Geförderte Projekte

DIALOGE

(ehemaliger Arbeitstitel: "Jamel")

Treatment- und Drehbuchförderung

Förderempfehlung: 1. Sitzung 2012/ 8.000 €

Produktionsförderung

Förderempfehlung: 2. Sitzung 2012/ 25.000 €

D 2016, Künstlerischer Dokumentarfilm, 103 min, Buch und Regie: Carmen Blazejewski, Kamera und Ton: Andreas Höntsch, Schnitt: Dietmar Kraus, Mischung: Roger Pitann, Produktion: Wilder Norden Film, mit Birgit und Horst Lohmeyer und Michael Ebach

Zur Synopsis

 

DIALOGE: MV-Premiere im Kino im Filmbüro in Wismar

Freitag, 24. Februar 2017, 19 Uhr, Kino im Filmbüro, Wismar

Der von der Kulturellen Filmförderung des Landes geförderte Dokumentarfilm feiert seine MV-Premiere in Wismar.

In Anwesenheit der Regisseurin Carmen Blazejewski, dem Filmteam, Protagonisten und weiteren Gästen. Mit Filmgespräch und Diskussion mit dem Publikum im Anschluß.

Ort: Kino im Filmbüro, Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53, Wismar

Eintritt: 6 €

Kartenreservierung unter (03841) 618 100 und info@filmbuero-mv.de

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

 

Synopsis

In dem kleinen Mecklenburger Dorf Jamel behauptet sich das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer gegen Bewohner, die zum Großteil der rechten Szene angehören, unter anderem mit dem alljährlich stattfindenden Rockfestival "Jamel rockt den Förster". Für ihr vielfältiges Engagement gegen rechts wurden sie mehrfach ausgezeichnet und sind international bekannt. Nur ein Dialog mit Neonazis ist für sie unvorstellbar. Während Lohmeyers sich in der Mitte unserer Gesellschaft kreativ und individuell verwirklichen, ist der Gestaltungsspielraum des jungen Neonazis Michael Ebach persönlich wie sozial eng begrenzt.

"Wir bringen ihn in unserem 100minütigen Dokumentarfilm künstlich (Split Screen) und künstlerisch mit Lohmeyers zusammen und zeigen, wie anstrengend, schwierig, aber auch unumgänglich der Dialog gerade mit Menschen wie Ebach für uns und die Zukunft unserer Gesellschaft ist.

'Wir müssen unsere Komfortzonen verlassen. Wir müssen uns auch für Argumente öffnen, die uns fremd sind', forderte Bundespräsident Gauck am 11. März 2016 in Bautzen, damit der Haß nicht gefährlich wird und keine Brandsätze fliegen.

'Wer nicht schießen will, muß reden', das ist mit Willy Brandt das Resümee unseres Films."

Carmen Blazejewski und Andreas Höntsch