Geförderte Projekte

LIEVALLEEN

(AT: DARFST BANI ZU MIR SAGEN)

Regie: Peter Wawerzinek und Steffen Sebastian

Dokumentarfilm, D 2019, 91 min

Produktionsförderung

Förderempfehlung: 1. Sitzung 2018/ 15.000 €

Drehbuch, Regie und Produktion: Peter Wawerzinek, Steffen Sebastian, Kamera: Steffen Sebastian, Montage: Andreas Preisner, Ton: Tobias Fritzsch, Benjamin Frank, John Lipinski, Aufnahmeleitung und Kostüm: Katja Pilgrim, Kostüm und Maske: Meike Schröder, Musik: HERBST IN PEKING und Bob Rutman, gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

 

Synopsis

Peter Wawerzinek, das ehemalige Heimkind richtet für seine erste Heimerzieherin "Bani" ein Picknick im Gespensterwald von Nienhagen her. Unter Bäumen, an der Ostsee, reden Bani und Peter über die Flucht der Eltern im Jahr 1957 aus Rostock. Die Eltern ließen Peter und seine Schwester Beate allein in der Wohnung zurück. Die Kinder hatten Glück, denn sie wurden von der Polizei vor dem Hungertod gerettet. In einem Säuglingsheim erfolgte die Geschwistertrennung.

Zwei Lebenswege werden sichtbar, die unterschiedlicher nicht sein können. Beate wird als nicht entwicklungsfähig eingeschätzt und muss bis zum 18. Lebensjahr in einer Psychiatrie leben. Peter wird in Kinderheimen aufgepäppelt und umhegt und im Alter von 11 Jahren adoptiert.

Fast fünfzigjährig, besucht er seine leibliche Mutter in Westdeutschland und weiß sofort: Die Mutter ist bereits im Kind gestorben. Die Traumata, die Verletzungen bleiben.

 

Vom Land geförderte Filme beim 15. Filmfest "der NEUE HEIMAT film"

23. bis 25. August 2019, Burg Klempenow

SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT und LIEVALLEEN auf der Burg Klempenow

Auch in diesem Jahr haben es wieder zwei Dokumentarfilme, die von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurden, in das Programm von "der NEUE HEIMAT film" geschafft. SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT konnte man nach der Premiere im Panorama der diesjährigen Berlinale bereits auf den hiesigen Filmfesten in Schwerin und Wismar bewundern. Nun folgt ein weiterer Stopp in Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstagnachmittag, den 24. August 2019, läuft der Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel auf der Burg Klempenow.

Filmstill aus SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT, © ITWORKS! Medien

LIEVALLEEN feierte seine Uraufführung beim Filmkunstfest in Schwerin. Nun wird der autobiographische Film des Autoren Peter Wawerzinek auf der Burg Klempenow gezeigt. Gemeinsam mit Steffen Sebastian hat er ein kunstvolles Konstrukt der Suche nach der Vergangenheit erschaffen, der Suche nach der Mutter, die ihre Kinder für die Flucht aus der DDR zurückließ.

 

Die Termine auf Burg Klempenow:

SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT: Samstag, 24. August, 15:30 Uhr

LIEVALLEEN: Sonntag, 25. August, 14:30 Uhr

Peter Wawerzinek und Erika "Bani" Banhardt im Gespensterwald Nienhagen © Iris Sebastian

Darüber hinaus bietet das Filmprogramm eine große Bandbreite an spannenden Kurz- und Dokumentarfilmproduktionen. Schon vor der feierlichen Eröffnung am Freitag um 18:15 Uhr wird ab 17 Uhr der erste Kurzfilmblock gezeigt.

Das Programm ansehen

Programm des 29. FILMKUNSTFEST MV – Kulturelle Filmförderung MV ist mit vier Filmen vertreten

Auf der offiziellen Pressekonferenz zum diesjährigen FILMKUNSTFEST MV in Schwerin wurde am 16. April 2019 das Filmprogramm des Filmfestivals vorgestellt. Sowohl im Dokumentarfilmwettbewerb als auch in der Reihe "Gedreht in MV" sind jeweils zwei Filme vertreten, die mit Unterstützung der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern (Filmbüro MV, Wismar) entstanden sind.

Besonders groß ist die Freude über die Teilnahme der zwei geförderten Dokumentarfilme LIEVALLEEN und SCHÖNHEIT & VERGÄNGLICHKEIT im Dokumentarfilmwettbewerb des Festivals.

Seine Weltpremiere feiert der Film LIEVALLEEN von Peter Wawerzinek und Steffen Sebastian. Peter Wawerzinek ist Autor und machte bisher mit seinen Romanen (u. a. "Rabenliebe" und "Schluckspecht") auf sich aufmerksam. In diesen verhandelte der geborene Rostocker oft seine Kindheit, die er als Heimkind verbrachte, nachdem seine Eltern aus der DDR geflohen waren. In seinem ersten Dokumentarfilm macht er sich nun auf die Suche nach seiner Schwester Beate, seiner Heimerzieherin Bani, die ihn immer behütete und nach der Mutter in Westdeutschland. Die Kulturelle Filmförderung des Landes begleitete das Projekt in den finalen Schritten der Produktion und Postproduktion.

Peter Wawerzinek mit Erzieherin Erika Banhardt, ©Iris Sebastian

Das FILMKUNSTFEST MV wird am Abend des 30. April 2019 feierlich in Schwerin eröffnet und zeigt bis Sonntag, den 5. Mai ein Programm mit vorrangig deutschsprachigen Spiel- und Dokumentarfilmen. Diesjähriges Gastland ist Irland, zu dem es auch ein Sonderprogramm geben wird. Mit dem Ehrenpreis des FILMKUNSTFEST MV, verliehen von der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, wird in diesem Jahr die Schauspielerin Katharina Thalbach ausgezeichnet.