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Landesfilmarchiv

Kulturnacht Schwerin

Mit einem historischen Filmprogramm des Landesfilmarchivs Mecklenburg-Vorpommern, des Landeskirchlichen Archivs und des Stadtarchivs Schwerin.

Archivfilmnacht zur Kulturnacht Schwerin 2017

Samstag, 28. Oktober 2017, 18 Uhr, Schwerin

Archivfilmnacht des Stadtarchivs Schwerin und des Landesfilmarchivs

Ort: Aula der Volkshochschule, Puschkinstraße 13, Hof, 19055 Schwerin

Das Programm:

18:00 Uhr:       Ufa-Spielfilm "Der Majoratsherr", 1943 in Westmecklenburg gedreht

19:40 Uhr:       Schwerin im Jahr 1959 (aus dem Landesfilmarchiv)

20:10 Uhr:       "Gefährliches Spielzeug", 1967 (aus dem Landesfilmarchiv)

20:30 Uhr:       Parks und Gärten in Schwerin, 1985

21:10 Uhr:       Der Besuch Erich Honeckers in Schwerin am 20. Mai 1987

21:45 Uhr:       Die Wahl der ersten "Miss DDR" im September 1990 in Schwerin

Durch den Abend führen der Leiter des Stadtarchivs Schwerin, Herr Dr. Kasten und der Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch. Sie präsentieren Filmschätze aus den jeweiligen Archiven und werden auch kurze historische Erläuterungen geben.

Achtung: Einlass jeweils zum Beginn der einzelnen Filme!

 

Nähere Informationen zu den Filmen aus dem Landesfilmarchiv:

Schwerin 1959

Der in schwarz-weiß und stumm hergestellte 16 mm-Film des "Amateurfilmstudios Schwerin" zeigt Bilder der Bezirksstadt Schwerin. Der Film vermittelt fast 60 Jahre später interessante Einblicke über das Leben in Schwerin im 10. Jahr des Bestehens der DDR.

Es sind folgende Aufnahmen zu sehen:

  • das Stadtbild: Marienplatz mit Kreisverkehr, Modell der Weststadt, Innenstadt)
  • Einkaufsmöglichkeiten (Welt im Buch, Industriewaren Süd, HO Warenhaus Einheit, erste Selbstbedienungsgeschäfte, KONSUM Haus der Geschenke
  • Sportstätten: Strand in Zippendorf, Bau der Sport- und Kongresshalle, Seglerheim, Sportclub, Sportplatz Lambrechtsgrund
  • Betriebe: Werkzeugmacher, Näherinnen, Deutsche Holzwerke, Kfz-Instandsetzungswerk, Schall & Schwencke-Brauerei, PGH-Friseure Zentralsalon
  • Nahverkehr: Straßenbahndepot, Kraftverkehr, Busbahnhof, Pfaffenteichfähre
  • soziale Einrichtungen: Kindergarten Lambrechtsgrund, Käthe-Kollwitz-Schule, Krankentransport, Krankenhaus, Röntgenuntersuchung, Kindergarten Schlossgarten, Feierabendheim Friedrichsthal, Haus der Pioniere
  • Sehenswürdigkeiten: u.a. Zoo Schwerin

Länge: 21:25 Minuten

"Gefährliches Spielzeug" 1967

Der schwarz-weiß und mit Magnetton ausgestattete 16 mm-Film wurde offensichtlich im Betriebsfilmstudio der Eisenbahn Schwerin im Jahr 1967/1968 produziert. Er verdeutlicht die Gefährlichkeit der Munitionsüberreste des zweiten Weltkrieges vor dem Hintergrund von mit Fundmunition spielenden Kindern. Besonders erschreckend ist die abschließende aktuelle Einblendung im Film: "Im Bezirk Schwerin verunglückten von Januar bis Mai 1967 sieben Kinder beim Spielen mit Fundmunition tödlich".

 

Informationen zur Kulturnacht 2017 ansehen

Besuchermagnet: Die Archivfilmnacht zur Kulturnacht Schwerin 2015

Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch mit Uwe Schierig, Jugendweihe-Protagonist aus dem 1976er Schwerin-Film

Am 24. Oktober 2015 war es pünktlich 18 Uhr wieder soweit: Dr. Bernd Kasten, Direktor des Stadtarchivs Schwerin, begrüßte die Gäste in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Volkshochschule in Schwerin zur "Archivfilmnacht". Diese beliebte Veranstaltung wird von beiden Partnern, dem Stadtarchiv Schwerin und dem Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Wismar im Rahmen der Kulturnacht Schwerin gemeinsam organisiert.

Den Anfang machten die ältesten Streifen des Abends, Filme von der großherzoglichen Familie aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und einen touristischen Werbefilm von 1937 aus dem Bundesarchiv – Filmarchiv, die von Dr. Kasten präsentiert und kommentiert wurden. Jörg Moll, ebenfalls vom Stadtarchiv Schwerin, zeigte einige Privataufnahmen, die nach einem Aufruf des Stadtarchivs abgegeben worden waren.

Kampfgruppenübung 1959, Schwerin

Ab 20 Uhr stand das Landesfilmarchiv  im Mittelpunkt des Geschehens. Eine Kampfgruppenübung im Jahr 1959 mitten in Schwerin fand ebenso Interesse wie eine Reportage des Fernsehens der CSSR von 1976 über Schwerin. Bei diesem Film konnten einige Protagonisten begrüßt werden – Jugendweihlinge von damals – die sogleich halfen, einige Szenen zu kommentieren.

Schloss Schwerin in der Reportage des Fernsehens der CSSR, 1976

Zum Schluß wurde der von der Deutschen Welle produzierte und noch nie in Schwerin gezeigte Film über die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands im Jahre drei nach der Vereinigung vom Publikum mit großer Spannung erwartet. Der Film zeigt einerseits, wie die Filmemacher damals Schwerin sahen, aber auch welche Probleme vor zweiundzwanzig Jahren das Leben der Stadt bestimmten.

Zwischen den Filmen wurden immer wieder Pausen eingelegt, damit das Publikum wechseln konnte. Vom ersten bis zum letzten Film waren stets alle Plätze besetzt. Der Abend endete dann auch erst um 22:30 Uhr, ein voller Erfolg, der erneut das ungebrochene Interesse an historischem Filmmaterial zeigt. Das Interesse und die Neugier auf die nächste Kulturnacht in der Landeshauptstadt wurden geweckt, daran wird sich das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern aus Wismar auf alle Fälle wieder beteiligen.

Archivfilmnacht zur Kulturnacht Schwerin 2015

Samstag, 24. Oktober 2015, Schwerin

Am Samstag, den 24. Oktober 2015 lädt die Landeshauptstadt Schwerin zum wiederholten Male zu einer Kulturnacht ein, bei der das interessierte Publikum die Vielfalt der Schweriner Kulturszene erleben können. Tanz, Musik, Schauspiel, Literatur und Film erwarten Sie an insgesamt 27 Orten, darunter in der Aula der Volkshochschule in der Puschkinstraße. Hier präsentieren Stadtarchiv Schwerin und Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern in einer Archivfilmnacht zum Teil noch nie öffentlich vorgeführte Filme zur Geschichte der Stadt aus den Jahren 1913-1993.

Das Filmprogramm aus dem Landesfilmarchiv MV

Kampfgruppenübung (Archivtitel) 1959

Kampfgruppenübung in Schwerin

Schwerin (Eine Reportage des Fernsehens der CSSR über Schwerin. Der in tschechischer Sprache kommentierte Film ist ein interessantes Zeitdokument, weil er neben  den Sehenswürdigkeiten der Stadt viele Szenen aus dem Alltagsleben der Schweriner einfängt. Produktion: Fernsehens der CSSR, Hauptredaktion Propaganda- und Dokumentarfilme) 1976

Hermann-Matern-Straße (heute Mecklenburgstraße)

Schwäne an der Grotte im Burggarten

Schauplatz Deutschland – Schwerin (Eine Reportage über Schwerin. Sabine Sauer stellt Schwerin mit seinen Vorzügen und seinen Problemen im Jahr 3 nach der Wende vor) 1993

Flyer der Kulturnacht herunterladen

Kulturnacht Schwerin 2012

Samstag, 27. Oktober 2012, Schwerin

Zahlreiche Veranstaltungen finden am 27. Oktober zur KULTURNACHT in der Landeshauptstadt Schwerin statt. Die Besucher sind eingeladen, die Vielfalt der Museen zu erkunden, Musikern an außergewöhnlichen Orten zu lauschen, Blicke in geheimnisvolle Winkel zu werfen, Technikgeschichte zu erleben oder mit historischen Filmdokumenten auf Zeitreise zu gehen.

UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Der 27. Oktober ist von der UNESCO zum Welttag des audiovisuellen Erbes ausgerufenen worden. Zur Kulturnacht Schwerin 2012 und dem Welttag des audiovisuellen Erbes beteiligen sich das Stadtarchiv Schwerin, das Landeskirchliche Archiv und das Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern erstmals gemeinsam an diesem kulturellen Höhepunkt mit ihrem filmischen Archivgut, wie es inhaltlich unterschiedlicher nicht sein kann. Diese Archive wollen damit den Film als spezielles Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewußtsein bringen und auf die Notwendigkeit seines Schutzes, seiner Erhaltung und seiner Verbreitung hinweisen.

Das Landesfilmarchiv, das erstmals an der Kulturnacht in Schwerin teilnimmt, wird aus seinem Bestand vier historische Filme zeigen:

Wir entführen Sie an den Anfang des letzten Jahrhunderts mit einem Dokumentarfilm über die Schweriner Obotritfilmfabrik – OFFAK, fahren Streife mit der Wasserschutzpolizei Schwerin, stellen den Beruf des Verkehrspolizisten in Schwerin vor und gehen auf Spurensuche nach den Ursachen eines Arbeitsunfalls im Wohnungsbaukombinat Schwerin.

 

Das Filmprogramm der Archive:

18:00 Uhr    DIE OFFAK STORY (Landesfilmarchiv)

18:30 Uhr    Straßenbahn-Fahrt durch Schwerin (Stadtarchiv)

18:45 Uhr    Kirche und Heimat (Landeskirchliches Archiv)

20:15 Uhr    Verkehrspolizist (Landesfilmarchiv)

                      Mit WS 28 auf Streifenfahrt (Landesfilmarchiv)

                      Monolog über einen Unfall (Landesfilmarchiv)

21:00 Uhr    Das Bauwesen im Bezirk Schwerin (Stadtarchiv)

21:45 Uhr    Mit Laib und Seele (Stadtarchiv)

22:00 Uhr    Lebenswelten (Stadtarchiv)

Ort:

AULA der Volkshochschule, Puschkinstrasse 13, 19055 Schwerin

Karten und Informationen:

Eine Karte, gültig für alle Veranstaltungen, gibt es für 8,50 € an den Abendkassen der einzelnen Veranstaltungsorte. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr haben freien Eintritt. Das ausführliche Programm der KULTURNACHT SCHWERIN 2012 wird Ende September veröffentlicht. Weitere Informationen unter Telefon (0385) 562970, www.schwerin.de und unter Telefon (03841) 618220 (Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch).

Laden Sie sich hier gerne das Gesamtprogramm der Kulturnacht Schwerin herunter.

 

 Mehr zu den Filmen des Landesfilmarchivs:

DIE OFFAK STORY – Der Traum von Hollywood in der mecklenburgischen Provinz

Vier Jahre träumte die Regierung des kleinen Landes Mecklenburg-Schwerin davon, eine Art deutsches Hollywood zu werden. Zwischen 1920 und 1923 existierte in der Hauptstadt Schwerin die Obotritfilmfabrik, kurz Offak.

Das Besondere an dem Unternehmen: Es war komplett in Staatsbesitz. Zwei Ziele verband der Freistaat mit seiner Offak. Mit den zu erwartenden Millionengewinnen sollten die Kultureinrichtungen des Landes finanziert werden und gleichzeitig das Niveau der gesamten deutschen Filmindustrie gehoben werden.

Doch statt Kunstfilmen entstanden vor allem Melodramen, Krimis und Actionfilme. Sie trugen Titel wie DAS GEHEIMNIS DER SPIELHÖLLE VON SEBASTOPOL und DIE SCHATZKAMMER IM SEE.

Nach zahlreichen Skandalen ging die Staatsfirma pleite. Die Doku OFFAK-STORY – Der Traum von Hollywood in der mecklenburgischen Provinz erzählt nun erstmals die tragikomische Geschichte der Offak. Sie zeigt auch die aufwendige Restaurierung des einzigen erhaltenen staatlichen Spielfilms DAS SOUPER UM MITTERNACHT im Berliner Bundesfilmarchiv und präsentiert
Ausschnitte aus einem der ältesten norddeutschen Spielfilme.

Buch: Heiko Kreft, Kamera: Christian Marohl, Thomas Baeter, Schnitt: Peggy Andes, Musik: John R. Carlson, Produktion: Hypolux Film, Redaktion (NDR): Birgit Müller, Thomas Balzer


Heiko Kreft

geboren 1975 in Schwerin

Studium der Geschichte und Philosophie

freiberuflicher Journalist und Autor

Gründung der Produktionsfirma „Hypolux Film“

Drehbuchautor für animierte Kurzfilme

realisiert TV Serien und Wissenssendungen

 

Filme (Auswahl)

Heimatkunde – Alles über Mecklenburg-Vorpommern (100 Folgen)

Die größten Erfindungen aller Zeiten (60 Folgen)

2010 Lust auf Leben

2012 Du hast eine Wahl – Batsheva Dagan

www.hypolux.de

 

Verkehrspolizist

In den siebziger Jahren stellte das Fernsehen der DDR zahlreiche 16 mm-Filme her, in denen in rund zehn Minuten einzelne Berufe für die Berufsberatung vorgestellt wurden.

Unterwegs auf allen Wegen

Über manche Berufe entstanden Filme in verschiedene Fassungen, so auch über den des Verkehrspolizisten, von dem drei unterschiedliche Filme an drei unterschiedlichen Drehorten entstanden. Die letzte Fassung mit der Nummer BB 29/III in Schwarz-Weiß und mit Lichtton wurde in Schwerin gedreht und sorgt mit seiner Darstellung des Berufes heute für Heiterkeit.

Produktion: Fernsehen der DDR, 12 min

 

WS 28 auf Streifenfahrt

In diesem 16 mm-Film in Schwarz-weiß und mit Magnetton werden während der Begleitung eines Streifenbootes der Wasserschutzpolizei Schwerin typisch falsche Verhaltensweisen im und am Wasser vorgestellt und welche Aufgaben der Wasserschutzpolizei in solchen Situationen zukommen.

Belehrung

Zu sehen sind Verletzungen der Aufsichtspflicht über am Wasser spielende Kinder, Alkohol am Steuer, Angeln auf einer Anlegestelle, die Verwendung eines Bootssteges als Ort für eine Feier und Baden im Fahrwasser der Schifffahrt.

Produktion: Betriebsfilmstudio 67 der Eisenbahn Schwerin, Regie: Kollektiv Betriebsfilmstudio 67 der Eisenbahn Schwerin, Kamera: Rolf und Ute Gellien, Peter Weisrock, 1970, 14 min

 

Monolog über einen Unfall

Nach einem Arbeitsunfall sinniert der Brigadier über dessen Ursachen. In Rückblenden wird eine zur Formsache verkommene Arbeitsschutzbelehrung gezeigt, bei der viele Teilnehmer durch andere Dinge abgelenkt sind.

Der Unfall

Der Film wurde im Wohnungsbaukombinat Schwerin u. a. mit Walter Plathe und Udo Molkenthin gedreht. Der 16 mm Berufsschulfilm mit der Nummer TBF 510 in Schwarz-Weiß und mit Lichtton wurde auch im 35-mm-Format als Arbeitsschutzfilm kopiert und gezeigt.

Produktion: DEFA-Studio für Kurzfilme, Regie: Kurt Barthel, Kamera: Manfred Hening, 12 min