ERNST HEINKEL – DER TRAUM VOM FLIEGEN

Gefördert durch die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

Filmemacher Jörg Herrmann erhält erstes Reisestipendium der Hansestadt Rostock

Damit Kunst interessant bleibt, müssen verschiedenste Künstler in einen lebendigen Austausch miteinander treten. Die Hansestadt Rostock will diesen Austausch durch Aufenthalts- und Reisestipendien fördern. Mit Hilfe der Stadt können Künstler neue Eindrücke gewinnen, mit anderen Kunstschaffenden in einen anregenden Dialog treten und nicht zuletzt Themen und Arbeitsmethoden ihrer Heimat vermitteln. Ein neues Austauschprogramm fördert die Beziehungen zwischen der Hansestadt und den skandinavischen und baltischen Ländern, indem sie ausgewählten Vertretern den Aufenthalt in einer Künstlerresidenz ermöglicht.

Der erste Preisträger, der Rostocker Filmregisseur Jörg Herrmann hat sich unter Kennern einen Namen als Autor und Regisseur gemacht, der zum Teil auf unbequeme Weise Ereignisse der jüngeren Geschichte aufarbeitet. Sein Dokumentarfilm ERNST HEINKEL – DER TRAUM VOM FLIEGEN von 2007 (gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern) über den Pionier der deutschen Luftfahrt Ernst Heinkel beschäftigt sich mit der Spannungsbeziehung zwischen Genie und Kriegsgewinnler.

Der Industrielle Heinkel (Bildmitte) machte gegen ein Entgelt Gebrauch von Zwangsarbeitern, die ihm das Nazi-Regime zur Verfügung stellte. Wie viele unbequeme Künstler hat auch Herrmann immer wieder mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Die Förderung soll dazu dienen, seine wichtigen Werke und Themen über die Ländergrenzen hinaus zu vermitteln.

Neben einer Förderung von 2.000,00 EUR wird Jörg Herrmann sieben Wochen lang im pulsierenden Kulturzentrum Godsbanen in Aarhus arbeiten. Godsbanen bietet mit seinen Ateliers und hochmodern ausgestatteten künstlerischen Werkstätten nicht nur perfekte Arbeitsbedingungen, es beherbergt auch zahlreiche Institutionen für Kunst- und Filmschaffende.

Herrmann, Mitglied des MV Film e.V., wurde von einer Jury bestehend aus Petra Schmidt-Dreyblatt (Leiterin des Edvard-Munch-Hauses), Katrin Arrieta (Leiterin des Kunstmuseums Ahrenshoop) und Michaela Selling (Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen) ausgewählt.

Regisseur Jörg Herrmann

  • 1963 geboren in Rostock
  • Diplom-Schiffstechniker
  • 1995 Studium Videografik am Institut für neue Medien Rostock
  • 1996 Intitator und Redakteur des Stadtkulturfernsehens "Schlagloch" in Rostock
  • seit 1996 freier Autor und Regisseur nonfiktionaler Filmprojekte

Filme (Auswahl)

  • 2000 Wenn man schon ein Schiff hat... (DF)
  • 2003 War-Requiem in Peenemünde (DF)
  • 2007 Auf den Spuren der Geschichte (DF)
  • 2007 ERNST HEINKEL – DER TRAUM VOM FLIEGEN (DF)
  • 2009 UNGEHORSAM ALS TUGEND

Weitere Informationen über Jörg Herrmann unter:

www.dancing-image-production.de

Der Antrag für die regulären Aufenthaltsstipendien der Hansestadt kann auf der Website der Stadt unter www.rostock.de/ausschreibungen herunter geladen werden.

ERNST HEINKEL – DER TRAUM VOM FLIEGEN

Regie: Jörg Herrmann, Kamera: Hans-Peter Eckardt, Schnitt: Roland Possehl, Robert Handrick

Wer war Ernst Heinkel? War er ein Phantast, der für die Erfüllung seiner Träume alles in Kauf nahm? War ihm die verheerende Wirkung seiner Erfindungen egal? Was trieb ihn? Warum ist die moderne Luftfahrt ohne die Entwicklungen Heinkels nicht mehr vorstellbar, sein Name jedoch über Insiderkreise hinaus kaum bekannt? Hat das was mit der Verantwortung zu tun, die ein jeder für sein Handeln zu tragen hat?

Inhaltlich konzentriert sich der Film auf zwei Ebenen. Zum einen wird die Biografie Heinkels, verwoben mit der Geschichte der Fliegerei, erzählt. Der Film hält sich an die Chronologie. Als Heinkel 1888 geboren wurde, unternahm Lilienthal seine ersten Gleitversuche.

Der spätere Ingenieur wuchs mit der im Entstehen begriffenen Industrie auf, und bereits während des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Chefkonstrukteur der Brandenburgischen Flugzeugwerke. Der Schwerpunkt wird jedoch auf seiner Zeit in Rostock/Warnemünde, von 1922 bis 1945, liegen.

 

Regisseur Jörg Herrmann

  • 1963 geboren in Rostock
  • Diplom-Schiffstechniker
  • 1995 Studium Videografik am Institut für neue Medien Rostock
  • 1996 Intitator und Redakteur des Stadtkulturfernsehens "Schlagloch" in Rostock
  • seit 1996 freier Autor und Regisseur nonfiktionaler Filmprojekte

Filme (Auswahl)

  • 2000 Wenn man schon ein Schiff hat... (DF)
  • 2003 War-Requiem in Peenemünde (DF)
  • 2007 Auf den Spuren der Geschichte (DF)
  • 2007 Ernst Heinkel – Der Traum vom Fliegen (DF)
  • 2009 UNGEHORSAM ALS TUGEND