Ältere Meldungen "filmförderung" 2017-02

Geförderte Filme des Landes feiern Weltpremiere beim größten deutschen Dokumentarfilmfestival in Leipzig

Gleich zwei Dokumentarfilmprojekte, die von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurden, feiern ihre Weltpremiere beim 60. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm – DOK Leipzig:

WILDES HERZ von Charly Hübner im Deutschen Wettbewerb

Nominiert für den ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, Gedanken-Aufschluss, den DEFA-Förderpreis

ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas im Internationalen Programm

Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

Das Festival startet am 30. Oktober 2017 und zeigt über fünf Tage hinweg ein Spektrum von mehr als 160 Dokumentarfilmen und interaktiven Arbeiten. Die Teilnahme der durch das Land geförderten Filme im führendsten und größten deutschen Dokumentarfilmfestival ist ein weiterer großer Erfolg für die Filmförderung des Landes, zeigt sich doch erneut, dass eine kompetente Auswahlkommission die richtigen und auch oft mutigen Entscheidungen trifft. Mecklenburg-Vorpommern zeigt auch in diesem Jahr wieder beim DOK Leipzig mit geförderten Filmen, dass das Land viel zu erzählen hat und die Geschichten aus dem Nordosten der Republik wichtig sind und immer wieder für Aufmerksamkeit sorgen.

Sabine Matthiesen, Leiterin Filmförderung MV, mit Jan "Monchi" Gorkow am Set von WILDES HERZ

WILDES HERZ – Punk gegen Rechts im Osten! Die Band Feine Sahne Fischfilet ist schon seit einiger Zeit eine Institution in der Musikszene Mecklenburg-Vorpommerns, gerade weil die Gruppe ihre Heimat thematisiert und sich gegen die Stigmatisierung des "Ostens" als Hort von Neonazis wehrt. Doch die Punkband wird auch aufgrund eben dieser Haltung vom Verfassungsschutz beobachtet. WILDES HERZ setzt ihren Frontmann Jan "Monchi" Gorkow ins Zentrum der Erzählung. Regisseur Charly Hübner hat ihn mit seinem Co-Regisseur Sebastian Schultz drei Jahre lang begleitet und beleuchtet in Rückblicken Monchis Kindheit und Jugend. Charly Hübner gelingt ein mitreißendes Portrait dieser schillernden Persönlichkeit und gibt Raum für aktuelle Diskussionen rund um politischen Extremismus.

Filmstill aus ÜBER LEBEN IN DEMMIN (Quelle: IT WORKS! Medien GmbH)

ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas, produziert von Annekatrin Hendel, eröffnet einen erstaunlichen Blick in die Geschichte der Stadt Demmin zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine Zeit, zu der die Nationalsozialisten aus der Region flohen und sich die Einwohner der Gegend den näher rückenden sowjetischen Truppen gegenüber sahen. Anfang Mai 1945 kommt es in der pommerschen Kleinstadt zu einem Massensuizid mehrerer Hundert Zivilisten. Zwischen ideologischer Leere und der Angst vor der Roten Armee herrscht Verzweiflung. Ganze Familien gehen ins Wasser, erhängen oder vergiften sich. Ein Phänomen, wie es in diesem Umfang kaum an anderen Orten Deutschlands vorkam und dass die Demminer noch heute prägt. Da sind die Rechten, welche die Folgen der Massenhysterie als Anlass für einen jährlichen Trauermarsch am 8. Mai, dem Tag der deutschen Kapitulation, missbrauchen. Da stehen die Bürger Demmins, die sich teils angewidert, teils desinteressiert abwenden. Da gibt es Gegendemonstranten und einige Zeitzeugen, die nach mehr als 70 Jahren zum ersten Mal über ihre Erinnerungen sprechen.

Die Vorführungen der Filme finden an folgenden Tagen statt:

WILDES HERZ

Dokumentarfilm von Charly Hübner und Sebastian Schultz

31.10.2017 um 19:45 Uhr Cinestar 4 (Weltpremiere)

Weitere Vorführungen:

1.11.2017 um 10 Uhr Cinestar 4

1.11.2017 um 17 Uhr JSA Regis-Breitingen

3.11.2017 um 10:30 Uhr Passage Kinos Universum

Das Filmteam wird zu den Vorstellungen anwesend sein.
www.eichholzfilm.de

 

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Dokumentarfilm von Martin Farkas

1.11.2017 um 19 Uhr Passage Kinos Universum (Weltpremiere)

2.11.2017 um 15:30 Uhr Passage Kinos Wintergarten

Das Filmteam wird zu den Vorstellungen anwesend sein.
www.itworksmedien.com

Herzlichen Glückwunsch an die Filmteams, wir drücken von Mecklenburg-Vorpommern aus ganz fest die Daumen!

 

DOK Leipzig – das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm und interaktives Storytelling

Das älteste Dokumentarfilmfestival der Welt, bei dessen erster Ausgabe bereits Animationsfilme Teil des Programms waren, und das sich heute bis in die crossmediale Kunst erstreckt. Dies macht Leipzig einzigartig in der internationalen Festivallandschaft, ebenso wie sein striktes Augenmerk auf künstlerische Qualität. Zum Programm gehören internationale Wettbewerbe, Wettbewerbe für animierte Dokumentarfilme, für deutsche Dokumentarfilme sowie der Next Masters Wettbewerb. Es gibt zahlreiche begleitende Programme wie den regionalen Fokus, eine reiche historische Retrospektive, die Hommage… Hochdotierte Preise werden von einer internationalen Fachjury verliehen. Das Festival findet vom 30.10. - 5.11. statt.

Weitere Informationen zum Festival ansehen

Jan "Monchi" Gorkow (©: Neue Visionen Filmverleih)

WILDES HERZ ist gleich im Anschluss zu den Nordischen Filmtagen Lübeck 2017 eingeladen und läuft dort im Rahmen des Filmforums am 4.11. um 16:15 Uhr im Cinestar 7 in Anwesenheit des Filmteams.

Weltpremieren auf der DOK Leipzig: ÜBER LEBEN IN DEMMIN und WILDES HERZ

Gleich zwei Dokumentarfilmprojekte, die von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurden, feiern ihre Weltpremiere beim 60. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm – DOK Leipzig. Das renommierte Festival startet am 30. Oktober 2017 und zeigt über fünf Tage hinweg ein Spektrum von mehr als 160 Dokumentarfilmen und interaktiven Arbeiten.

Filmstill aus ÜBER LEBEN IN DEMMIN (Quelle: IT WORKS! Medien GmbH)

Im Deutschen Wettbewerb dabei und nominiert für vier Preise ist das Langfilmdebüt von Charly Hübner WILDES HERZ. Im Internationalen Programm wird ÜBER LEBEN IN DEMMIN, produziert von Annekatrin Hendel, gezeigt.

Sabine Matthiesen und Charly Hübner am Set von WILDES HERZ

 

Die Vorführtermine von WILDES HERZ ansehen

Die Vorführtermine von ÜBER LEBEN IN DEMMIN ansehen

KAHLSCHLAG in Nordwestmecklenburg

Die Dreharbeiten zu dem Spielfilm KAHLSCHLAG des jungen Rostocker Autors und Regisseurs Max Gleschinski haben begonnen. Das ambitionierte Projekt erhielt Anfang des Jahres Produktionsförderung der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern. In der Sitzung überzeugte die Auswahlkommission vor allem das starke Drehbuch. Max Gleschinski setzt auf dessen Grundlage und nach der Produktion erfolgreicher Kurzfilme und Musikvideos nun sein Langspielfilm-Debüt um.

Eine neue Szene wird eingerichtet.

Die ersten Drehtage verbringt das Filmteam in Nordwestmecklenburg – so zum Beispiel auf der Insel Poel, in Robertsdorf und in Alt Farpen. Sabine Matthiesen und Gesine Ploen von der Kulturellen Filmförderung MV nutzten die Chance für einen kurzen Set-Besuch und waren begeistert von der positiven Stimmung vor Ort. Die Dreharbeiten zu KAHLSCHLAG werden noch bis in den Oktober andauern und komplett in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden.

Sabine Matthiesen, Leiterin Filmförderung MV, Regisseur und Autor Max Gleschinski, Bildgestalter Jean-Pierre Meyer-Gehrke und Gesine Ploen am Set in Robertsdorf

Vielversprechende Einreichungen zur zweiten diesjährigen Fördersitzung der Kulturellen Filmförderung

Die Förderanträge auf Produktions- und Stoff- und Projektentwicklungsförderung sind zum zweiten diesjährigen Einreichtermin bei der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Die kalkulierten Gesamtherstellungskosten aller Projekte liegen bei über 5 Mio. € und insgesamt wurde Förderung i.H.v. ca. 360.000 € beantragt. Wir sind gespannt auf die Entscheidungen der Auswahlkommission, die im November tagen wird.

Sabine Matthiesen, Johanna Huth und Julia Gechter (v.l.n.r.) im Filmgespräch zu DER FÄHRMANN UND SEINE FRAU

Die Mitglieder werden spannende Dokumentar- und Spielfilmprojekte bewerten können. So zum Beispiel den abschließenden dritten Teil der sogenannten Parchim-Trilogie von Johanna Huth und Julia Gechter, die mit DER FÄHRMANN UND SEINE FRAU, ebenfalls durch die Kulturelle Filmförderung des Landes unterstützt, große Erfolge feiern konnten. Die Produktionsfirma tvbmedia Productions hingegen will das Leben der nahezu unbekannten mecklenburgischen Komponistin Emilie Mayer mit Hilfe eines spannenden dokumentarischen Konzepts beleuchten. Und die in Greifswald ansässige Produktionsfirma Hoferichter&Jacobs plant in ihrem Dokumentarfilm wirtschaftliche Kriminalfälle in Mecklenburg-Vorpommern zu Zeiten der deutschen Wiedervereinigung aufzudecken. Das Spielfilmprojekt WARUM? des Regisseurs Bernd Böhlich kann bereits einen beeindruckenden Cast vorweisen, u. a. mit Alexandra Maria Lara, Karoline Eichhorn und Peter Kurth. Und unter anderem soll der Film im Landkreis Vorpommern-Greifswald realisiert werden.

Sabine Matthiesen, Margot Neubert-Maric, Gisela Tuchtenhagen (v.l.n.r.) im Filmgespräch zu UTBÜXEN KANN KEENEEN

Auf Unterstützung in der Stoffentwicklung hoffen die Dokumentarfilmerinnen Margot Neubert-Maric und Gisela Tuchtenhagen mit ihrem neuen Projekt auf Plattdeutsch zum LEVEN IN'T KASCHOTT (LEBEN IM GEFÄNGNIS). Sie waren im letzten Jahr mit ihrem plattdeutschen Film UTBÜXEN KANN KEENEEN sehr erfolgreich auf Kinotournee in Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt des Filmproduzenten und Regisseurs Hartmut Schulz und des renommierten Kameramanns Thomas Plenert hingegen will den traditionsreichen Werdegang der Holz-Fertigbauhäuser aus Wolgast ergründen – und somit ein Stück Wirtschaftsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns dokumentieren.

Wir sind gespannt auf die Förderempfehlungen und wünschen allen Antragstellern schon heute viel Erfolg für die Umsetzung ihrer Projekte.

 

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