Bild: Lesung Thomas J. Hauck am 3.3.2011 in der Stadtbibliothek Wismar

Zu den Filmen:

3. Kinderfilmnacht


Wismar (OZ) - „Schreib da mal E2 rauf, das ist das Ende vom Akt 2“, erklärt Ole Borgwardt vom Filmbüro seiner „Azubine“ für einen Tag. „Und was muss am Anfang des nächsten Aktes stehen?“, fragt er sie. Luise Poley weiß: „A3!“ Die Zehnjährige schlüpfte am Freitag in die Rolle des Filmvorführers. „Ich habe beim Lesequiz vom Kinderschwedenfest gewonnen“, erzählt sie. Ihr Preis:

einmal Filmvorführer sein. Sie hatte bei der dritten Kinderfilmnacht im Filmbüro die wichtigste Aufgabe: erst den Film koppeln, dann auf den richtigen Knopf drücken, damit er startet. „Ist cool, sonst sehe ich ja nur den Film und gar nicht, was alles dahinter passiert.“ Sie wollte die ganze Nacht bis 23 Uhr — dem offiziellen Ende der Kinderfilmnacht — bleiben. „Mama ist im Publikum“, war sie stolz.

Da saß auch „Tiger“ mit seinem „Herrchen“ Louis Wesseloh. Der Siebenjährige war mit seiner Cousine Anne König (16) im Filmbüro. „Das ist ein toller großer Fernseher“, ließ der Lütte die Umsitzenden schmunzeln. Mit seinem „Tiger“, dem Kuscheltier, genoss er die Filme und die Atmosphäre. Gut 200 Gäste kamen zur Kinderfilmnacht. Kinder, Eltern und Großeltern kuschelten sich ins Filmbürokino. Das ganze Haus war mit flauschigem Teppich ausgelegt, damit alle ihre Winterschuhe und Stiefel ausziehen konnten. Im Kinosaal hatten einige Gäste sogar Schlafsäcke mitgebracht.

Die Organisatoren vom Filmbüro hatten mit riesigen Stapeln Decken vorgesorgt. Kuscheln und kindgerechte Filme gucken, was gibt es Schöneres? Das dachte sich auch Brigitta Steinbruch aus Schwerin. Sie war gleich nach der Arbeit in den Zug gesprungen, um mit den drei Enkelsöhnen rechtzeitig in Wismar zu sein. „Das ist doch eine tolle Gelegenheit für einen gemeinsamen Abend mit den Enkeln“, kommentierte sie.

Zwischen den Filmen hatten die Kinder die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren. Kameramann Eddy Zimmermann zeigte Finya (6) und Paula-Joline (7) Berger, wie sie selbst einen kleinen Trickfilm drehen können. Andere versuchten sich als Synchronsprecher und bereicherten Trickfilme mit ihrer Stimme oder bastelten die Stars von der Leinwand nach.

(OZ/LOKAL/HWI vom 12.12.2011 Artikel: Nicole Hollatz)