
Berlinale-Chef Dieter Kosslick erhält den Herbert Strate-Preis 2011
Berlinale-Chef Dieter Kosslick erhält am 16. November in Köln für sein Engagement und seine Verdienste um den deutschen Film und das Kino den Herbert-Strate-Preis. Der Preis ist eine mit 20.000 € dotierte Ehrung und wird von der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen und dem Kinoverband HDF Kino e.V. vergeben. Die bisherigen Preisträger waren Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Uschi Reich, Günter Lamprecht, Heiko R. Blum, Jürgen Vogel, Rolf Bähr, Senta Berger, Michael Verhoeven und im vergangenen Jahr Wim Wenders.
Dieter Kosslick war Ende Oktober auch in Wismar zu Gast, er weilte in der Hansestadt zu den Dreharbeiten der neuen Staffel von SOKO Wismar und informierte sich dabei auch bei der Geschäftsführerin des Filmbüros MV, Sabine Matthiesen, über die derzeitige Situation des Films in Mecklenburg. Dabei betonte er, daß ihm gerade die Kulturelle Filmförderung besonders am Herzen liegen würde, denn sie sei die Basis für eine nachhaltige Entwicklung des Films in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern. Genau da könne das Land einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Infrastruktur leisten, das könne er aus eigener Erfahrung als Filmförderchef sagen.
Dieter Kosslick begann seine Tätigkeit in der Filmförderung 1983, zunächst als Geschäftsführer der kulturellen Filmförderung Hamburg (Hamburger Filmbüro), 1988 wurde er Geschäftsführer der wirtschaftlichen Filmförderung der Hansestadt (Film Fonds Hamburg). 1992 holten das Land Nordrhein-Westfalen und der WDR Dieter Kosslick als Geschäftsführer der Filmstiftung NRW nach Düsseldorf. In den neun Jahren seiner Arbeit an Rhein und Ruhr wurde Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter der deutschen Filmstandorte und hat sich auch international als bedeutendes Filmland etabliert. Im Jahr 2001 übernahm Dieter Kosslick die Leitung der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Unter seiner Leitung entwickelte sich die Berlinale zu neuer Popularität und zu einer Plattform für den deutschen Film. Insbesondere ist es ihm zu verdanken, dass deutsche Produktionen und internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung in den zurückliegenden Jahren auf dem Festival deutlich an Präsenz gewonnen haben und damit auch im Ausland stärker wahrgenommen werden.
Mit ihrem Preis erinnern Filmstiftung NRW und HDF Kino e.V. an den Kinobetreiber Herbert Strate, der 2004 im Alter von 82 Jahren starb und sich als langjähriger Präsident der FFA und des Hauptverbandes deutscher Filmtheater große Verdienst um den deutschen Film erworben hatte.





