Geförderte Projekte

MARIANNE VON WEREFKIN – Ich lebe nur durch das Auge

Regie: Stella Tinbergen, D 2009

Mitwirkende: Efrem Beretta, Angelica Jawlensky, Alexander Klee, Vladimir Korcinsky, Laima Lauckaite, Tatjana Lukina, Mario Matasci, Galina Nanba, Doris Obschernitski, Lena Stolze als Marianne von Werefkin

Produktion: Elke Peters, Stella Tinbergen – DOKUMENTARFILME, Musik: Philharmonisches Staatsorchester unter der Leitung von Catherine Rückwardt, Vertrieb: Transit Film München, 83 min.

Förderungen: Hessische Filmförderung, DEFA - Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Kulturstiftung Winterthur

 

Die Malerin Marianne von Werefkin (1860-1938) entstammt der russischen Aristokratie. Als Marianne gerade Anfang 20 ist, übernimmt Ilja Repin, der bekannteste realistische Maler seiner Zeit ihre Ausbildung und sie wird zum "Russischen Rembrandt".

Doch völlig überraschend gibt sie mit 32 ihre Malerei auf, um ein anderes Talent zu fördern: den jungen Offizier Alexej Jawlensky. Zehn Jahre lang investiert Werefkin all ihre Kraft in Jawlenskys Ausbildung. Dabei schwankt sie zwischen Selbstverleugnung und Selbstaufgabe. Als sie schließlich erkennt, daß Jawlensky nicht ihre erhoffte "verlängerte Hand" ist, und sie mit ihm nicht den Gipfel erreichen wird, von dem sie einst träumte, beginnt sie wieder selbst zu malen.

Wie ein Phönix aus der Asche erschafft Werefkin ab 1906 ein großartiges Spätwerk, ihre Bilder bersten nun vor Symbolik und Farbkraft, eines der wichtigsten Selbstportraits des Expressionismus stammt von ihr. Sie zieht 1914 in die Schweiz und lebt dort, ab 1919 in Ascona, voller Schaffenskraft bis zu ihrem Tod 1938. 

Erst heute gilt Marianne von Werefkin als entscheidende Mitbegründerin des Expressionismus und der Moderne und der Künstlervereinigung "Blauer Reiter".

 

Regisseurin Stella Tinbergen

  • Kunstschule Graz, Abteilung: Audiovisuelle Medien
  • Filmhochschule Wien
  • 1984-1986 1. und 2. Aufnahmeleiterin für Bavaria, ZDF, HR
  • 1986-1991 Cutterin von Dokumentarfilmen für ZDF, HR, SWR
  • ab 1991 Regisseurin
  • Arbeit als freie Fotografin, Sprechausbildung

Filme (Auswahl)

  • 1995 Tod eines Kindes (DF)
  • 1997 Siegfried – mein schizophrener Bruder (DF)
  • 2000 Haus des ewigen Lebens (DF)
  • 2001 Elias, das Zirkuskind (DF)
  • 2002 Lebenslänglich, ein Mörder und seine Tat (DF)
  • 2005 Der Fall Mischa E. (DF)
  • 2005 Siegfried – Geister, die ich rief (DF)
  • 2014 POETEN DES TANZES – DIE SACHAROFFS