Aktuelle Meldungen "Landesfilmarchiv" 2015-01

KinoAufSegeln: Filme aus dem Landesfilmarchiv in Greifswald

Im Rahmen des Sommerfestes der Museumswerft zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 in Greifswald wurden Filme aus dem Landesfilmarchiv Mecklenburg-Vorpommern gezeigt. Die Zuschauer konnten sich die Filme in einer Schleife in der Werkstatt der Greifswalder Museumswerft, der sogenannten Zeesenhalle, anschauen und waren vom Filmprogramm sehr angetan.

In der Zeesenhalle

Filmprogramm aus dem Landesfilmarchiv:

  • Fischmarkt in Bergen um 1930, 11 min (F 159)
  • Klippfischgewinnung auf Island um 1930, 9:50 min (F 168)
  • Heringsfischerei um 1930, 10 min (F 184)
  • Kreidegewinnung auf der Insel Rügen, 11 min (F 176)

Lehrfilme aus den 1930er Jahren mit maritimem bzw. regionalem Inhalt (alle schwarzweiß und stumm)

  • Bau eines Loggers, 11:14 min (F 484)

Lehrfilm, 1950/ 51 auf der Volkswerft Stralsund gedreht, zeigt den Bau des Loggers ROS 131 "III. Weltfestspiele", schwarzweiß und stumm

www.museumswerft-greifswald.de

Angehende Architekten im Filmbüro MV

Die Eröffnungsvorlesung des Studienganges Architektur der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar im 4. Semester fand, wie schon im Vorjahr, im Kinosaal des Filmbüros statt. Die zukünftigen Architekten hörten und sahen am 10. März 2015 die Vorträge und Vorführungen der Mitarbeiter des Filmbüro MV.

Vorlesung im Objekt der Vorlesung: Im Saal von Haus 3

Die Geschichte und den Umbau der Gebäude des Filmbüro MV erläuterte Thomas Gehnich, technischer Leiter der Medienwerkstatt Wismar, anhand des Veranstaltungsgebäudes. Als Internatsküche mit kleinem Speisesaal Anfang der sechziger Jahre gebaut, wurde der Flachbau in den Jahren 2001/ 2002 entkernt und zum heutigen Veranstaltungshaus mit multifunktionalem Veranstaltungssaal, Kino und Bistro umgebaut.

Umbau zum Veranstaltungshaus des Filmbüro MV: Aufbau der Trägerkonstruktion

Blick auf das heutige "Haus 3" in der Mitte des Filmbüro-Geländes

Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch erklärte die Aufgaben des Landesfilmarchivs mit Blick auf die Recherchemöglichkeiten zu historischer Bausubstanz anhand des 1978 gedrehten 16mm-Films ROSTOCK – ZWISCHEN GESTERN UND MORGEN. Dieser historische Film ist ein Beispiel für das Nachnutzen von Filmarchivgut zur Aufarbeitung baugeschichtlicher Stadtentwicklung.

Die Rostocker Christus-Kirche vor ihrer Sprengung im Jahr 1971 (Still aus dem o.g. Film)

Der medienpädagogische Leiter der Medienwerkstatt Wismar Androš Schakau zeigte am Beispiel eines Teils von SPUREN DER STEINE – einer in der Medienwerkstatt entstandenen Dokumentationsreihe zur Denkmalpflege – wie historisches Filmmaterial in die Bewertung vorhandener Bausubstanz einbezogen werden kann.

Beim Dreh in der Alten Kurpianka in der Wismarer Altstadt (2012; seit 2014 Welt-Erbe-Haus)

Nach der Filmpräsentation klang diese besondere Art der Vorlesung mit einer angeregten Diskussionsrunde und der Besichtigung des Landesfilmarchivs aus.

Das Originalplakat zu DIE MÖRDER SIND UNTER UNS in ungewöhnlichem Format

Sammlungsstück 2/ 2015

Ein wertvolles Zeitdokument aus der Sammlung ist ein Originalplakat zu dem Film DIE MÖRDER SIND UNTER UNS. Es liegt im ungewöhnlich großen Format von A 0 (84 x 118 cm) vor und wurde von der SOVEXPORT herausgegeben. Das Plakat wurde vor Jahren schwer beschädigt in der Überlieferung der Bezirksfilmdirektion Schwerin entdeckt und in der Restaurierungswerkstatt des Landeshauptarchivs aufwendig restauriert. Es stellt wohl eines der wertvollsten Stücke aus unserer Sammlung dar, gilt es doch dem ersten Film der DEFA und dem ersten deutschen Spielfilm der Nachkriegszeit überhaupt.

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Neue Reihe: "Aus der Sammlung..."

In loser Folge stellen wir hier besondere Stücke aus dem Landesfilmarchiv vor, hier das erste:

Das Filmprogrammheft zu PETER VOß, DER MILLIONENDIEB – ein begehrtes Sammlerobjekt

SOVEXPORTFILM und UFA?

In der unmittelbaren Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg besaß die sowjetische SOVEXPORTFILM das Vertriebs- und Verleih-Monopol von Filmen in der Sowjetischen Besatzungszone und die Auftragshoheit für die DEFA-Kinofilmproduktion. In dieser Zeit und Hoheit entstand auch der erste deutsche Nachkriegsfilm DIE MÖRDER SIND UNTER UNS. Als Verleiher war die SOVEXPORTFILM auch für die Presse- und Werbearbeit verantwortlich und gab Filmprogrammhefte heraus. Eines der zahlreichen im Landesfilmarchiv überlieferten Programmhefte gilt dem Film PETER VOß, DER MILLIONENDIEB, einem Kuriosum, weil dieser Film von der Produktionsfirma Tobis – 1942 in den Ufa-Konzern eingegliedert – in den Jahren 1943/ 1944 hergestellt, jedoch bis Kriegsende nicht mehr fertiggestellt wurde.

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