so stark gelebt wird wie kaum anderswo. Er zeigt aber auch den immer schärfer ausgetragenen Konflikt zwischen der Bewahrung einer einzigartigen Bäderarchitektur und der Errichtung von neuen, verwechselbaren Luxus-Quartieren.

Ein nostalgisch-heiterer Streifzug über die berühmte Urlaubsinsel mit nachdenklichen Blicken.

Eintrittspreise:

Erwachsene: EUR 8,00 / EUR 7,00 (Schüler & Studenten)

Kinder bis 12 Jahre: EUR 5,50

Mit der Eintrittskarte zuzügl. EUR 10,00 Pfand erhält jeder Gast einen Funkkopfhörer. Dieser garantiert eine hervorragende Tonwiedergabe in stereo mit individuell einstellbarer Lautstärke. Nach der Kinovorstellung erhält jeder Gast mit der Rückgabe des Kopfhörers das Pfandgeld zurück.

Das komplette Programm des Heringsdorfer Kinos am Meer ansehen

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Geförderter Film des Landes im Libanon aufgeführt

Das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Beirut zeigte
NACH PARCHIM

Der erfolgreichen Aufführung des Dokumentar-Kurzfilms NACH PARCHIM während des Filmfestes Wismar am 1. Juli, folgte am Donnerstag, den 5. Juli 2018 eine Filmvorführung auf internationalem Parkett. Das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Beirut hatte die Filmemacherinnen Johanna Huth und Julia Gechter eingeladen. Neben der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hatte auch die Stiftung das Filmprojekt finanziell unterstützt.

Programmleiterin der RLS in Beirut Miriam Younes mit den Filmemacherinnen Johanna Huth und Julia Gechter (linkes Bild, v.l.n.r.)

NACH PARCHIM erzählt von zwei Flüchtlingsschicksalen, die beide in der mecklenburgischen Kleinstadt Parchim endeten. Die 91-jährige Ulla floh zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs als junge Frau aus Ostpreußen ins Mecklenburgische und der 7-jährige Moner aus Syrien kam 2015 in Begleitung seines älteren Bruders, aber ohne seine Eltern in Parchim an. Beide können von traumatischen Erlebnissen aus dem Krieg berichten und sie beide haben letztlich ein neues Zuhause gefunden. Sehr einfühlsam erzählen Johanna Huth und Julia Gechter von Kriegsflüchtlingen zweier Generationen.

Julia Gechter und Johanna Huth (1. und 2. v.l.) im Gespräch mit dem Publikum

Und so gab es auch in Beirut im Anschluss an die Filmvorführung viel Gesprächsbedarf. Das Publikum zeigte sich sehr angetan von dem Kurzfilm und die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland und im Libanon stand im Fokus der anschließenden Diskussion. Wir freuen uns sehr, dass NACH PARCHIM bereits kurz nach seiner Fertigstellung so hohe Wellen schlägt und wünschen dem Team weitere spannende Auftritte bei Filmfestivals weltweit. Die Kulturelle Filmförderung unterstützt nach den Projekten DER FÄHRMANN UND SEINE FRAU und NACH PARCHIM auch JOBCENTER, das dritte Kurzfilm-Projekt der Filmemacherinnen Huth und Gechter, welches erneut thematisch in Parchim angesiedelt ist.

Die Filmvorführung wurde durch einen Reisezuschuss der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa ermöglicht.

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Gäste, Gäste, Gäste beim 12. Filmfest Wismar und beim 10. Kinderfilmfest NAUTILUS

Am Freitag, den 29. Juni starten wir in das Filmfest Wismar. Bereits im 12. Jahr präsentieren wir in der schönen Hansestadt die vom Land geförderten Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern. Und wir begrüßen viele Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Protagonistinnen und Protagonisten, die persönlich zur Präsentation der Filme anwesend sein werden und sich auf interessante Filmgespräche mit dem Publikum freuen.  

Bereits zum Kinderfilmfest NAUTILUS ist die Schauspielerin Stefanie Bock, bekannt als Anni aus der Vorschulserie KiKANiNCHEN des KiKa! zu Gast. Gemeinsam mit den Kindermoderatoren wird sie tagsüber durch das NAUTILUS-Filmprogramm führen.

Zur großen Eröffnung am 29. Juni um 19:30 Uhr begrüßen wir zur Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere von DER LETZTE JOLLY BOY den Regisseur Hans-Erich Viet mit seinem Protagonisten, den 97-jährigen Shoa-Überlebenden Leon Schwarzbaum und das Filmteam.

Filmstill aus MiniBar #sitcomopera in 21 Episoden, © junge norddeutsche philharmonie e.V.

Am Samstag, den 30. Juni, stellt uns Regisseur und Maler Berthold Bock sein Malerei- Film Projekt COLONNA vor, im Anschluss begrüßen wir in der Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere der Webserie #SITCOMOPERA-MINIBAR in 21 Episoden die Regisseurin Theresa von Halle, den Komponisten Sven Daigger sowie weitere Mitglieder der jungen norddeutschen philharmonie aus Rostock. Lassen Sie sich überraschen von Malerei auf der Leinwand und einem modernen Opernformat.

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Aktuelle Meldung aus filmfest wismar

Ab morgen: Filmfest Wismar:
Die Filmförderung MV lädt herzlich ein!

Filme aus, über und für Mecklenburg-Vorpommern

Freitag, 29.6. bis Sonntag, 1.7.2018

Geschafft! Nur noch ein Tag bis Beginn: Gesine Ploen und Sabine Matthiesen von der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern

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FRAU METALL – Portrait der Mecklenburger Metall-Bildhauerin Takwe Kaenders

Geförderter Film des Landes feiert seine Weltpremiere
Regisseurin Lih Janowitz, das Filmteam und Takwe Kaenders mit Wegbegleitern zu Gast

Samstag, 30. Juni 2018 um 20:00 Uhr im Kino im Filmbüro

Im Dokumentarfilm FRAU METALL von Lih Janowitz sprühen nicht nur Funken aus Metall, sondern auch, wenn die bekannte Mecklenburger Künstlerin Takwe Kaenders über die Leinwand wirbelt. Da wird geschmiedet, geschweißt, geflext, wenn sie mit ihrem Material in ihrer Werkstatt im Rothener Hof arbeitet.

Takwe Kaenders mit ihrer Skulptur KOKON (Foto: Christian Lehsten)

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Geförderter Film des Landes erhält besondere Ehrungen beim Filmfest Emden-Norderney 2018

DER LETZTE JOLLY BOY gewinnt den DGB-Preis des Filmfestivals und ist Eröffnungsfilm vom Filmfest Wismar am 29. Juni 2018

Bei der 29. Ausgabe des Filmfestes Emden-Norderney feierte der bewegende Dokumentarfilm DER LETZTE JOLLY BOY von Hans-Erich Viet (u.a. Polizeiruf 110 Schwerin) am 9. Juni 2018 seine Weltpremiere. Die 600 gerührten Zuschauer im ausverkauften Saal bejubelten den mittlerweile 97-jährigen Protagonisten und Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum, der gemeinsam mit dem Filmteam zum Filmgespräch zu Gast war.

Leon Schwarzbaum und Hans-Erich Viet (Foto: ©Tobias Bruns/ Filmfest Emden-Norderney)

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Das Filmprogramm zum 12. Filmfest Wismar und Kinderfilmfest NAUTILUS

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 wird Wismar ein Wochenende lang Filmstadt. Freuen Sie sich auf ein Sommerfilmfestival für Jung und Alt. Wir präsentieren vom Land geförderte Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres, speziellen Handschriften der Filmemacherinnen und Filmemacher und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern – die FilmSCHAU der Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Eröffnung am Freitag, den 29. Juni, präsentieren wir in der Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere den durch die Kulturelle Filmförderung des Landes geförderten Dokumentarfilm DER LETZTE JOLLY BOY von Regisseur Hans-Erich Viet. Das Portrait des 97-jährigen Shoa-Überlebenden Leon Schwarzbaum, ein dokumentarisches Roadmovie durch deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart mit einem Mann, der als Jugendlicher mit seiner "Boygroup", den JOLLY BOYS, amerikanischen Swing interpretierte. Leon Schwarzbaum wird gemeinsam mit Regisseur Hans-Erich Viet zur Eröffnung anwesend sein.

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Filmpremiere von COLONNA in Schwerin

Der Kurzfilm COLONNA feiert seine Uraufführung am Abend des Pfingstmontags, dem 21. Mai 2018 im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Die Produktion der Moonfilm aus Berlin erhielt Ende 2016 Fördermittel der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und wurde im vergangenen Herbst in Nordwestmecklenburg gedreht.

Karten für die Premiere können auf den Seiten des Mecklenburgischen Staatstheaters reserviert und gekauft werden. Neben dem Regisseur Berthold Bock und seinem Filmteam wird voraussichtlich auch die Hauptdarstellerin Verena Bukal bei der Aufführung anwesend sein.

Zum Inhalt:

Immer an der Schnittstelle von Malerei und Film erzählt Berthold Bock vom zurückgezogen lebenden Kunsthistoriker Colonna. Eines Tages findet dieser am Strand vom Sturm angespülte Landschaftsmalereien und eine rätselhafte Schiffbrüchige, die seiner verstorbenen Ehefrau zum verwechseln ähnlich sieht. Doch in der Kleidung sowie im Gesicht erscheint sie wie aus dem 19. Jahrhundert und die diesseitige Welt beginnt, sich mit der jenseitigen zu vermischen.

Karten für die Premiere von COLONNA erwerben

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Ein Filmfestival der Rekorde – das war der FiSH 2018

Die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern stiftet Hauptpreis und präsentiert geförderte Dokumentarfilme in ausverkauften Sälen

Festivalleiter Arne Papenhagen und Sabine Matthiesen, Leiterin der Kulturellen Filmförderung MV, überreichen den Hauptpreis an Irene Moray (Mitte), Foto: ©FiSH – das Filmfestival im StadtHafen Rostock/ institut für neue medien gGmbH

Ende April versammelte das Filmfestival im StadtHafen Rostock den Filmnachwuchs aus ganz Deutschland wieder in der Hansestadt. Im Nachwuchs-Filmwettbewerb JUNGER FILM wurden 33 ausgewählte Kurzfilme junger Filmemacherinnen und Filmemacher gezeigt, unterteilt in 6 Filmblöcke. Am Sonntag, den 29. April 2018 entschied die 5-köpfige Jury dann im Rahmen ihrer öffentlichen Sitzung über die Gewinnerfilme. "Film des Jahres" wurde BAD LESBIAN der 23-jährigen Irene Moray. Sie erhielt in diesem Jahr einen rekordverdächtig dotierten Preis – 12.000€ stehen ihr nun für neue Filmprojekte zur Verfügung. Mit 5.000€ beteiligt sich auch die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern an diesem Preisgeld.

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Vom Land geförderte Filme beim FiSH 2018 und beim FILMKUNSTFEST MV

FiSH – Filmfestival im StadtHafen Rostock 2018

Donnerstag, 26. April bis Sonntag, 29. April 2018

ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas

WILDES HERZ von Charly Hübner und Sebastian Schultz

Diese beiden von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern geförderten Filme werden beim FiSH-Filmfestival Rostock am Donnerstag, den 26. April im LiWu Rostock gezeigt. In Anwesenheit der Regisseure Martin Farkas und Sebastian Schultz!

 

28. FILMKUNSTFEST MV 2018 in Schwerin

Dienstag, 1. Mai bis Sonntag, 6. Mai 2018

NACH PARCHIM von Johanna Huth und Julia Gechter

USEDOM-DER FREIE BLICK AUFS MEER von Heinz Brinkmann

ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas

Diese drei von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern geförderten Filme werden in Schwerin in der Reihe GEDREHT IN MV präsentiert.

NACH PARCHIM feiert bereits am Dienstag, den 1. Mai um 17:15 Uhr im Filmpalast Capitol die Welturaufführung und Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere. Und im Anschluss ist der rote Teppich noch weiter ausgerollt, die beiden Regisseurinnen werden bei der Eröffnungsfeier des diesjährigen FILMKUNSTFEST MV mit dem WIR-Vielfaltspreis der überparteilichen Initiative WIR. Erfolg braucht Vielfalt ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000€ dotiert und würdigt einen Film, der sich thematisch für ein tolerantes und vielfältiges Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzt.

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Die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern vergibt 104.250€

Junge Talente und erfahrene Filmemacherinnen und Filmemacher im Fokus

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung hat unter dem Vorsitz von Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung, in ihrer ersten Sitzung des Jahres am 19. April 2018 Empfehlungen für vier Filmproduktionen, vier Stoff- und Projektentwicklungen und drei Anträge auf Präsentationsförderung ausgesprochen.

"In der ersten diesjährigen Sitzung der Auswahlkommission gab es eine Fülle sehr verschiedener Projekte, die umfassend diskutiert wurden. Ein Fokus liegt bei den Förderempfehlungen klar auf der Unterstützung von Talenten aus dem Land, die für die Umsetzung ihrer Filmprojekte gezielt auf die Möglichkeiten unseres Landes setzen – vom Team über Technik bis zum Dreh. Es konnten aber auch eine Reihe weiterer sehr spannender Stoffe überzeugen. Die Entwicklung neuer Dokumentar- und auch Spielfilme werden wir nun begleiten können", freut sich Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung des Landes.

Ausgewählt wurde der Dokumentarfilm GRENZLAND II (AT) von Andreas Voigt. Bereits 1992 hat sich der Autor und Regisseur auf eine Recherchereise entlang der deutsch-polnischen Grenze begeben. Diesen Ansatz nimmt er nun, 25 Jahre später, wieder auf. Die deutsch-polnische Koproduktion wird von der Barbara Etz und der à jour Filmproduktion auf deutscher Seite produziert und konnte auch schon bei der Mitteldeutschen Medienförderung sowie beim Deutsch-Polnischen Filmfonds überzeugen. DARFST BANI ZU MIR SAGEN ist ein sehr persönliches Porträt des Autoren Peter Wawerzinek, in dem er sich mit dem Aufwachsen als Heimkind auseinandersetzt. Zu DDR-Zeiten wurde er von seiner Mutter zurückgelassen und von seinen Geschwistern getrennt. Der Film wird nun in der Postproduktion gefördert. Die Journalistin und Regisseurin Dr. Sylvia Nagel überzeugte die Auswahlkommission mit ihrem Konzept zum Dokumentarfilm DIE JÜNGSTEN OPFER DER MAUER, in dem sie sich den bisher nicht erzählten Schicksalen minderjähriger Todesopfer an der innerdeutschen Grenze annimmt. Das bewegende Thema wird von der ARTIA NOVA FILM und dem Produzenten Hartmut Schulz produziert. Die junge Rostocker Produktionsfirma Von Anfang Anders Filmproduktion verantwortet das Projekt WELT UNTER. Vier Rostocker Regisseure arbeiten dafür gemeinsam an vier filmischen Episoden, die in einem Drama verwoben werden.

Auch die Empfehlungen für Stoff- und Projektentwicklung behandeln Stoffe über und aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Autorin Katharina Schlender stammt aus Neubrandenburg und siedelt ihr Kinder- und Jugenddrama ZIS ODER WEIHNACHTEN IST SCHON VORBEI im Neubaugebiet der Stadt an. Eine klug und unterhaltsam aufgeschriebene Coming-of-Age Geschichte. In VIER FRAUEN (AT) möchte Sabine Michel die Biographien von vier aktiven Politikerinnen, vor allem in Hinsicht auf ihre Wurzeln in der ehemaligen DDR, ergründen. Die Autorin und Regisseurin aus Greifswald hatte mit ihrem Kino-Dokumentarfilm ZONENMÄDCHEN bereits für Aufsehen sorgen können und feiert aktuell mit MONTAGS IN DRESDEN Erfolge. Einem ebenfalls dokumentarischen Stoff widmen sich Margot Neubert-Maric und Gisela Tuchtenhagen mit ICH MUSS JEDEN TAG DARAN DENKEN. Sie zeichnen darin die Schicksale von drei ehemaligen politischen Häftlingen der DDR auf. Auch die Strafanstalt Bützow wird eine wichtige Rolle spielen. Mit ALASKA schreibt der Rostocker Max Gleschinski an seinem zweiten Spielfilmstoff nach KAHLSCHLAG. Ein stilles Wasserwander-Roadmovie um eine Mittvierzigerin, das mit jedem Kapitel seine Perspektive wechselt.

Über Förderung in der Präsentation können sich drei der bedeutendsten Filmfestivals des Landes freuen. Sie alle zeigen Filme, die mit Hilfe der Kulturellen Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern entstehen konnten. Gefördert werden das 12. Filmfest Wismar, die Seh-Sterne beim FiSH 2018 in Rostock, "Gedreht in MV" beim 28. Filmkunstfest MV.

Die Förderentscheidungen im Einzelnen:

Produktion:

GRENZLAND II (AT), Andreas Voigt, Förderempfehlung: 22.000€

DARFST BANI ZU MIR SAGEN, Peter Wawerzinek, Förderempfehlung: 15.000€

DIE JÜNGSTEN OPFER DER MAUER, Dr. Sylvia Nagel,
Förderempfehlung: 20.000€

WELT UNTER, Benjamin Hujawa, Förderempfehlung: 12.000€

Stoff- und Projektentwicklung:

ZIS oder WEIHNACHTEN IST SCHON VORBEI, Katharina Schlender, Förderempfehlung: 8.000€

VIER FRAUEN (AT), Sabine Michel, Förderempfehlung: 8.000€

ICH MUSS JEDEN TAG DARAN DENKEN, Margot Neubert-Maric, Gisela Tuchtenhagen, Förderempfehlung: 8.000€

ALASKA, Max Gleschinski, Förderempfehlung: 7.500€

Verleih, Vertrieb, Abspiel:

12. FILMFEST WISMAR 2018, MV Film e.V., Förderempfehlung: 2.000€

SEH-STERNE beim FISH 2018, Institut für neue Medien gGmbH, Förderempfehlung: 750€

28. FILMKUNSTFEST MV 2018, FILMLAND M-V gGmbH,
Förderempfehlung: 1.000€

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Kinostart am 19. April 2018: SPK KOMPLEX

Am 19. April 2018 startet Gerd Kroskes vielschichtiger Dokumentarfilm SPK KOMPLEX bundesweit in den Kinos. Darin untersucht er das 1970 begründete "Sozialistische Patientenkollektiv", das alternative Therapiemethoden forderte und mitunter radikal seine Standpunkte verteidigte.

Rudi Mährländer im Film SPK KOMPLEX, © Edition Salzgeber

Synopsis

1970 begründete der Arzt Wolfgang Huber in Heidelberg gemeinsam mit Patienten das antipsychiatrische "Sozialistische Patientenkollektiv" (SPK). Umstrittene Therapiemethoden, politische Forderungen und der massive Zulauf von Patienten, die der üblichen "Verwahr-Psychiatrie" tief misstrauten, führten zum Konflikt mit der Universität Heidelberg und der Landesregierung, der sich bald zuspitzte und in die Radikalisierung des SPK mündete. Das gruppentherapeutische Experiment endet schließlich mit Verhaftungen, Gefängnis und der Aberkennung von Hubers Approbation.

Die SPK-Gerichtsprozesse wirken heute wie eine Vorwegnahme der Stammheim-Prozesse – mit Mitteln zum Ausschluss der Rechtsanwälte, Totalverweigerung der Angeklagten und empfindlichen Strafen für das Ehepaar Huber. Dabei stand die Härte der Strafverfolgung in kaum einem Verhältnis zu den eigentlichen Taten. Der Ruf, die RAF unterstützt zu haben und letztendlich in deren Terror aufgegangen zu sein, haftet dem SPK seither an. Er überlagert, worum es damals eigentlich ging: um die Rechte von Psychiatriepatienten, Widerstand und um Selbstermächtigung. Um Fragen also, die noch immer Aktualität besitzen.

SPK KOMPLEX feierte seine Welturaufführung im Februar im Rahmen der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Alle vier Berlinale-Vorführungen waren ausverkauft. Seitdem lief der Film unter anderem bei der diesjährigen Hamburger Dokumentarfilmwoche. Die Filmzeitschrift epd Film empfiehlt den Film und bewertet ihn mit 5 aus möglichen 5 Sternen.

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Geförderte Filme starten bundesweit im Kino

In den kommenden Wochen starten gleich drei in Mecklenburg-Vorpommern geförderte Dokumentarfilme deutschlandweit in den Kinos. Die Kulturelle Filmförderung MV blickt einem spannenden und unterhaltsamen Kino-Frühling entgegen.

WILDES HERZ

Der Abräumer der DOK Leipzig 2017 und von (Musik-) Fans sehnlichst erwartete Film um den Frontmann der Punkband Feine Sahne Fischfilet startet am 12. April 2018 offiziell in den Kinos: WILDES HERZ mit Jan "Monchi" Gorkow. Regie führten Charly Hübner und Sebastian Schultz.

Er steht für eine der erfolgreichsten Punkbands in Deutschland und in den Augen des Staates "Vorpommerns gefährlichste Band": Jan "Monchi" Gorkow. © Neue Visionen Filmverleih

SPK KOMPLEX

In der Woche darauf startet am 19. April Gerd Kroskes vielschichtiger Film SPK KOMPLEX. Darin untersucht er das 1970 begründete "Sozialistische Patientenkollektiv", das alternative Therapiemethoden forderte und mitunter radikal seine Standpunkte verteidigte. Alle Kinotermine ansehen

Vorab wird SPK KOMPLEX im Rahmen der 15. Dokumentarfilmwoche Hamburg gezeigt. Er läuft am Samstag, 14. April 2018 um 18:30 Uhr im Metropolis Kino. Den Programmplan ansehen

Lutz Taufer im Film SPK KOMPLEX, © Edition Salzgeber

USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER

USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER begleitet seine Zuschauer Ende Mai auf die Ostseeinsel an der polnischen Grenze. Der sehr persönliche Dokumentarfilm von Heinz Brinkmann erzählt Geschichten der verschiedenen Bewohner der Insel und blickt zurück in die Geschichte der prunkvollen Kaiserbäder. Am 31. Mai 2018 ist offizieller Kinostart.

Filmstill aus USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER, © Edition Salzgeber

Überwältigende Resonanz zum Kinostart von ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Ausverkaufte Kinosäle, lange Filmgespräche und ein dankbares Filmteam: der von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern (Filmbüro MV) geförderte Dokumentarfilm ÜBER LEBEN IN DEMMIN startete am Donnerstag, den 22. März 2018 bundesweit in den Kinos. Seit diesem Tag befindet sich Regisseur Martin Farkas auf Kinotour und steht dem Publikum für Fragen und Gespräche zur Verfügung. In Demmin, Greifswald, Malchin, Neubrandenburg und Neustrelitz waren die Vorführungen bereits bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Sabine Matthiesen, Leiterin Kulturelle Filmförderung MV (Filmbüro MV) und Regisseur Martin Farkas (©itworks!)

Zeitzeugin Rosi Hirsch im Gespräch mit Martin Farkas (©itworks!)

Es gibt viele Fragen aus dem Publikum (©itworks!)

Zu der offiziellen Premiere im Demminer Filmeck hatten die Filmemacher vor allem die zahlreichen Protagonisten, ihr Filmteam und Gäste aus Politik, Kultur sowie einzelne Pressevertreter eingeladen. Die beiden Kinosäle des Kinos waren sowohl bei der Vorführung um 18 Uhr, als auch um 20 Uhr komplett besetzt. Die anschließenden Filmgespräche und die Vorstellung der Protagonistinnen und Protagonisten waren sehr emotional.

Patrick Dahlemann, SPD, Abgeordneter des Landtages MV und Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, hat Fragen (©itworks!)

Die Protagonisten Marcel und Inge (©itworks!)

Der Empfang im Lübecker Speicher, bei Brot aus der Demminer Stadtbäckerei, Allgäuer Käse und Griebenschmalz lud dann zum Austausch zum Gesehenen ein. Ins Gespräch kommen – das ist ein zentrales Anliegen des Films. Lange wurden die Traumata der Schrecken des Kriegsendes 1945 verschwiegen, die Jungen hatten kein Ohr für die Alten, was damals passierte, schwebte vage über der Stadt. "Wir müssen die Diskussion führen, um zu verstehen, warum die Ungeheuer immer wieder kommen.", betont Martin Farkas bzgl. der Aufarbeitung von Kriegstraumata gegenüber der Zeitung "der Freitag".

Im Lübecker Speicher Demmin (©itworks!)

Demmins Bürgermeister Dr. Michael Koch (rechts) im Gespräch mit Künstler Olaf Spillner (©itworks!)

Zeitzeugin Rosi Hirsch mit ihrem Lebensgefährten Heinrich Seyer (©itworks!)

Es gab reichlich Gesprächsbedarf (©itworks!)

ÜBER LEBEN IN DEMMIN wurde von der Entwicklung bis zur Auswertung von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern unterstützt und inhaltlich begleitet. Auch die Vorbereitung der MV-Premiere in Demmin war Teil davon. Insgesamt wurde das Projekt mit Mitteln i.H.v. 35.250 € gefördert. Umso größer ist die Freude über die überwältigende Resonanz des Publikums und der Presse auf diesen beeindruckenden Dokumentarfilm.

Sabine Matthiesen (Filmbüro MV), Jürgen Pohl (Edition Salzgeber) und Gesine Ploen (Filmbüro MV)

Die aktuelle Berichterstattung der Medien kann auf den folgenden Seiten verfolgt werden: NDR, Ostsee-Zeitung, Nordkurier, BR Kino Kino, RBB Kulturradio, BR 5, Evangelische Kirche MV, Spielfilm.de

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RABBI WOLFF gewinnt den Deutschen Hörfilmpreis 2018 als bester Dokumentarfilm

Im Berliner Kino International wurde am 21. März 2018  zum 16. Mal der Deutsche Hörfilmpreis verliehen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) vergibt diesen Preis seit 2002 und zeichnet damit herausragende Hörfilme aus sowie Projekte, die die barrierefreien Filmerlebnisse voranbringen. Vergeben wurden die Preise erstmals in vier Kategorien: Kino, TV, Dokumentation und Kinder- und Jugendfilm. Außerdem wurde ein Publikumspreis verliehen, über den das Publikum per Online-Voting entschied.

Filmstill aus RABBI WOLFF (© Uli Holz, Edition Salzgeber)

In der neuen Kategorie Dokumentation konnte der von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern geförderte Dokumentarfilm RABBI WOLFF die Jury überzeugen. Laudatorin und Jurymitglied Alice Brauner überreichte den Preis an Regisseurin Britta Wauer sowie an Kai Lillich und Sabine Falkenberg vom Audiodeskriptionsteam. Die Audiodeskription entstand bei der BASIS BERLIN Postproduktion.

Seit seiner Fertigstellung im Jahr 2016 feiert der Dokumentarfilm um den sympathischen und seit April 2015 ehrenamtlich tätigen Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern William Wolff einen Erfolg nach dem anderen. Der Film wurde auf einer Vielzahl von renommierten Filmfestivals gezeigt, sehr erfolgreich im Kino ausgewertet, von der Kritik gefeiert und mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Die Preisträger des Deutschen Hörfilmpreises Dokumentation, Regisseurin Britta Wauer in der Mitte (© DBSV/ Deutscher Hörfilmpreis)

Die Hörfilmpreise in den weiteren Kategorien gingen an den TV-Film LANDGERICHT – GESCHICHTE EINER FAMILIE, die Kinoproduktion LICHT und den Kinder-Spielfilm WENDY. Der begehrte Publikumspreis wurde der MDR-Produktion IN ALLER FREUNDSCHAFT; FOLGE 773: MACH’S GUT NICK verliehen.

Die 9-köpfige Jury des Hörfilmpreises tagte erstmals unter dem Vorsitz des langjährigen Mitglieds des DBSV-Präsidiums Hans-Joachim Krahl und setzte sich aus Persönlichkeiten aus Film, Politik und Journalismus zusammen. Sie wählte für den 16. Deutschen Hörfilmpreis die Gewinner aus 16 Nominierten aus.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

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Bundesweiter Kinostart von ÜBER LEBEN IN DEMMIN und WILDES HERZ

ÜBER LEBEN IN DEMMIN feiert seine Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere und den bundesweiten Kinostart im Verleih der Edition Salzgeber am Donnerstag, 22. März 2018.

Der von der Kulturellen Filmförderung des Landes geförderte Film wird in Anwesenheit des Filmteams, von Protagonisten, von Förderern und dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann um 18 Uhr im Filmeck in Demmin präsentiert.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt im heutigen Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie. Hunderte Bürger der Stadt nehmen sich das Leben. Dies gilt als größter Massensuizid zum Kriegsende in Deutschland. Über die genauen Umstände wird fortan geschwiegen. Heute besetzen Neonazis mit einem alljährlichen "Trauermarsch" am 8. Mai diese Leerstelle und missbrauchen sie für ihre Zwecke.

Regisseur Martin Farkas geht in seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert, erscheint tief gespalten.

Der Filmemacher begibt sich ab dem 23. März auf Kinotour und steht bei den folgenden Vorführungen für Filmgespräche zur Verfügung.

  • 23.3.18, 20 Uhr, CineStar Greifswald
  • 24.3.18, 17 Uhr, Kino Malchin
  • 25.3.18, 16 Uhr, Latücht Kommunales Kino Neubrandenburg
  • 25.3.18, 18 Uhr, Basis Kulturfabrik Neustrelitz
  • 26.3.18, 20 Uhr, Kino Center Anklam
  • 27.3.18, 20 Uhr, CineStar Stralsund
  • 28.3.18, 18 Uhr, fsk Kino Berlin
  • 28.3.18, 20 Uhr, Tilsiter Lichtspiele Berlin
  • 30.4.18, Filmrauschpalast Berlin

In welchen Kinos der Film regulär ab dem 22. März 2018 zu sehen ist, kann man auf den Seiten des Verleihs Edition Salzgeber verfolgen.

Pressemitteilung der Staatskanzei MV ansehen

Gleich im Anschluss, am 12. April, kommt der ebenfalls durch die Kulturelle Filmförderung des Landes geförderte Dokumentarfilm WILDES HERZ von Charly Hübner und Sebastian Schultz bundesweit ins Kino.

WILDES HERZ

Zur Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere lädt der Verleih Neue Visionen in Anwesenheit der beiden Regisseure, Protagonist Jan "Monchi" Gorkow und Produzent Lars Jessen am 5. April in das Volkstheater Rostock ein. Bundesweite Previews finden am 6. April statt und der Run auf die Plätze hat begonnen – viele Kinos sind schon fast ausgebucht. Informationen zu allen Previews werden auf der Facebook-Seite des Films gesammelt.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN und WILDES HERZ wurden in Mecklenburg-Vorpommern realisiert und durch die Kulturelle Filmförderung des Landes unterstützt und begleitet. Beide Filme werden ebenfalls beim diesjährigen Filmfest Wismar vom 29.6. bis 1.7.2018 gezeigt.

Kontakt zu den Verleihern:

ÜBER LEBEN IN DEMMIN: Verleih Edition Salzgeber, Ansprechpartner ist Dr. Christian Weber, Salzgeber Presse, Telefon (030) 285 290 70, presse[at]salzgeber.de, www.salzgeber.de

WILDES HERZ: Verleih Neue Visionen, Ansprechpartnerin ist Sylvia Müller, MM Filmpresse, Telefon (030) 41 71 57 22, mueller[at]mm-filmpresse.de, www.mm-filmpresse.de

ÜBER LEBEN IN DEMMIN feiert seine Mecklenburg-Vorpommern-Premiere in Demmin

Der von der Kulturellen Filmförderung des Landes geförderte Film feiert seine Premiere im Land am Donnerstag, 22. März 2018 um 18 Uhr im Kino Filmeck in Demmin

In Anwesenheit des Filmteams, von Protagonisten, von Förderern und dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie. Hunderte Bürger der Stadt nehmen sich das Leben. Dies gilt als größter Massensuizid zum Kriegsende in Deutschland. Über die genauen Umstände wird fortan geschwiegen. Heute besetzen Neonazis mit einem alljährlichen "Trauermarsch" am 8. Mai diese Leerstelle und missbrauchen sie für ihre Zwecke.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Regisseur Martin Farkas geht in seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert, erscheint tief gespalten.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN erzählt von Trauma, Gruppenzwang, falscher Trauer und dem politischen Missbrauch von Gefühlen – aber auch vom Überleben, vom Willen, sich gegen Hass und Fanatismus zu stellen und dem Wunsch, die Vergangenheit umfassend aufzuarbeiten. Der Film verdichtet darüber hinaus, wie ein Kaleidoskop, was uns heute bedroht: der Aufwärtstrend von Fremdenfeindlichkeit, Hass, Antisemitismus und Populismus aus der Mitte der Gesellschaft heraus.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Das Land Mecklenburg-Vorpommern förderte ÜBER LEBEN IN DEMMIN sowohl in der Stoff- und Projektentwicklung, wie auch in der Produktion, u.a. neben NDR, rbb und dem BR und beteiligt sich auch an der Herausbringung des Films in den deutschen Kinos. ÜBER LEBEN IN DEMMIN ist die dritte Regiearbeit von Martin Farkas, der für seine Kameraarbeiten u.a. für den Grimme-Preis und den Deutschen Kamerapreis nominiert war. In dem ebenfalls aktuell durch die Filmförderung des Landes geförderten Film WILDES HERZ von Charly Hübner und Sebastian Schultz, ist Martin Farkas als Chef-Kameramann für die Bildgestaltung verantwortlich. Er setzt Charly Hübner und seine Kollegen auch im Rostocker Polizeiruf 110 regelmäßig ins Bild.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

"Wir wollen mit der Premiere dieses Films zum Kinostart am 22. März 2018 in Demmin für die Bürger vor Ort ein Zeichen setzen. Daher findet die erste Aufführung des Films in Mecklenburg-Vorpommern in Demmin statt. Neben den Protagonisten aus dem Film sind die Bürger Demmins zur Vorführung herzlich eingeladen. Im Anschluss gibt es Zeit für Gespräche mit dem Regisseur Martin Farkas und Patrick Dahlemann, dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern" sagt Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern, auch im Namen von Martin Farkas, der Produzentin Annekatrin Hendel und Björn Koll, dem Geschäftsführer des Verleihs Edition Salzgeber.

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